48. Schüleraustausch mit Ermont – 27 junge Französinnen und Franzosen zu Besuch
Große Freude und ein tolles Programm
Mit ihren Grußworten in deutscher Sprache bewiesen die beiden Austauschschüler Humor, der mit Applaus und herzhaftem Lachen belohnt wurde. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Auf der langen Strecke von Ermont nach Lampertheim war schließlich ein Stau bei Ludwigshafen daran schuld, dass sich der Empfang für die 27 Jugendlichen und ihre Lehrerinnen um eine dreiviertel Stunde verzögerte. Im Sitzungssaal des Stadthauses warteten Bürgermeister Gottfried Störmer und Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass, am Alten Rathaus mit Blick auf die Römerstraße Richtung B 44 hielten genauso viele deutsche Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern und Lehrkräften Ausschau nach den Gästen, um dann gemeinsam ins Stadthaus zum Empfang der Stadt Lampertheim zu gehen. Wunderschönes Frühlingswetter und blühende Kastanienbäume waren der äußere Rahmen bei der Ankunft am frühen Dienstagabend. Die Austauschschülerinnen und Schüler der 8. Klassen des Lessing-Gymnasiums (LGL) und der Alfred-Delp-Schule hatten sich zwar geschrieben und kannten sich von Fotos und über Facebook, aber nun trafen sie sich zum ersten Mal von Angesicht zu Angesicht. „Wir sind sehr aufgeregt“, erzählten Lea, Vanessa und Jessica beim Warten und wirkten dennoch sehr gelassen und fröhlich. Ja, ihre Freude ist groß, sagten die drei 14-jährigen LGL-Schülerinnen, die in unterschiedlichen 8. Klassen sind, aber gemeinsam den Französisch-Kurs besuchen. Über die Sprachverständigung machen sie sich keine besonderen Gedanken, das werde schon klappen. Jessica hatte als einzige unter den Austauschschülerinnen einen Jungen aus Ermont zu Gast, das ist ungewöhnlich, aber sie hatte sich dazu bereit erklärt, sonst wäre kein Austausch zustande gekommen. Marc, Pascal und Andy besuchen die Alfred-Delp-Schule.
Endlich war es soweit – der Bus mit den französischen Gästen wurde freudig begrüßt. Foto: Hannelore Nowacki
Die Wartezeit nutzten die Freunde zur Unterhaltung. Haben sie schon Pläne, was sie mit ihren französischen Gästen am freien Wochenende mit der Familie unternehmen? Marc will schauen, was Marlon will. Auch Andy will abwarten, was Baptiste will, hat aber den Holiday Park und die Laserspielhalle in Worms im Sinn. Matthis, der bei Pascal und seiner Familie zu Besuch ist, darf sich auf den Besuch im Holiday Park freuen. Nach der Abschlussfeier am Vortag reisen die französischen Austauschschüler am 13. Mai wieder nach Ermont zurück. Zum abwechslungsreichen Programm gehört eine Stadtrallye, eine Fahrt nach Mainz mit Besuch des Gutenberg Museums und betreutes Kanufahren auf dem Altrhein. Der Tagesausflug nach Heidelberg ist eine gemeinsame Unternehmung mit den deutschen Mitschülern. An drei Tagen lernen die französischen Gäste den Unterricht kennen. Ermont, das nordwestlich nahe Paris liegt, ist Lampertheimer Partnerstadt und zum 48. Mal am Schüleraustausch beteiligt. Zum Empfang hatte die Stadtverwaltung die Vorstände des Gesamtpartnerschaftskomitees und des Partnerschaftskomitees „Ermont“ eingeladen. Ganze zehn Tage dürfen die deutschen Austauschschüler nach Frankreich – in der Zeit vom 19. bis 29. Mai erleben sie Paris und Versailles, wie LGL-Französisch- und Geschichtslehrerin Monika Hebbeker im Gespräch mit dem TIP erzählte. Seit 2003 leitet sie den Austausch, unterstützt von den verantwortlichen Kolleginnen Rita Huba-Sochiera und Cornelia Wartenpfuhl von der Alfred-Delp-Schule. Bürgermeister Störmer gab in seinem Grußwort einen Rückblick auf die Entwicklung des europäischen Gedankens und das wirtschaftliche Zusammenwachsen von der Montanunion bis zur EU und wünschte den Besuchern eine ereignisreiche Woche. In der Mappe mit Lampertheimer Schild fanden die Besucher einen Stadtplan, das Programm, eine Freikarte für das Schwimmbad sowie wichtige Adressen und Telefonnummern. Die französischen Lehrerinnen erhielten ein Weinpräsent. Hannelore Nowacki