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Fr., 08. Mai 2020, 09:54 Uhr
Pfarrgemeinderäte üben beim Probegottesdienst die Hygiene- und Abstandsregeln
Gottesdienste finden ab diesem Wochenende wieder statt
Gottesdienst in Corona-Zeiten mit großem Abstand und Hygienevorschriften: Die Pfarrgemeinderäte machten am Donnerstag einen Probelauf. Foto: Eva Wiegand
LAMPERTHEIM – So langsam bewegen wir uns wieder ein klein wenig in Richtung Normalität, auch Gottesdienst dürfen unter Einhaltung bestimmter Hygiene- und Abstandsvorschriften wieder stattfinden - so auch in den Gemeinden St. Andreas und Mariä Verkündigung. Die Gottesdienstbesucher müssen sich vorher jedoch unbedingt telefonisch im Pfarrbüro unter 06206/946250 anmelden. „Viele unserer Gottesdienstbesucher gehören der Risikogruppe an. Jeder soll unbedingt auf seine Gesundheit achten“, betonte Pfarrer Christian Rauch und rät den Risiko-Patienten, zuhause im Fernsehen oder online an Gottesdiensten teilzunehmen. Zunächst werden am Samstag, 9. Mai um 17 Uhr, sowie am Sonntag, 10. Mai um 9 und um 11 Uhr, Gottesdienste in Mariä Verkündigung angeboten. „Hier haben wir rund 450 Quadratmeter, deshalb können hier mehr Gottesdienstbesucher teilnehmen als in St. Andreas“, erklärte Pfarrer Christian Rauch - maximal 45 sind es. Außerdem sei auch die Einbahnstraßenregelung in Mariä Verkündigung besser umzusetzen. Nach dem Gottesdienst verlassen die Besucher bankweise die Kirche an den Seiteneingängen. Dann erledigt das Desinfektionsteam seine Arbeit. Weitere Gottesdiensttermine geben die Gemeinden noch bekannt, da die Organisatoren mit den neuen Regeln erst Erfahrungen sammeln müssen.
Am Donnerstagabend fanden sich deshalb die Pfarrgemeinderäte zum Probegottesdienst mit Pfarrer Christian Rauch in Mariä Verkündigung ein, „Learning by Doing“ lautete das Motto. Schließlich wollen die Gemeindemitglieder an diesem Wochenende bei den ersten Gottesdiensten, gleich alles richtig machen. Während Björn Burwitz vom Pfarrgemeindeart St. Andreas noch den Handspender mit Desinfektionsmittel am Eingang aufstellt, erklärt der Pfarrer bereits die Abstandsregeln: Am Eingang der Kirche sind die Sicherheitsabstände farblich markiert, einzeln werden die Gottesdienstbesucher zukünftig von einem Ordnungsteam empfangen. „Unser Ordnungsteam besteht aus drei Personen. Einer empfängt die Gottesdienstbesucher am Eingang, fragt, ob sie gesund sind und fordert zum Desinfizieren der Hände auf. Der Zweite hakt die Liste ab“, erklärt Rauch. In der Kirche selbst wartet bereits die dritte Person und führt die Gottesdienstbesucher auf ihre Plätze. Die Besucher sitzen mit einem Abstand von zwei Metern weit auseinander. Mund-/Nasenschutz soll beim Betreten und Verlassen der Kirche getragen werden. Während des Gottesdienstes steht es den Besuchern frei, ob sie den Mund-/Nasenschutz aufbehalten wollen. Damit sich die Gottesdienstbesucher während des Gottesdienstes nicht in der Kirche bewegen müssen, ist die Kommunion bereits auf weißen Servietten vor den Bänken angerichtet. Auch die Gesangbücher werden den Gottesdienstbesuchern gebracht. Gesungen wird allerdings nicht, die liturgischen Teile werden gesprochen. Die Gottesdienste dauern 45 Minuten, daran will sich Pfarrer Rauch genau halten. Sein Gefühl ist zwiespältig: „Es ist gut, dass wir etwas anbieten. Allerdings fühlt man sich vielleicht auch etwas beklommen“, so der Pfarrer, der eine gewisse Sorge verspürt, dass auf die Dauer der Kirchgang darunter bröckelt und befürchtet, dass viele Gemeindemitglieder erst gar nicht mehr kommen. Schließlich sei eben vieles nicht mehr, wie zuvor. „Jedenfalls sind wir jetzt fit für die - hoffentlich - nur nächsten paar Wochen“, so der Pfarrer. Eva Wiegand