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  • Mi., 19. Mai 2021, 11:47 Uhr
    SPORTJUGEND: Idee für ungewisse Zeiten nach der Schule – jetzt für Freiwilligendienste im Sport bewerben

    „Gewinn für mich – Gewinn für andere”

    Sie können ein großer Sprung für einen selbst und für die Vereine sein: Freiwilligendienste im Sport. Foto: www.pixabay.com


    HESSEN – Jahr für Jahr entscheiden sich junge Menschen für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Sportverein. Die Sportjugend Hessen als Trägerin des Sport-Freiwilligendienstes begleitet seit bald 20 Jahren junge Frauen und Männer auf ihrem Weg, mehr Verantwortung für sich und für andere zu übernehmen.

    Viele junge Menschen wünschen sich eine Auszeit nach der Schule. Sie wollen neue Erfahrungen sammeln und sich gesellschaftlich engagieren oder einmal was ganz anders machen, bevor es mit Ausbildung oder Studium losgeht. Aus dem aktuellen Jahrgang mit 170 Freiwilligen erzählt Lara: „Nach der Schule war ich mir unsicher, was ich machen soll. Ich habe schon immer gerne Kinder trainiert, wollte die Vereinsarbeit kennenlernen und damit war das FSJ für mich die optimale Lösung.“ Lara ist im Einsatz beim TV Königstädten im Kreis Groß-Gerau. „Die Zeit ist für mich bereichernd, weil ich mich in verschiedener Hinsicht neu kennenlerne. Ich durfte frischen Wind in den Verein bringen und auch meine eigenen Ideen umsetzen. Vor allem aber lernte ich die Kinder an der Förderschule kennen und schätzen, was für meine Zukunft wichtig sein wird. Ohne mein FSJ hätte ich diese Chance nicht bekommen.“

    Auszeit für neue Erfahrungen

    In diesen Pandemiezeiten ist auch die Vereinswelt nicht mehr die, die sie mal war. Der aktive Sport wurde fast komplett ausgebremst, viele der ursprünglichen Aufgabenstellungen der Freiwilligen fielen weg, neue mussten geschaffen werden. Doch der Sportjugend Hessen ist es gemeinsam mit den Einsatzstellen gelungen, trotz Einschränkungen den Dienst der Freiwilligen aufrecht zu erhalten und weiterhin mit interessanten Aufgaben zu füllen.

    Und wie sich herausstellte, oft sehr zum Nutzen aller Beteiligten. „Klar war die ein oder der andere zunächst enttäuscht über etwas mehr Büroarbeit“, weiß Sadia Biladama, die im Vorstand der Sportjugend Hessen für die Freiwilligen zuständig ist. „Doch dann konnten viele Freiwillige gerade wegen der Pandemie mit ihren digitalen Kompetenzen glänzen. Sie haben Challenges kreiert, Online-Meetings und -Sportkurse auf die Beine gestellt oder kleine Trainingseinheiten und Bewegungspausen für die Vereine ins Netz gestellt.“

    Corona hat mich gelehrt, wie wichtig Vereinssport für Kinder und Jugendliche ist

    Auch Referatsleiter Rainer Seel ist erstaunt, welche positiven Effekte die Coronazeit dann doch hat: „Was die jungen Leute an Onlineformaten mit geschaffen haben, das bleibt, denn schließlich sind wir ja mitten drin in der Digitalisierung. So ist eine spannende Kombi aus Online- und Präsenzangeboten auch für die Zukunft entstanden. Und die Freiwilligen konnten dazu beigetragen, dass durch die neuen Online-Formate auch Menschen, die immobil sind, wieder mehr teilhaben können. Auch das Thema Nachhaltigkeit haben sie mit nach vorne gebracht, denn so mancher Weg wurde ja durch das umfangreiche Digitalangebot überflüssig gemacht.“

    Auch Lara vom TV Königstädten kann der Pandemie Positives abgewinnen: „Corona hat mich inspiriert, noch kreativere Lösungen für bevorstehende Herausforderungen zu suchen. Außerdem hat es mich gelehrt, was für eine große Rolle der Vereinssport für Kinder und Jugendliche spielt und welchen großen Beitrag wir als Freiwillige täglich dazu leisten können.“

    25 Bildungstage besucht jede*r Freiwillige und erlebt diese hoffentlich auch bald wieder in Präsenz, wünscht sich Rainer Seel. „Ich hoffe, wir können im Sommer wieder in einen halbwegs „normalen“ Jahrgang starten und der wird dann bereichert sein durch viele Erfahrungswerte, die wir aus der Krise gewonnen haben. Und auch die digitalen Errungenschaften bleiben uns ja erhalten.“ 

    Eine Basis für ein gesellschaftliches Zusammenleben in unserer Gesellschaft

    Um die Entscheidung für ein FSJ und den BFD im Sport zu erleichtern, können junge Menschen seit 2019 wahlweise am 1. September oder schon ab dem 1. August ihren zwölfmonatigen Dienst beginnen. Und neben den Bildungstagen können alle Teilnehmenden im FSJ, ggf. auch im BFD eine kostenlose Übungsleiterausbildung „Breitensport, Profil Kinder und Jugendliche“ absolvieren und mit Lizenz abschließen. Weitere Infos unter: www.sportjugend-hessen.de/freiwilligendienste/ zg

     
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