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  • Di., 25. April 2017, 09:50 Uhr
    Bibliser Matthias Wetzel siegt – Denis Kühn erfolgreichster Lampertheimer

    Großes April-Turnier beim Reit- und Fahrverein mit 670 Nennungen



    Denis Kühn vom Reit- und Fahrverein 1932 Lampertheim bei seinem Ritt durch den Stangenwald in der Klasse M mit Stern. Foto: Hannelore NowackiLAMPERTHEIM – Was für ein Glück für den Lampertheimer Reit- und Fahrverein – das Wetter beim April-Turnier zeigte sich am Samstag mit ein paar Regentropfen noch nicht von seiner allerbesten Seite, doch am Sonntag drehte die Sonne richtig auf und bescherte den Zuschauern und Springreitern einen prächtigen, wenn auch kühlen Turniertag. Auf dieses Geschenk des Himmels wartete der Verein in den vergangenen Jahren häufiger vergeblich. Matsch auf dem Spring- und Abreiteplatz waren dann die abschreckende Folge, doch an diesem Wochenende musste in der Frühe sogar bewässert werden, eine Aufgabe, der sich die Erste Vereinsvorsitzende Christa Mrotzek gerne annahm. Zahlreiche Helfer waren im Einsatz, um die zahlreichen Zuschauer auch kulinarisch unter anderem mit Kochkäse-Schnitzel und Spargelpfannkuchen zu begeistern. Die Zuschauerbänke am Springplatz füllten sich und auch die Stehplätze waren gefragt. Die Turnierleitung hatten die Erste Vorsitzende und die Zweite Vorsitzende Cora Wunder, die in der Halle die Dressur-Prüfungen ansagte. Die Dressur hatte außergewöhnlich hohe Anmeldezahlen zu verzeichnen, weshalb die Organisatoren die Anmeldungen bereits im Vorfeld schließen mussten, um die zeitlichen Kapazitäten an den beiden Turniertagen nicht zu überschreiten. Mit 46 Nennungen war beispielsweise die Dressurprüfung der Klasse L mit Stern  am Samstag sehr gut belegt, ebenso die Dressurprüfung der Klasse M mit Stern am Sonntag, die bis in den späten Nachmittag dauerte. Diese außerordentlich gute Resonanz ließ bei Christa Mrotzek Überlegungen aufkeimen, zukünftig mal ein Dressur-Turnier zu veranstalten. Die Bodenverhältnisse für die Springreiter sind nach wie vor nicht optimal, eine Sanierung wäre nötig, aber finanziell zurzeit nicht zu stimmen, bedauerte Mrozek. Deshalb wurden für das April-Turnier Spring- und Dressurprüfungen nur bis zur Klasse M ausgeschrieben, die immerhin die zweithöchste Kategorie der Reiter ist. Sehr zufrieden sind die beiden Vorsitzenden mit den Favoriten ihres Vereins, die gute Ergebnisse erzielten - erfolgreichster Lampertheimer Reiter war Denis Kühn, gefolgt von seinem Bruder Jan Kühn. Bei der Glücksspringerprüfung der Klasse M mit Stern am Samstag erzielte Denis Kühn auf Call Boy mit 65,70 Sekunden Platz 1, für seinen Bruder Jan Kühn auf Voice of Memory reichte es mit 64,48 Sekunden immerhin für Platz 4.  Höhepunkt des April-Turniers war die Springprüfung der Klasse M mit Stern und Siegerrunde am Sonntagnachmittag, bei dem Matthias Wetzel  vom RFV Biblis e.V. auf  Codigo 2 fehlerfrei mit  rasanten  39.95 Sekunden durch den Stangenwald rauschte. Denis Kühn hatte im Springen zuvor am Wassergraben eine Stange gerissen und sich damit um einen Platz in der Siegerrunde gebracht. Auch Bettina Weiland vom Reit- und Fahrverein Biblis erreichte die Siegerrunde nicht, wenngleich sie eine beeindruckende Leistung zeigte, die ihr ein Lob von Ansager Volker Wurzbacher einbrachte, der ihr über Lautsprecher zurief: „Bettina, du bist ein Phänomen“. In ausgelassener Stimmung ritten die Sieger zum Turnierabschluss um den Springplatz. Wurzbacher, der die Zuschauer in seinen Ansagen über interessante Details informierte, legte zu den jeweiligen Ergebnissen die passende Musik auf, zum Schluss erklang passenderweise „So sehen Sieger aus“. Sein Fazit: „Es war ein tolles Wochenende“. Damit traf er auch die Einschätzung der beiden Vorsitzenden. Allerdings hatte es am Samstagnachmittag einen Springunfall gegeben, über den Wurzbacher die Zuschauer am Sonntag informierte. Die junge Reiterin war aus unbekannter Ursache mit dem Kopf auf eine Stange gestürzt und in eine Ludwigshafener Klinik gebracht worden. Wie Vereinsvorsitzende Mrotzek im Gespräch mit dem TIP mitteilte, werde die junge Reiterin glücklicherweise keine bleibenden Schäden davontragen. Hannelore Nowacki

     
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