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  • Do., 07. Dezember 2023, 20:07 Uhr
    WEIHNACHTSMARKT: Erfolgreiche Mischung aus Kunsthandwerk und Bewirtung durch Vereine

    Gut getrunken, gegessen und Spaß gehabt

    Der Bibliser Weihnachtsmann Wolfgang Georgi geht nach 15 Jahren Einsatz beim Weihnachtsmarkt in den Ruhestand. Foto: Hannelore Nowacki


    BIBLIS – Auf den Bibliser Weihnachtsmarkt ist Verlass – auch dieses Jahr am ersten Adventswochenende wurde an den Ständen an und im Rathaus Kunsthandwerk und Handarbeit in großer Vielfalt und feinster Qualität angeboten. Ideal für eine Entdeckertour für Schönes und Nützliches und eine Inspiration für Geschenke in vielen erschwinglichen Preislagen. Kreatives aus Holz, Glas, Papier, Metall und sonstigen Materialien in kunstvoller Verwandlung erwartete die Besucher. Um Essen und Trinken kümmerten sich in der gewohnten Qualität die örtlichen Vereine, Kitas und die Feuerwehr, ein gerne angenommenes Angebot, wie die Warteschlangen an den Ständen und der Andrang an den Stehtischen auf dem Platz hinter dem Rathaus zeigten. Gegrillter Schafskäse, Chili con carne, Kartoffelpuffer, Waffeln und mehr entfalteten ihre Anziehungskraft. Am Abend sorgte die Magie des Lichts für die besondere vorweihnachtliche Stimmung, Lichter überall und zwei prächtige Weihnachtsbäume – einer mitten auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus mit den hübsch dekorierten Holzbuden, der sonst als Parkplatz dient, und ein großer Baum am angestammten Platz vor dem Alten Rathaus.

    Abschied und Ruhestand

    Erwartungsvoll versammelten sich hier an den beiden Abenden Eltern und Kinder, denn der Weihnachtsmann war angekündigt. Bürgermeister Volker Scheib schloss das Rathaus auf, damit der Weihnachtsmann von hier aus an die Arbeit gehen konnte, an seiner Seite Engel Carmen Helbig. Ein Lied wünschte sich der Weihnachtsmann von den Kindern, die ihm schließlich mit der „Weihnachtsbäckerei“ eine Freude bereiten konnten. Nach 15 Dienstjahren als Nikolaus auf dem Weihnachtsmarkt, also von Anfang an, verabschiedet sich Wolfgang Georgi in den Ruhestand. Viele Bibliser werden ihn vermissen. Über 50 Aussteller hatte Hauptorganisator Reiner Wilhelm gewinnen können, dabei wieder altbekannte und neue Teilnehmer. Die Feinarbeit, die Katharina Kern und ihre Kollegin beim Klöppeln vorführten, faszinierte viele Besucher, die einen Rundgang durch den Sitzungssaal machten. Bei dieser Spitzenkunst ist Geduld gefragt, die aber am Ende belohnt wird, wenn wieder ein Kunstwerk vollendet ist, wie eine zweidimensionale Weltansicht oder filigrane Bilder nach Art von Hundertwasser. Aus einer Strickmütze wird mit Klöppelverzierung etwas Besonderes.

    Kunsthandwerk zum Zuschauen auch im Rathausfoyer – hier hatte der Drechsler eine Holzrolle eingespannt, die Späne flogen ihn an, gespannt verfolgten Zuschauer die rasante Kunst. Rosemarie Wagner sägt ihre kreativen Holzarbeiten zuhause in Form, ihre schönen Tannenbäume mit LED-Lichtern und Sternen haben den Vorzug der langen Haltbarkeit mit der Möglichkeit sich immer wieder daran zu erfreuen. Für die elektrische Verkabelung ist ihr Mann zuständig. Nach vielen Jahren in Biblis auf dem Weihnachtsmarkt wollen sie altersbedingt in den Ruhestand gehen und auch sonst nicht mehr an Ausstellungen teilnehmen. In Biblis, das hat ihnen gut gefallen, könne man seine Sachen gut ausladen, woanders sei es beschwerlich, meist müsse man alles weit schleppen.

    Hannelore Nowacki

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