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  • Fr., 14. November 2025, 09:00 Uhr
    MARTINSFEIER: Pferdehof Palm feierte gemeinsam mit Kindergarten Mariä Verkündigung Sankt Martin

    Großer Laternen-Martinsumzug durch die Gärten

    Vor dem großen Martinsumzug und zum Feiern danach versammelten sich die Kinder und Familien auf dem Pferdehof Palm.
    Foto: Hannelore Nowacki

    LAMPERTHEIM – Auf dem Therapiepferdehof Palm in den Gärten am Ende der Sauerngasse mitten in der schönen Lampertheimer Natur wurde am Montag gemeinsam mit dem Kindergarten Mariä Verkündigung Sankt Martin gefeiert. Uta Palm, Diplom Reitpädagogin für Psychomotorik und Motopädagogik, freute sich auf dieses Ereignis, nachdem der Pferdehof vor einem Jahr mit den Hofkindern gefeiert hatte und nun zum ersten Mal der Kindergarten Mariä Verkündigung zum großen Martinsumzug kam. Die Initiative kam von Elternbeiratsmitglied Ronnie Gutschalk – anstatt wie sonst in beleuchteten Straßen mit Autoverkehr zu laufen, war die Idee: Viel schöner wäre es, wenn die Laternen in echter Dunkelheit leuchten, die Kinder ohne Verkehrslärm und Absperrungen laufen. Ein Experiment, wie er sagte. Alle 75 Kinder von Mariä Verkündigung und ihre Familien waren eingeladen. „Die Location ist traumhaft“, schwärmte  Kindergartenleiterin Marion Hipp. Frühzeitig in der Abenddämmerung hatte der Elternbeirat mit dem Zeltaufbau für die Bewirtung begonnen, denn bald wurde es dunkel und immer mehr Kinder mit ihren Eltern und Familien trafen ein. Die Einnahmen kommen Projekten im Kindergarten zugute.

    Schon vor dem großen Laternenumzug in der Dunkelheit entlang der Gärten und Wiesen, erst recht dann danach war der Appetit auf heiße Wurst mit Brötchen und Kuchen groß, heißer Orangensaft und Glühwein waren begehrt. Unzählige schöne Laternen waren zu bewundern, viele selbst gebastelt, die beim Umzug in der faszinierenden Dunkelheit weithin erstrahlten. Vor dem ganz großen Trubel auf dem Hof trabten die Therapiepferde fröhlich zu ihren Schlafplätzen im Stall, während Therapiepferd Pablo gemeinsam mit Hanna Bartels als Sankt Martin mit weitem roten Umhang auf den großen Auftritt wartete. Pablo ist ein liebes spanisches Pferd mit getupftem Fell, das sich vom Trubel nicht aus der Ruhe bringen lässt. Mit Hanna Bartels auf dem Rücken, sie bietet pferdegestütztes Coaching an, führte Pablo als Martinspferd den Umzug an. Textblätter zum Mitsingen der Laternen- und Martinslieder wurden verteilt und Gabi Noe-Müller von der Musikschule begleitete mit ihrer Gitarre auch den Umzug. „Wie die Blumen im Garten, blühn Laternen aller Arten“ heißt es im Lied von Lieselotte Holzmeister. Auf dem Programm stand zunächst die Martinsgeschichte, die Kindergartenleiterin Marion Hipp vorlas. Martin hatte zur Zeit der alten Römer seinen Mantel geteilt, um einem Bettler in der Kälte zu helfen. Daher sei der Martinstag der Tag der Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft. Im Kindergarten sei die Geschichte zuvor schon gelesen und gespielt worden. Sehr aufmerksam und neugierig verfolgten die vier Therapieziegen das Geschehen von ihrem Gatter aus und als der Martinsumzug an ihren vorbeizog stellten sie sich munter meckernd auf.

    Die niedlichen Zwergziegen sind ideale Begleiter für die Therapie, die Traumapädagogin Alisa Noack anbietet. In den besinnlichen Pausen während des Martinsumzuges stimmte Reittherapeutin Ursula Egner-Illius mit Noe-Müllers musikalischer Begleitung Lieder zum Mitsingen an. Zeigte sich der Himmel zu Beginn des Umzugs noch leicht orange schimmernd, so wurde es später dunkel. Hier und da kamen die beleuchteten Türme der Domkirche in den Blick. Im Gespräch mit dem TiP erklärte Uta Palm, dass therapeutisches Reiten ist eine Behandlungsmethode sei, die das ganzheitliche Wohlbefinden verbessert, emotionale, körperliche und soziale Ebenen anspricht  und für Kinder und Personen mit Behinderungen, sozialen oder schulischen Problemen oder Traumata geeignet ist. „Auf dem Rücken des Pferdes sieht die Welt ganz anders aus. Mit einem vierbeinigen Begleiter fühlt man sich manchmal stärker!“

    Hannelore Nowacki

     

     

     

     

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