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  • Do., 19. Oktober 2017, 13:58 Uhr
    Schießsport mit Spaß – Einladung des Schützenvereins Hubertus an Vereine, Gruppen und Einzelpersonen

    „Gut Schuss“ bei der „Lampertheimer Schießwoche“

    „Gut Schuss“ - Spargelkönigin Nadine II. zeigte charmante Treffsicherheit beim „Kleinkaliber-Preisschießen“. Foto: Hannelore Nowacki

    LAMPERTHEIM – Kaum hatte der Schützenverein Hubertus die 37. „Lampertheimer Schießwoche 2017“ am Mittwochabend eröffnet, strömten die Besucher zu den Schießständen auf dem Vereinsgelände in der Rosenaustraße 20. Kein lautes Krachen ist zu hören, die Schüsse bahnen sich erstaunlich leise ihren Weg zu den Scheiben. Eingeladen sind alle Vereine, die nicht selbst den Schießsport betreiben, interessierte Gruppen und Einzelpersonen. Der Spaß an der möglichen Treffsicherheit steht im Vordergrund, aber es gibt auch einiges zu gewinnen. Wer sich beim „Kleinkaliber-Preisschießen“ auf 50 Meter einen Gewinn erschossen hat, kann den Sachpreis sofort mitnehmen. Sekt, Wein, Säfte und Süßigkeiten stehen zur Auswahl. Braucht man Glück oder Talent? Spargelkönigin Nadine II. jedenfalls verblüffte bereits mit ihrem ersten Schuss die Experten des Vereins. War es vielleicht nur Anfängerglück? Wenig später bewies die charmant strahlende Spargelkönigin in liegender Position auf harter Teppichunterlage hervorragende Treffsicherheit mehrfach in Folge und errang 43 von möglichen 50 Ringen. Und das ohne jemals geübt zu haben. Damit war ihr schon ein Gewinn sicher. Am „Kleinkaliber-Preisschießen“ können alle ab 10 Jahre teilnehmen, die kein aktives Mitglied in einem Schützenverein sind, Jugendliche unter 18 Jahren nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten. Oberschützenmeister und 1. Vorsitzender Bruno Hartmann erläuterte anhand von Plakaten, dass die Schützen zum Training und zu Wettbewerben ihre Spezialkleidung tragen, die sie an den entscheidenden Körperstellen polstert und schützt, alles nach exakter Vorschrift. Sogar der Abstand der Jackenknöpfe sei vorgeschrieben. Großer Andrang auch beim „Luftgewehr-Pokalschießen“ auf zehn Meter. Die Scheibe ist viel kleiner und findet daher auf einem Zehnerstreifen Platz. Nur ein kleiner Punkt markiert die Mitte, auf die es ankommt. Mitglieder des letztjährigen Siegers des Sonderpokals, der Verein der Katholischen Kirchenmusik Lampertheim, gingen am Mittwochabend wieder an den Start. Wer weiß, vielleicht holen sie auch zum vierten Mal den Sonderpokal, der eigentlich ein Wanderpokal ist, beim dritten Sieg jedoch Eigentum wird. Auch den neuen Wanderpokal hat die Stadt Lampertheim gestiftet, der am Sonntag der besten Mannschaft verliehen wird. Bei der Siegerehrung am Sonntagnachmittag etwa ab 16 Uhr erhalten die drei ersten Sieger in den Kategorien Jugend (bis 14 Jahre), Erwachsene und Mannschaften, jeweils für männliche und weibliche Teilnehmer, verschiedene Pokale. An allen Tagen ist für Speisen und Getränke gesorgt – am Sonntag kommt deftige Kartoffelsuppe auf den Tisch. Alles zu moderaten Preisen, wie die Vereinsleitung mitteilte. Wilfried Olbrich, Geschäftsführer des Schützenvereins Hubertus 1923 Lampertheim, erläuterte im Gespräch die Anforderungen, die der Schießsport an die Schützen stellt. Vor allem komme es beim Schießsport auf die Konzentration an, sie werde gefördert und komme den Jugendlichen auch in der Schule zugute. „Es ist ein sehr ruhiger Sport“, erklärte Olbrich, jubelnde Massen gebe es meistens nicht. Nur mit Körperbeherrschung, die man sich durch Konditionstraining erarbeitet, könne man bei Wettkämpfen ganz nach vorne kommen. Die drei Vereinstrainer achten zudem auf die Aufwärmgymnastik. Jonglieren sei für die Koordination von Auge und Finger gut. Höchster Kalorienverbrauch bei Höchstleistung mit vierzig Schuss über mehrere Stunden stehend und freihändig erfordere eine enorme Anstrengung. Der Schützenverein Hubertus als Mitglied im Deutschen Schützenbund (DSB) habe sich dem sportlichen Schießen in olympischen Disziplinen verschrieben und unterliege strengen Vorschriften. Unter den etwa 200 Vereinsmitgliedern sind 60 Aktive. Mit vierzehn Jugendlichen sei die Jugendabteilung die größte im Bezirk. Neben dem Schießsport stehe die interessante Freizeitgestaltung mit Zeltwochenende und Ausflügen auf dem Programm. Hannelore Nowacki


    Information

    Die Schießzeiten bei der „Lampertheimer Schießwoche 2017“ sind von Mittwoch, 18. Oktober bis Freitag, 20. Oktober von 19.30 bis 22 Uhr (kein Schießbetrieb am Samstag). Am Sonntag, 29. Oktober ist von 10 bis 16 Uhr Schießbetrieb und Bewirtung. Anschließend werden bei der Siegerehrung für das „Luftgewehr-Pokalschießen“ die Pokale und der Sonderpokal der Stadt Lampertheim überreicht.

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