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    10. SPARGELWANDERUNG: Beim Großereignis waren 35.000 Besucher zwischen Feldern und 24 Stationen unterwegs  

    Grüner Teppich für die Gäste ausgerollt 

    Schranke hoch für grenzenloses Vergnügen – Bürgermeister Gottfried Störmer und Bürgermeisterin Barbara Schader trafen sich mit Landrat Christian Engelhardt, Familienministerin Diana Stolz und weiteren Gästen am Schlagbaum. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT/LAMPERTHEIM –  Ein Volksfest war es wieder – ein Fest für jedes Alter und alle Sinne, mit der Möglichkeit sich auf einer Strecke von 4,4 Kilometern zwischen Bürstadt und Lampertheim zu bewegen und einen Blick auf die Felder zu werfen, auf denen der Spargel meistens unter Schutzfolien wächst, auf Erdbeeren und Kräuteranbauflächen. Rechts und links der Feldwege waren die zahlreichen Attraktionen verteilt, die anzusteuern sich aus vielen Gründen lohnte. Nach dem Besucherrekord vor einem Jahr bei sonnigem Sommerwetter mitten im Frühling war auch die 10.Spargelwanderung am Sonntag ein Großereignis mit kaum weniger Besuchern – in ihrem vorläufigen Fazit gab die beiden Stadtverwaltungen kurz vor Ende der Veranstaltung bereits eine vorläufige Einschätzung bekannt. Die Veranstaltung sei in der Region absolut etabliert, stellen die Bürstädter Bürgermeisterin Barbara Schader und der Lampertheimer Bürgermeister Gottfried Störmer fest. Erfreulich auch die ausgelassene und stets friedliche Atmosphäre, für die die 35.000 Gäste gesorgt hätten. Ideales Wanderwetter bei milden Temperaturen, gefühlt mehr Wolken als Sonne, verwöhnte die Menschen aus nah und fern. Auf sandigen Böden gedeihen Spargel und Kräuter bestens, aber der Wind hat leichtes Spiel, wie ein paar Windböen zeigten, die auch Schutzfolien im Wellengang anhoben. An der sonst unsichtbaren Grenze hielt ein starkes Team des Bürstädter Karnevalvereins „Sackschdoahogger“ Wache und kassierte für Buttons mit Herkunftsaufdruck in den hiesigen Dialekten eine Spende zugunsten von Mukoviszidose-Kranken. Der rot-weiße Schlagbaum konnte jedoch einfach umgangen werden. Hier war nach dem ökumenischen Gottesdienst morgens im Hesse-Hof gegenüber der St.-Wendelinus-Kapelle der vereinbarte Treffpunkt der Lampertheimer mit der Bürstädter Seite, vertreten durch Bürgermeisterin und Bürgermeister im Tross mit den offiziell geladenen Gästen und Sponsoren. 

    Wandern so weit die Füße tragen – auf 4,4 Kilometern zwischen Bürstadt und Lampertheim waren 24 Stationen mit vielfältigen Angeboten zu entdecken. Foto: Hannelore Nowacki


    Lob vom Schirmherrn und der Familienministerin

    Die Spargelwanderung wurde von der hessischen Familienministerin Diana Stolz eröffnet, ehemals Erste Kreisbeigeordnete im Kreis Bergstraße. Sie sieht den Spargel vereint mit Lebensfreude bei einem tollen Fest für Jung und Alt. Als erneuter Schirmherr der Veranstaltung fand Landrat Christian Engelhardt lobende Worte für die Spargelwanderung als Feier für die Landwirtschaft und ihre Produkte und als Ausdruck von Gemeinschaft der Bürger im Herzen des Rieds. Bürgermeister Störmer und Bürgermeisterin Schader dankten dem Team beider Städte und den beiden Bauhöfen für ihren Einsatz sowie den Sponsoren, insbesondere dem Hauptsponsor GGEW, vertreten durch Vorstand Carsten Hoffmann. Das Motto der Spargelwanderung „Spargel-Wein-Kultur“ wurde von den teilnehmenden Landwirten und Standbetreibern in beeindruckender Vielfalt umgesetzt – dafür dankten ihnen die beiden Stadtoberhäupter. Majestätischer Glanz auf der Hauptbühne kam von den regionalen Hoheiten, unter ihnen Spargelkönigin Ayleen I. und die Bürstädter Sonnenbotschafterin Charlotte I. 

    Spielparadies beim Spielmobil auf weichem Rasen. Foto: Hannelore Nowacki


    Unterhaltung und Genuss auf 4,4 Kilometern

    An 24 Stationen bot sich eine kreative Vielfalt an Möglichkeiten zum Genuss für jedes Alter an – kulinarisch, musikalisch, informativ und spielerisch. Auf der Hauptbühne zündete  „Second Chance“ erste Stimmungsmacher, nach den Eröffnungs-Reden unterhielten die Musiker des MIL-Walking Acts das Publikum, gefolgt von der Band Autark. Bernd „Schepper“ Schäfer begeisterte wie auch letztes Jahr die zahlreichen Zuschauer mit dem Lied „Spargel wie diesen gibt es nur in Bäschdadd und Lampertheim“ zur bekannten Melodie der „Toten Hosen“. Die Technischen Betriebsdienste informierten mit Musterbepflanzungen über die pflegeleichte Gestaltung von Dach und Vorgarten. An der Bagger-Fotostation ließ sich Spargelkönigin Ayleen I. im Bagger ablichten. Auf weitläufigen Rasenflächen, die als grüner weicher Rollrasen-Teppich zum Verweilen einluden, hatten Kinder ihren Spaß beim Ballspielen und Radschlagen, breiteten Besucher ihre Picknickdecken aus. Auf Bürstädter Gemarkung zog Barbara Bolls Band Bollwerk das Publikum in ihren Bann. Der Spargel, das weiße Gold des Rieds, war in vielen Variationen als warmes Spargelgericht und Spargelsalat erhältlich, ebenso reichhaltig war das sonstige Genuss-Angebot. Eine Hauptrolle im süßen Bereich spielten die frisch geernteten Erdbeeren. An der St.-Wendelinus-Kapelle war ökumenisches Vergnügen angesagt: Die Kinder bastelten Autos, der Kraftstoff Frodol kam als Schokolinsen aus der Tanksäule. Erwachsene waren zu Gesprächen und Besuch der Kapelle eingeladen. Ein kleines Abenteuer für Kinder war das Probesitzen auf einem tuckernden Oldtimer-Traktor des Bürstädter Bulldogclubs. Auf Lampertheimer Gemarkung war Spaß und Spiel für Kinder geboten – beim Spielmobil der Stadtjugendförderung und beim Jugendbeirat. Die THW-Jugend wies interessierte Kinder im Deichbau mit Sandsäckchen ein und bei der Jugendfeuerwehr war Feuer auf dem Dach des Brandhauses zu löschen. Die Rettungsdienste von DRK und DLRG waren stationär mit Fahrzeugen vor Ort und zu Fuß unterwegs. Besondere Vorkommnisse gab es laut Stadtverwaltung nicht. Die kostenlosen Shuttle-Busse holten die Spargelwanderer von den ausgewiesenen Parkplätzen und den beiden Bahnhöfen ab und fuhren wie wieder hin. Unzählige Fahrräder waren am AZ-Vogelpark und anderen Stellen abgestellt. Sicher über die stark befahrene Straße kamen die Besucherscharen dank der mobilen Ampel. 

    Hannelore Nowacki

    Bollwerk zeigte sich als Garant für gute Stimmung unter den Besuchern. Foto: Hannelore Nowacki


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