SENIOREN: Caritas Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth erhält Tovertafel von Dietmar Hopp Stiftung
Greifbares Glück
Mit dem Tovertavel werden interaktive Bilder auf Boden oder Tisch projiziert. Foto: www.tover.care
BÜRSTADT – Das Caritas Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth freut sich über ein Tovertafel-Paket der Dietmar Hopp Stiftung. Das Heim ist eine von zehn Einrichtungen, die in der zweiten Vergaberunde der aktuellen Förderaktion „Greifbares Glück – Menschen mit Demenz spielerisch aktivieren“ ausgewählt wurden.
Der Begriff Tovertafel kommt aus dem Niederländischen und bedeutet Zaubertisch. Dahinter verbirgt sich eine innovative Pflegetechnologie, die einfach einzusetzen ist: Eine Art Beamer wird mit einem Click-System an der Decke befestigt und projiziert Animationen auf einen Tisch oder den Fußboden. Die in verschiedenen Spielen übertragenen Bilder reagieren auf kleinste Bewegungen, sodass zum Beispiel Bälle hin und her gespielt werden, Laub zusammengeschoben oder ein Puzzle gelegt wird. Einige der Spiele beinhalten auch akustische Elemente, etwa kann durch die Berührung von Noten eine eigene Melodie entstehen. Das Miteinander der dementen Menschen mit Pflegepersonen, Familienangehörigen und anderen Seniorinnen und Senioren sorgt für Spaß, Freude und Kommunikation. Die Spiele rufen spontane Bewegungen und Gesten hervor und aktivieren kognitive Fähigkeiten.
Das Caritas Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth hatte sich im Herbst 2021 um eines von insgesamt 100 Tovertafel-Paketen beworben, die die Dietmar Hopp Stiftung im Rahmen der Förderaktion an gemeinnützige Einrichtungen in der Metropolregion Rhein-Neckar spendet. „Die Tovertafel ergänzt unser Betreuungsangebot ganz hervorragend“; freut sich der Heimleiter Benedict Pretnar. „Sie unterstützt die Hand-Augenkoordination und ist damit ein wichtiges kognitives Training, das sogar noch Spaß bringt“:
„Wir leisten mit unserer Förderaktion einen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität hochbetagter Menschen, die aktuell unter anderem durch die soziale Isolation besonders unter der Pandemie leiden“, betont Stiftungsleiterin Heike Bauer. Gerade wenn Kontakte untereinander nur eingeschränkt möglich sind, können Tovertafeln in Einrichtungen für Menschen mit Demenz spielerisch einen Beitrag zum gemeinschaftlichen Leben leisten. Aber auch unabhängig von der derzeitigen Pandemie können Tovertafeln dazu beitragen, die Spirale aus Apathie und einer fortschreitenden Demenz zu durchbrechen: Spielen fördert die Gehirnleistung. Besonders für ältere Menschen mit Demenz ist es daher sinnvoll, in eine spielerische Erlebniswelt einzutauchen.
Der Begriff Tovertafel kommt aus dem Niederländischen und heißt „Zaubertisch“. Es handelt sich dabei um eine Art Beamer, der Spiele auf einen Tisch projiziert und mit Farben, Klängen und Bewegung Sinne und Motorik der an Demenz erkrankten Menschen anregt. Neben dem Gerät selbst gehören auch Installation und Inbetriebnahme sowie der Zugang zu einer Lernplattform und die unbegrenzte Nutzung einer Anzahl an Spielen zur Spende der Dietmar Hopp Stiftung.
Die Dietmar Hopp Stiftung vergibt noch bis September 2022 jeden Monat zehn Tovertafel-Pakete im Gesamtwert von insgesamt rund 1,3 Millionen Euro an Einrichtungen, die in der Metropolregion Rhein-Neckar Menschen mit Demenz betreuen und begleiten. Weitere Informationen unter www.greifbares-glueck.de. zg