Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Gott loben und preisen – passend zum Pfingstsonntag
Di., 26. Mai 2015, 10:47 Uhr
Festliches Konzert in der Balthasar-Neumann-Kirche zweimal ausverkauft
Gott loben und preisen – passend zum Pfingstsonntag
Das geistliche „Festliche Konzert“ mit Werken von Franz Schubert und Wolfgang Amadeus Mozart am Pfingstsonntag in der prächtigen Balthasar-Neumann-Kirche war zweimal ausverkauft. Foto: Hannelore Nowacki
HOFHEIM – Alles passte wunderbar zusammen – die Kirche ein Juwel des Barock und das festliche Konzert mit Werken von Franz Schubert und Wolfgang Amadeus Mozart. Die nahezu fünfzig Sängerinnen und Sänger des Katholischen Kirchenchors und Gesangvereins Cäcilia Hofheim füllten den Platz vor dem eindrucksvollen Altar vollkommen aus; dabei schien der Chor vollkommen mit dem Raum zu verschmelzen. Ganz nahe am Publikum musizierte der Instrumentalkreis unter der Leitung von Ewald Glombik. Anja Stumpf begleitete einige Stücke an der Orgel. Die Gesamtleitung hatte Chordirigent Werner Stöckel. Die beiden über einstündigen Konzerte am Sonntag waren ausverkauft. Unter den Besuchern waren am Nachmittag Landrat Matthias Wilkes mit Gattin, ebenfalls mit Gattinnen und Gatten besuchten Bürgermeister Gottfried Störmer, Bundestagsabgeordneter Dr. Michael Meister und Ortsvorsteherin Rita Rose das Konzert am Abend. Pfarrer Adam Malczyk begrüßte die Konzertbesucher zum „vielversprechenden Konzert“, das mit seinem Thema „Te Deum Laudamus“ – Gott loben und preisen - zu Pfingsten passe. „Die Musik ist ein Geschenk Gottes“, gab Pfarrer Malczyk zu bedenken, „lassen wir uns von diesem Konzert anrühren“. Von Perlen der geistlichen Musik sprach Vereinsvorsitzende Andrea Rank, die das Publikum mit ihrer Begrüßungsrede auf den kommenden Musikgenuss einstimmte. Der Romantiker Schubert und der Wiener Klassiker Mozart verstanden es gleichermaßen Gott zu loben und zu danken. Schon zu Beginn empfing das Publikum die Akteure mit Applaus, nach den Stücken und ganz besonders am Schluss drückte sich die Begeisterung in zunehmendem Beifall aus. Die Serenade in F-Dur von Franz Schubert mit Martin Stumpf am Saxofon und Anja Stumpf an der Orgel erklang von der Empore ausgehend. Fünf weitere Stücke des Komponisten folgten. Das sanfte Salve Regina mit Chor und Orchester, das anrührende Ave Maria, gesungen von Hildegard Keim mit sopranheller Engelsstimme, begleitet von Ewald Glombik an der Geige mit Orgel. Ergreifend sang Dr. Nikolaus Wachtel das Stück „Im Abendrot“ mit Orgelbegleitung, in Vertretung des erkrankten Alexander Scholl. Nach dem „Andante“ erlebte das Publikum einen fulminanten Höhepunkt im Programm - die „Messe in G“ mit Sologruppe, Chor und Orchester. Die mehrteilige Ausführung verführte das Publikum immer wieder zu Zwischenapplaus, bis Dirigent Werner Stöckel am tatsächlichen Ende das Signal zum verdienten anhaltenden Applaus gab. Leicht beschwingt kam anschließend die Sonate in C für zwei Violinen, Orgel und Violoncello von Mozart ins Ohr. Hinreißend schön sang Tenor Dr. Wachtel die Lobpreisung des Herrn, „Laudate Dominum“, begleitet von Chor und Orchester. „Te Deum“ in C-Dur, das dritte Stück von Mozart im Programm, bewies die Kunst Mozarts, erhabene Musik mit heiterem Schwung zu verbinden. Der große Schlussapplaus führte zu einer nicht eingeplanten Zugabe, wie Dirigent Stöckel erklärte. Als Belohnung war noch einmal der letzte Teil von „Te Deum“ zu hören. Vor anderthalb Jahren hatten die Proben begonnen, erinnerte sich Andrea Rank im Gespräch nach dem Konzert, man fange ganz langsam an und lasse es neben den Gesangsbetrieb immer mitlaufen. Nach dem Abendkonzert nahmen sich Chor und Musiker das gemeinsame Feiern des Erfolges vor. „Wir gehen nicht einfach auseinander“, meinte Vereinsvorsitzende Rank. Hannelore Nowacki