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Mi., 27. August 2014, 22:31 Uhr
Kerwe am Montag mit TG-Frühschoppen und im Pfarrzentrum St. Josef
Geselligkeit mit Rippchen und Kraut, Kerwerede und Kerwekranz
Der Kerwekranz gehört dazu wie die Kerwerede – im Pfarrzentrum St. Josef feierten die Senioren. Foto: Hannelore Nowacki
BOBSTADT – Die Kerwe hatte fünf Tage, auch am Montag ließ die gute Stimmung Bobstadt nicht los. Die Senioren feierten im Pfarrzentrum mit Kerwerede und Kranz, die TG unter dem Zeltdach und im Vereinsheim mit Livemusik, Rippchen, Kraut und anderen leckeren Speisen.
Zwar war die Weinlaube am Alten Rathaus abgebaut und auf dem Messplatz vor der Sporthalle standen wie verloren ein kleines Karussell und Buden herum, aber die Senioren im drehten noch einmal ordentlich auf. Das hat Tradition. Eine eigene Kerwerede gehört dazu und auch ein Kerwekranz wird jedes Jahr aufgehängt. So war es auch bei dieser Kerwe, nur das Wetter war nass und herbstlich kühl. Da kam die praktische Idee auf, den Kerwekranz einfach im Saal an einem Ständer aufzuhängen. So musste sich auch niemand über die Treppen quälen. Die Tische waren voll besetzt und in der Küche dampften schon Rippchen, Würstchen und Kraut. Große Kuchenbleche versprachen süßen Genuss zum Kaffee. Doch vor dem Essen war eine Riesenportion Humor angesagt. Maria Winkler hielt ihre Kerwerede mundartlich und sie hatte viel zu berichten, zum Beispiel von der Ortsgeschichte mit dem falschen Text und dem „Kerchhof“, auf dem der „Boschdädder Hans Werner Knies das Unkraut robbt, gießt und schneid‘ die Hecke“. Zur Erinnerung an die gemeinsame Fahrt nach Worms im Juli hatte Maria Winkler das Kerwelied gedichtet, das alle zusammen nach der beschwingten Melodie von den „Schwäbsche Eisebahne“ sangen. Die sechs Frauen vom Seniorenteam organisieren auch den monatlichen Seniorennachmittag: Ursula Stumpf, Monika Gengnagel, Christel Gött, Rosi Pöll, Ortrud Seib und Leiterin Maria Winkler. Bei der TG Bobstadt schützten Zeltdächer vor Regen und Wind. Wer hier keinen Platz fand oder mollige Wärme vorzog, setzte sich in den Gastraum des Vereinsheims, wo auch Bürgermeisterin Barbara Schader, Erster Stadtrat Walter Wiedemann und Stadtverordnetenvorsteher Ewald Stumpf Platz genommen hatten. Rosel Halkenhäuser unterhielt die Gäste mit schwungvollen Melodien am Akkordeon. Vereinsvorsitzender Werner Klag zeigte sich „sehr zufrieden“ mit der Resonanz auf den ersten Frühschoppen der TG am Kerwemontag. Ebenfalls ein Erfolg sei das Kerwe-Wellfleischessen der TG am Donnerstag gewesen. Gut kam auch das Fassbier an, berichtete er, Sauerkraut musste sogar nachgeordert werden. Die Gäste konnten wählen zwischen Rippchen mit Kraut, Bratwurst und Wurstplatte. Zehn TG-Mitglieder waren für das Wohl ihrer Gäste im Einsatz. Hannelore Nowacki
Bei der TG Bobstadt gab es zum ersten Mal in der Kerwegeschichte am Kerwemontag einen Frühschoppen. Rosel Halkenhäuser brachte den musikalischen Schwung mit. Foto: Hannelore Nowacki