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  • Do., 30. September 2021, 10:19 Uhr
    KAMPF GEGEN CORONA: Kreisspitze informiert über aktuelle Lage und ruft zum Impfen auf 

    „Haben normalisierende Situation, aber dürfen nicht nachlassen”

    Für Geimpfte und Genesene normalisiert sich die Situation wieder – wichtig ist jedoch, dass sich noch mehr Menschen impfen lassen. Foto: www.pixabay.com


    KREIS BERGSTRASSE – Wie entwickelt sich das Infektionsgeschehen im Kreis Bergstraße? Welche Altersgruppen sind besonders betroffen? Wie ist die Situation in den Bergsträßer Krankenhäusern? Über diese relevanten Fragen rund um die Coronavirus-Pandemie informierten am Mittwoch Landrat Christian Engelhardt, die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz sowie der hauptamtliche Kreisbeigeordnete Karsten Krug im Rahmen einer Video-Pressekonferenz.

    Landrat Christian Engelhardt betonte dabei, dass „wir erkennbar eine sich normalisierende Situation haben. Es ist noch nicht ganz so wie vor der Pandemie, aber es geht Schritt für Schritt weiter. Wir hoffen dass dies so bleibt, dies hängt aber davon ab, wie viele Menschen sich in den nächsten Wochen impfen lassen”, rief er nochmals zur Impfung auf, um einen Schutz für alle zu erreichen.

    Die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz blickte zunächst auf den Strategiewechsel, der weg von der Inzidenz als wichtigstes und einziges Kriterium für Maßnahmen führt. Dadurch habe sich auch die Arbeitsweise der Gesundheitsämter in den letzten Wochen sehr stark verändert, zum Beispiel in der Kontaktnachverfolgung. 

    Die Gesundheitsdezernentin nutzte die Gelegenheit, sich beim gesamten Team des Gesundheitsamtes „für die ausgezeichnete Arbeit in den letzten Monaten, gerade auch in Bezug auf die Zusammenarbeit mit dem RKI, um aus den Geschehnissen vor Ort Schlussfolgerungen für das gesamte Bundesgebiet zu ziehen.”

    Mit Blick auf die Inzidenz nannte Diana Stolz für den Mittwoch einen Wert von 62 – hier gibt es bei den Altersgruppen weiterhin deutliche Unterschiede, das Durchschnittsalter der aktuell infizierten Personen liegt dabei bei 30 Jahren. So haben alle Altersgruppen zwischen 0 und 20 Jahren je eine Inzidenz von über 100, wobei die 16- bis 20-Jährigen nur ganz knapp über 100 liegen. Bei den 21- bis 40-Jährigen liegt die Inzidenz je nach Altersgruppe zwischen 80 und 100 und ab 41 Jahren grundsätzlich unter 50, ab 61 Jahren sogar unter 10.

    Grundsätzlich sei es so, dass bei allen Infizierten der Anteil derjenigen, die nicht geimpft sind, mit deutlichem Abstand überwiege. Mit Stand vom 14. September lag die Inzidenz bei vollständig Geimpften bei rund 20, bei Nichtgeimpften jedoch über 200. Zum 21. September haben sich diese Zahlen noch einmal verdeutlicht, so lag die Inzidenz bei Geimpften bei 10 während sie bei Umgeimpften bei rund 180 lag.

    Sieben Personen waren mit Stand von Mittwoch in stationärer Behandlung, auch hier ist die Zahl ist sinkend, aber auch das Durchschnittsalter, wie Diana Stolz erläuterte. Denn dieses beträgt mit Stand von Mittwoch 48 Jahre. „Der Anteil der nichtgeimpften Personen liegt hierbei in den letzten Tagen zwischen 85 und 100 Prozent!”, so die Erste Kreisbeigeordnete weiter. Es gibt eine Person, die intensivmedizinisch behandelt werden muss, vier der betroffenen sieben Personen werden mit Sauerstoff behandelt.

    Mit Blick auf die Einrichtungen stellte die Gesundheitsdezernentin fest, dass es in der ersten Woche nach den Sommerferien 50 positive Antigentetst und in der zweiten Woche 74 positive Antikentests gab – jetzt sind es nur noch rund 20 pro Woche. Am Mittwoch waren 22 Schulen mit zwischen einer und 19 Personen betroffen. An einzelnen Schulen gibt es gehäufte Fälle, hierbei sei aber nur ein gewisser Anteil an Infektionen innerhalb des Schulsystems erfolgt, die meisten Infektionen werden in die Schulen hineingetragen, beispielsweise durch Infektionsketten im privaten Umfeld. Zudem waren mit Stand von Mittwoch sechs Kitas betroffen, ebenso eine Pflegeeinrichtung mit einer Person.

    Der Kreisbeigeordnete Karsten Krug ergänzte, dass es derzeit sechs Fälle in Gemeinschaftsunterkünften gibt wobei vier Objekte betroffen sind. Benjamin Kloos

     
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