Volles Haus beim Neujahrsempfang von Seniorenbeirat und Seniorenbegegnungsstätte „Alte Schule“
Gut gelaunt ins Jubiläumsjahr
Beim Neujahrsempfang von Seniorenbeirat und Seniorenbegegnungsstätte stand die fröhliche Geselligkeit im Mittelpunkt, ein wenig Besinnlichkeit und der kulinarische Genuss rundeten den Nachmittag ab. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Das Glück als Hoffnung und Wunsch zeigt sich besonders gerne zum Jahresbeginn in Form von Glücksschweinchen, Kleeblättern, Glückskäfern und Glückspilzen. Damit von allem reichlich vorhanden war, hatte die Kreativgruppe der Seniorenbegegnungsstätte „Alte Schule“ die Tische für den Neujahrsempfang am Dienstagnachmittag hübsch mit frischen, Schornsteinfeger bewehrten Kleetöpfchen, blühenden Frühlingsboten und vielen weiteren Glückssymbolen dekoriert. Zum feierlichen Anstoßen auf das neue Jahr füllten die „Blauen Engel“, wie das ehrenamtlich tätige Mitarbeiterteam liebevoll genannt wird, die Gläser nach Wunsch mit Sekt und Saft. Mit funkelnden Wunderkerzen nach Traumschiffart trugen die „Blauen Engel“ später die kalten Platten mit allerlei Köstlichkeiten für das große Büffet auf. Schon am Vortag und seit dem Morgen hatten die fleißigen „Blauen Engel“ die Schnittchen und Brötchen üppig belegt und dekoriert und auch die appetitlichen Käse-Igel gesteckt. Zur musikalischen Einstimmung auf den vergnüglichen Nachmittag spielten Doris Berg und Hannelore Goerz auf ihren akustischen Gitarren die Melodie von Beethovens „Ode an die Freude“, die als Ausdruck von Frieden und Freiheit auch zur Europäischen Hymne wurde. In ihrer Willkommensansprache stellte Gerlinde Hellmuth zunächst einmal erfreut fest „schön, dass die Hütte voll ist“. Die im Dezember neu gewählte Vorsitzende des Seniorenbeirats dankte ihrem Amtsvorgänger Heinz-Dieter Schäfer für 10 Jahre Arbeit im Seniorenbeirat, gefolgt von kräftigem Beifall. Schäfer ist in die zweite Reihe getreten und nun stellvertretender Vorsitzender. Unter den Gästen begrüßte sie namentlich Bürgermeister Gottfried Störmer, Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass, den Ersten Stadtrat Jens Klingler sowie den Fachbereichsleiter für Familie und Soziales Bernd Ranko und schloss in ihre Danksagung neben den Stadtoberen auch die Mitarbeiter der Verwaltung ein, die wie Stephanie Rapp und Marianne Lange die tägliche Arbeit der Seniorenbegegnungsstätte unterstützen. Vor 10 Jahren wurde die Seniorenbegegnungsstätte als offizielle Einrichtung der Stadt Lampertheim ins Leben gerufen, darauf wies Hellmuth hin und erinnerte zugleich an den alljährlich zum Neujahrsempfang an den jeweiligen Bürgermeister gerichteten Wunsch „wir brauchen einen Anbau“, der angesichts der „vollen Hütte“ auch in diesem Jahr verständlich gewesen wäre. „Probieren Sie es weiter“, warf Bürgermeister Störmer ermunternd ein. Für das große Jubiläumshoffest am 31. Mai wandte sich die Seniorenbeiratsvorsitzende mit dem Wunsch an die Gäste, die guten Kontakte zu Petrus für das ideale Hoffestwetter ohne Regen und Wind zu intensivieren. Das neue Jahr wurde gemeinsam singend mit Gitarrenbegleitung begrüßt. Im Lied, das auf Textblättern auslag, hieß es „von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag“ und passend zum fröhlichen Beisammensein in der „Alten Schule“ in der zweiten Strophe: „Wir freuen uns schon auf die nächste Woche, wenn wir uns dabei fröhlich wiedersehen“. Am Schluss dann der besinnliche Ausklang: „Wir sollten einfach jeden Tag genießen, denn unsere Zeit ist leider nur geborgt“. Bürgermeister Störmer knüpfte in seiner Ansprache an die „Ode an der Freude“ an, die auch für den europäischen Gedanken stehe und zeigte sich hoffnungsvoll, dass Probleme gemeinsam zu stemmen seien, dass es ein freundliches Miteinander gebe und dass es so weitergehe.
Die „Blauen Engel“ bewiesen beim kalten Büffet wie schon in den vergangenen Jahren eine glückliche Hand. Foto: Hannelore Nowacki
Zum Thema „wir brauchen etwas Größeres“ wollte Störmer jedoch nichts versprechen, entscheidend sei, dass man sich treffe und den Kontakt pflege. Allerdings wolle er die Sache mit der Vergrößerung positiv in seinem Herzen bewegen, meinte Störmer – und erntete damit herzhaftes Lachen. Zufriedenheit wünschte Bürgermeister Störmer der heiteren Runde, das sei „das Wichtigste, damit macht man sich das Leben leichter“. Stadtverordnetenvorsteherin Stass wünschte den Senioren auch im Namen des Ersten Stadtrats Klingler Gesundheit und stellte fest: „Ich sehe, sie sind alle zufrieden und strahlen“. Auch könne man zufrieden sein, was in Lampertheim geboten werde. Seniorenbeiratsvorsitzende Hellmuth wies auf das vielfältige Engagement in der Seniorenbegegnungsstätte hin. Die Spielenachmittage betreut Jara Heuser, die Bingonachmittage und das Volksliedersingen moderiert Evelyne Hein. In der Kreativgruppe wirken Inge Netscher und Bianca Klingler, die nach dem ersten Ansturm auf das Büffet Gedichte vortrugen. Viermal im Jahr gestaltet die Film- und Fotogruppe einen unterhaltsamen Filmnachmittag. Die nächste große Feier ist Fasching mit Kostümierung und Programm am 2. Februar. Hannelore Nowacki