Haus der Gesundheit macht in der Schillerschule Station / Lehrreiche Projekttage zum Thema Hygiene
Hände waschen will gelernt sein
Die Projekttage „Hygiene macht Schule“ stießen mit vielen praktischen Stationen auf großes Interesse bei den Drittklässlern.
LAMPERTHEIM – Regelmäßiges und ordentliches Händewaschen ist wichtig, das weiß doch jedes Kind. Aber genau, warum nochmal? Und vor allem: wie wäscht man die Hände richtig? Gerade in der Erkältungszeit haben ansteckende Keime Hochkonjunktur und sorgen für so manch verschnupfte Nasen. Bei den Drittklässlern der Schillerschule haben es Erkältungserkrankungen allerdings schwer, denn die sind spätestens seit letztem Mittwoch in Sachen Hygiene bestens geschult.
Seit vielen Jahren schauen regelmäßig Mitarbeiter des Heppenheimer Hauses der Gesundheit in der Schillerschule im Rahmen der Projekttage „Hygiene macht Schule“ vorbei, erklären und zeigen wo die Keime lauern und wie jeder mit dem richtigen Händewaschen effektiv vorsorgen kann. „Die Kinder nehmen solche Dinge sehr ernst und das tolle an diesen Projekttagen ist, dass die Kinder das Gelernte weitertragen und dann auch anderen Kindern im passenden Moment ansprechen und sagen: jetzt müssten wir Hände waschen”, erzählte Renate Brückner. „Neben der Händehygiene ist der pflegliche Umgang mit allen Gebrauchsgegenständen, den Räumen, den mitgebrachten Lebensmitteln und bei der Abfallentsorgung von großer Bedeutung“, betonte Zahnärztin Reinhild Zolg, Fachbereichsleiterin des schulärztlichen Dienstes vom Haus der Gesundheit.
Damit das Gehörte auch gut hängen blieb, stand das praktische Arbeiten an drei verschiedenen Stationen im Vordergrund. Dabei zeigten Birgit Riefling und Beate Dorn-Seib nicht nur Abklatschproben von unterschiedlichsten Oberflächen, wie Treppengeländer und Türklinke, die einige Tage zuvor im Brutschrank des Labors bebrütet und angezüchtet wurden und so eine ganze Palette an Umweltkeimen sichtbar machten, sondern arbeiteten auch mit dem Experiment „Leuchtende Hand”, einer UV-Lampe, die ebenfalls kleinste Schmutzpartikel an den Händen sichtbar machte. „Das finden die Kinder cool und so können sie sich das gelernte besonders gut merken”, meinte Umweltdezernent Matthias Schimpf, der ebenfalls in der besonderen Unterrichtseinheit vorbeischaute.
Eva Wiegand
Sauber aussehende Hände sind nicht immer wirklich sauber, das machte das Experiment „Leuchtende Hände“ deutlich sichtbar.