Geselliger Nachmittag in der Seniorenbegegnungsstätte Alte Schule gut besucht
Gute Laune und ungebrochenes Interesse
Beifall spendeten die Gäste des geselligen Nachmittags in der Seniorenbegegnungsstätte Alte Schule für die Musikdarbietungen und humorvollen Wortbeiträge. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – „So ein Tag so wunderschön wie heute“, sangen Hans Krall und Andreas Heinrich zur Einstimmung auf den geselligen Nachmittag mit buntem Programm am Dienstag in der Seniorenbegegnungsstätte Alte Schule. Der dynamische 89-Jährige Krall flitzte rhythmisch mit den Fingern über seine silbern glänzende, geriffelte Metallkrawatte und erzeugte so den typischen Waschbrettklang, während Andreas Heinrich mit dem Schifferklavier den Ton angab. Der junge Mann teilt die Leidenschaft für Musik mit seiner Großmutter Anita Ofenloch. Evelyne Hein führte in strahlender Laune durch den Nachmittag und freute sich über das große Interesse am geselligen Beisammensein, immerhin waren über dreißig Gäste gekommen.
Sommerlich war es und die grauen Wolken und das Donnergrollen versprachen ein wenig Abkühlung. Doch dazu sollte es nicht kommen, die Schwüle blieb den geselligen Stunden erhalten. Aber es half, sich ein wenig Frische zuzufächeln. Im Takt der Melodien eingehakt zu Schunkeln hatte sich angeboten, ist aber doch eher eine Vergnügung in kühleren Zeiten. Vor dem Musikbeitrag hatten die „Blauen Engel“, die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Seniorenbegegnungsstätte, Kaffee und Obststreuselkuchen serviert. Große leuchtende Sonnenblumen auf den Tischen signalisierten „wir haben Hochsommer“. Anita Ofenloch hatte zum Musizieren ihre verzierten Kuhglocken in allen klangvollen Größen mitgebracht, denen sie virtuos schöne Melodien entlockte.
Mit flinken Händen, auch mal über Kreuz gegriffen, entführte ihr Kuhglockenspiel die Zuhörer in die Sommerfrische der Alpen, wo noch glückliche Kühe weiden und dabei viele gesunde Kräuter zupfen. Das Lied „Bergvagabunden sind wir“ lud in sonnige Höhen und zum Mitsingen ein. Diese musikalische Reise begleitete ihr Enkel Andreas Heinrich mit dem Schifferklavier. Geschichten und kleine humorvolle Vorträge durchzogen den geselligen Nachmittag. Anita Ofenloch erzählte zu Beginn eine Geschichte von einem Missverständnis mit dem Finanzamt, die zum Lachen reizte und mit Applaus bedacht wurde.
Hannelore Nowacki
Immer sehenswert und ein Genuss ist das Kuhglockenspiel von Anita Ofenloch, für das sie viel Applaus erhielt. Foto: Hannelore Nowacki