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Di., 27. Oktober 2020, 08:44 Uhr
CDU BÜRSTADT: Mitgliederversammlung im Zeichen der Kommunalwahl am 14. März 2021 / Jürgen Eberle ist Spitzenkandidat für das Stadtparlament
„Gute Mischung aus neuen Gesichtern und erfahrenen Köpfen”
Jürgen Eberle ist der CDU-Spitzenkandidat zur Kommunalwahl am 14. März 2021. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Bei der zweieinhalbstündigen CDU-Mitgliederversammlung des Stadtverbandes am Samstagnachmittag im großen Saal des Bürgerhauses hatten die 33 stimmberechtigten Mitglieder sowie die Gäste und Ehrengäste Gelegenheit, die Kandidaten bei der Vorstellung durch den Ersten Stadtrat und CDU-Schatzmeister Walter Wiedemann anhand von Porträtbildern und Informationen auf der Großleinwand kennenzulernen. Zur Einstimmung lief eine Bilderschau zum Thema „Bürstadt in Bewegung“, die Bürstadt auch aus eindrucksvoller Perspektive von oben zeigte. Maskenpflicht in der Sitzung und Abstand sowie der Verzicht auf Gespräche untereinander waren angesagt. Parteivorsitzende Julia Kilian-Engert hieß die Gäste, Ehrengäste und Mandatsträger willkommen, unter ihnen der Bundestagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Dr. Michael Meister, den Landtagsabgeordneten und Stadtverordneten Alexander Bauer, Bürgermeisterin Barbara Schader, den Ersten Stadtrat Walter Wiedemann sowie Ehrenbürgerin Marga Esswein, den Ehrenvorsitzenden Ewald Stumpf, Ortsvorsteherin Kirstin Garb und Landrat Christian Engelhardt, der sich in seinem Grußwort als Landratskandidat an die Mitglieder wandte. Die Menschen begeistern und einbeziehen, um Bürstadt gestalten zu können, gab Bürgermeisterin Schader in ihrem Grußwort den Wahlkämpfern mit auf den Weg. Mit der „guten Mischung aus neuen Gesichtern und erfahrenen Köpfen“ als Kandidaten für Kommunalwahl am 14. März 2021 sieht Kilian-Engert die CDU mit Zuversicht in die Zukunft gehen. Der Stadtverband sei der drittgrößte in der fünftgrößten Stadt im Kreis Bergstraße. Fraktionsvorsitzende Ursula Cornelius ging im Detail auf eine Vielzahl von Projekten in Bürstadt und den Ortsteilen ein, die bereits abgeschlossen sind oder verwirklicht werden sollen. Bürgerversammlungen in Bobstadt zur Bebauung des Langgewanns könnten wegen der Pandemie nicht stattfinden, bedauerte sie. Aus dem siebenköpfigen Wahlvorbereitungsausschuss, der sich im Februar konstituierte, berichtete Wiedemann, der die „Frauenpower“-Quote mit einem Drittel weiblicher Kandidaten „deutlich erreicht“ sieht. Versammlungsleiter Meister hofft das die CDU weiter stärkste Fraktion bleibt und wünscht sich bei der kommenden Kommunalwahl, dass Bürstadt im Mittelpunkt steht, anders als bei den letzten Kommunalwahlen unter schwierigen Bedingungen, als wegen Fukushima und Migration keine Rolle mehr spielte, was in den fünf Jahren zuvor vor Ort gemacht wurde.
Abstand und Maske waren Vorschrift. Beim Wahlprozedere wurde durch Handzeichen abgestimmt, über die Kandidaten zur Kommunalwahl stimmten die CDU-Mitglieder in geheimer Wahl ab. Foto: Hannelore Nowacki
Jürgen Eberle im Wahlkampfmodus
Der frisch gewählte Spitzenkandidat, der 49-jährige Jürgen Eberle, von Beruf Bautechniker, seit 1993 Mitglied der CDU, erfahrener Lokalpolitiker und seit einem Jahr Stadtverordnetenvorsteher, sparte in seinem Kurzbeitrag im Anschluss an die Wahl nicht mit Lob für seine Partei. Bürstadt sei eine Stadt, der sich gut und gerne leben lässt, sagte Eberle, eine Stadt in Bewegung und der Begegnung, „ohne die CDU stünde Bürstadt nicht so gut da“. In einem Überblick skizzierte Eberle, was die Christdemokraten zukünftig für Bürstadt und die OrtsteileRiedrode und Bobstadt voranbringen wollen, angefangen vom Straßenbauprogramm bis zur Ausweisung von Neubaugebieten für neue Wohnungen und „reichlich“ Gewerbegebieten. Die CDU werde es tun, weil die Stadt für ihren Haushalt von der Einkommenssteuer und der Gewerbesteuer abhängig sei. Auf der Industriebrache Oli II sollen weit über hundert Wohneinheiten entstehen, mit weiterer Kaufkraft in der Folge. „Hier greift ein Rad ins andere“, machte Eberle deutlich. Dem Bobstädter Ortsvorsteher Uwe Metzner (Bündnis90/Die Grünen) schrieb er deutliche Kritik ins Stammbuch. Von einem Ortsvorsteher könne man erwarten, dass er seinen Ortsteil nach vorne bringt, das sei jedoch nicht der Fall. Mit der IG Ackerflächen habe Metzner das Gegenteil getan. Eberle sprach von einem „ungeheuerlichen Vorgang“. Die CDU wolle dagegen Ökonomie und Ökologie in Einklang bringen, wobei in Bürstadt keine Ökopunkte teuer dazugekauft werden müssten wie beispielsweise in Lampertheim, hier werde der Flächenausgleich auf der eigenen Gemarkung geschaffen, erklärte Eberle. Sein Aufruf an die Parteimitglieder: „Packen wir es an“. Hannelore Nowacki
Information
Zur Wahl der Stadtverordnetenversammlung stellen sich im März nächsten Jahres 48 CDU-Kandidaten. 20 Neueinsteiger und 16 weibliche Kandidaten stehen auf der Kandidatenliste.
Derzeit hat die CDU 14 Sitze der insgesamt 31 Sitze. Auf den ersten Listenplätzen stehen Jürgen Eberle, Ursula Cornelius, Julia Kilian Engert, Alexander Bauer, Dr. Gerhard Weitz und Kirstin Garb. Durch Panaschieren und Kumulieren können die Wähler ihre Vorzugskandidaten wählen. Im Ortsbeirat Bobstadt mit insgesamt 9 Mitgliedern hat die CDU derzeit 4 Sitze. Auf der 15-köpfigen Kandidatenliste stehen Ursula Cornelius, Andreas Winkler, Janina Winkler und Sven Debus auf Platz 1 bis 4. Im Ortsbeirat Riedrode mit insgesamt 7 Mitgliedern ist die CDU zurzeit mit 5 Sitzen vertreten. Ortsvorsteherin Kirstin Garb ist Spitzenkandidatin, gefolgt acht weiteren Kandidaten, auf den vorderen Plätzen Dieter Kreiling, Bernd Deckenbach, Helmut Dietz und Miriam Hoffmann. Die CDU-Kandidaten für die Wahl zum Kreistag sind Barbara Schader, Lena Molitor, Marcel Kilian, Ursula Cornelius und Jürgen Eberle.