Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Gesunde Lebensmittel aus der Region dank ausführlicher Kontrollen
Do., 26. Oktober 2017, 14:53 Uhr
Lebensmittelkontrolleure übernehmen wichtige Funktion für die Bürger / Ausgezeichnete Ergebnisse im Kreis Bergstraße
Gesunde Lebensmittel aus der Region dank ausführlicher Kontrollen
Lebensmittelkontrolleur Harald Germann (l.) veranschaulicht im Beisein der Ersten Beigeordneten Diana Stolz (r.) im Bauernladen Steinmetz seine Tätigkeit. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Regionale und saisonale Erzeugnisse erfreuen sich einer immer größeren Wertschätzung – auch und gerade in Kindertagesstätten, Schulen, Pflegeeinrichtungen und Unternehmen, wo sie mehr und mehr einen festen Platz einnehmen. Dabei überzeugen die regionalen Produkte gleich in mehrfacher Hinsicht. Sie sind gesund, benötigen keine langen Transportwege und der Verbraucher weiß, woher die Erzeugnisse stammen. Zudem garantieren die Erzeuger eine hohe Qualität der Nahrungsmittel für den Verbraucher.
Dass dies genau so ist, dafür sorgen Kreisbehörden wie das Gesundheitsamt und das Veterinäramt als Kontrollinstanz und wirken dabei zugleich als fachlich kompetente Beratungsstellen für die lebensmittelverarbeitenden Betriebe im Kreis.
„In der Kreisverwaltung übernehmen wir viele Aufgaben für die Bevölkerung, die wir in der kommenden Zeit gerne vorstellen möchten”, erläuterte die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz am Donnerstag im Rahmen eines Pressegesprächs zu dem wichtigen Thema Lebensmittelüberwachung. Das Aufgabengebiet ist dabei vielfältig: „Vom Hackfleisch bis zum Kaugummiautomaten wird alles kontrolliert, ebenso natürlich bei Festen und Weihnachtsmärkten”, so Diana Stolz, die aufführte, dass im Kreis 4371 Betriebe kontrolliert werden müssen – wobei sich die Häufigkeit nach genau vorgegeben Risikoeinteilungen richtet.
Das Spektrum der Lebensmittelkontrolleure umfasst dabei unzählige Bereiche. Anhand einer EDV-unterstützten Risikobewertung werden beispielsweise die einzelnen Betriebe kontrolliert, wobei die Betriebe, die Fleisch, Milch oder rohen Fisch verarbeiten, zur höchsten Risikogruppe gehören. Der Bauernladen Steinmetz, in dem das Pressegespräch stattfand, sei dabei bewusst ausgewählt worden: Denn dieser gehört in doppelter Hinsicht zu den risikoreichsten Betrieben, so wird hier nicht nur Fleisch verarbeitet und verkauft, sondern auch selbst geschlachtet.
Ein weiterer Aspekt sind Beschwerden und Meldungen, denen nachgegangen wird und die gesetzlich auch anonym abgegeben werden können. „Im gesamten Landkreis haben wir hierbei pro Jahr etwa 100 Beschwerden zu verzeichnen, von denen sich 50 Prozent als unbegründet erweisen. In den anderen 50 Fällen liegt zumeist lediglich ein leicht zu behebender Verstoß wie etwa eine fehlende Deklarierung – zum Beispiel das Datum – vor. Akute Gesundheitsgefährdungen sind hierbei ganz klar die Ausnahme”, zeigte sich Diana Stolz mit Blick auf die regelmäßigen Kontrollen zufrieden. Zudem gibt es 150 bis 200 Fälle von Kontrollen in Discountern, bei denen geprüft wird, ob Rückrufe verschiedener Hersteller umgesetzt und die Produkte aus den Regalen genommen wurde. Schwer sei diese allerdings bei den Firponil-verseuchten Eiern gewesen. „Die Eier selbst konnten wir rasch entfernen, aber bei den Produkten, die diese enthalten, war und ist dies wesentlich schwieriger”, so Lebensmittelkontrolleur Harald Germann.
Das in den Betrieben alles hygienisch abläuft, dafür sorgt auch das Infektionsschutzgesetz: „Alle, die in einem lebensmittelverarbeitenden Betrieb tätig sind, werden regelmäßig über dessen Inhalt belehrt”, so Reinhild Zolg vom Haus der Gesundheit. Gesundes Obst und Gemüse aus der Region ist ein Gewinn für die Menschen im Ried – ebenso wie die Tätigkeit der Lebensmittelkontrolleure. Foto: pixabay.de
„Unsere Lebensmittelkontrolleure kommen zudem direkt aus dem Fach, denn sie müssen Meister in einem lebensmittelverarbeitenden Gewerbe wie etwa dem Back- oder dem Fleischerhandwerk sein. In einer zwei- bis dreijährigen berufsbegleitenden Ausbildung werden sie dann zu Lebensmittelkontrolleuren geschult”, ergänzte Diana Stolz mit Blick auf die Kontrollen. So wie Harald Germann, der veranschaulichte wie die Arbeit eines Lebensmittelkontrolleurs aussieht.
Für die Verbraucher als auch die überprüften Betriebe seien die Kontrollen gut und wichtig, denn sie legen offen, dass alles sauber und hygienisch ist und die Produkte bedenkenlos gekauft werden können. „Es ist sehr erfreulich, dass wir im Kreis so viele Betriebe haben, die regionale und saisonale Produkte anbieten. Dies ist ein hohes Gut, das wir haben – auch dank unserer Lebensmittelkontrolleure, die im Dienst der Bürger unterwegs sind und der guten Kooperation der Betriebe vor Ort. Denn was gibt es besseres als gesunde und frische Lebensmittel aus unserer Region”, schloss Diana Stolz. Benjamin Kloos