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  • Di., 29. November 2016, 09:44 Uhr
    „Die Tanzebene“ begeisterte mit Märchentanz-Show in der Hans-Pfeiffer-Halle

    Hänsel & Gretel entkamen den Hexen – das Publikum jubelte

    Hänsel und Gretel kommen hungrig am Hexenhaus an. Foto: Hannelore Nowacki

    Hänsel und Gretel kommen hungrig am Hexenhaus an. Foto: Hannelore Nowacki

    LAMPERTHEIM – Ein ganz besonderes kulturelles Ereignis fand am Wochenende in der ausverkauften Hans-Pfeiffer-Halle statt. „Die Tanzebene“ präsentierte zum 10-jährigen Jubiläum eine außergewöhnliche Tanzshow mit 250 Mitwirkenden auf der Bühne und vielen engagierten Müttern hinter den Kulissen. Inspiriert vom Märchen der Gebrüder Grimm und dem Film „Die Hexenjäger“ hatte Michaela Zloic ein zweieinhalbstündiges Bühnenstück konzipiert, das durch die einzigartige Choreografie zu einem tänzerischen Gesamtkunstwerk wurde. Für alle Mitwirkenden waren Rollen gefunden, für die Jüngsten, die im Alter von erst drei Jahren unter anderem als Rehkitze und Kätzchen auftraten, die Jugendlichen und die Erwachsenen der Tanz- und Ballettschule. Bevor der Bühnenvorhang schwungvoll aufgezogen wurde, begrüßte Michaela Zloic, Tanzpädagogin und Inhaberin der Tanz- und Ballettschule „Die Tanzebene“, mit einem Rückblick, als sie vor zehn Jahren ihren großen Traum von der eigenen modernen Tanz- und Ballettschule verwirklichte. Ihr Dank galt „cultur communal“, dem Lehrerteam und Mitwirkenden, Freunden und Familien, ohne deren Unterstützung diese Veranstaltung nicht möglich wäre, die mittlerweile zum festen Bestandteil des Lampertheimer Kulturlebens geworden ist. „Lassen Sie sich  verzaubern von der Magie des Waldes“. Dieser Einladung von Michaela Zloic folgten die Zuschauer in der Hans-Pfeiffer-Halle gerne. Märchenhaft schön war dieser Wald, ein Bühnenbild, das Hänsel und Gretel (Lukas Preschke und Sue Siegholdt) drei Tage lang begleitete, als sie den Heimweg nicht mehr fanden. Blumen, schwarze Raben, bunte Vögel, nette Rehe und böse Wölfe begegneten ihnen, und überall Bäume.

    Die gute Mina hat Hänsel und Gretel gemeinsam mit den weißen Hexen geholfen. Foto: Hannelore Nowacki


    Das wunderbare an dieser Geschichte: Hänsel und Gretel tanzten sich in die Herzen der Zuschauer, aber auch die ganze schöne Natur tanzte, wie auch die Eltern und Freundinnen der beiden im Wald ausgesetzten Kinder. Ja sogar die schöne Hexe aus dem leckeren Lebkuchenhaus, die Zuckerstangen, die Fledermäuse und Katzen, die bei der Hexe zu Hause waren, bewegten sich zauberhaft leicht in dieser spannenden musikalischen Tanzshow. Am Ende des ersten Aktes kam es, wie es auch im bekannten Märchen der Gebrüder Grimm geschieht – die Hexe machte Bekanntschaft mit lodernden Flammen und die beiden gewitzten Kinder waren frei. Eine spannende Geschichte, die mit tänzerischer Eleganz und artistischen Tanzelementen erzählt wurde und die Zuschauer immer wieder spontan zu Jubelrufen und Applaus animierten. Hänsel beeindruckte mit akrobatischem Breakdance und Gretel mit schönem Ballett. Überraschende beiläufige Szenen, mit tänzerischer Energie aufgeladen, begeisterten das Publikum. Der Erzähler, der aus dem Dunkeln zu hören war, begleitete das Publikum durch das getanzte Märchen auch im zweiten Akt nach der Pause. Hänsel und Gretel waren nun erwachsen, dargestellt von Benjamin Medert und Patrice Jeckel. Im Auftrag des Bürgermeisters von Augsburg machten sie sich auf die Hexenjagd, die sie schließlich nach vielen Abenteuern wohlbehalten beendeten und die entführten Kinder befreiten. Ihnen begegneten Bewohner der Stadt aber auch tanzende Schmetterlinge und Trolle, schwarze und weiße Hexen, die gute Mina und die im Feuer endende Muriel. Es war einmal …, so fangen Märchen an. Es wird aber weiter gehen – voraussichtlich in etwa einem Jahr mit einem neuen Tanzstück und wieder in Absprache mit „cultur communal“. Hannelore Nowacki

     

     

     

     
     

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