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  • So., 21. September 2014, 19:05 Uhr
    Großartige Beteiligung in der Stadt am 4. Freiwilligentag mit 41 Projekten unter dem Motto „Wir schaffen was“ / Projekt der Rheuma-Liga Selbsthilfegruppe im Bonhoeffer-Haus

    „Hauptstadt des Ehrenamtes ist Lampertheim“

    Bürgermeister Gottfried Störmer und Landrat Matthias Wilkes ließen es sich nicht nehmen, selbst mitzuhelfen und teilten den von den Frauen der Rheuma-Liga Selbsthilfegruppe gebackenen Kuchen im Bonhoeffer-Haus an die Senioren aus. Foto: Sigrid Samson


    LAMPERTHEIM – Überwältigend war die Teilnahme der Lampertheimer Bürgerinnen und Bürger im Rahmen des vierten Freiwilligentages, der am Samstag mit etwa 300 angemeldeten Projekten in der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) begangen wurde. Ebenfalls im Fokus bei der ehrenamtlichen Unterstützung an diesem Tag stand der Kontakt zu den älteren Menschen. Das Spektrum an Projekten im gesamten Nibelungenland war enorm groß - die Anzahl der Projekte hat sich in den letzten zwei Jahren insgesamt mehr als verdoppelt. Bereits zum dritten Mal beteiligte sich Lampertheim an der bundesweit größten Aktion dieser Art, die alle zwei Jahre stattfindet.

    Bürgermeister Gottfried Störmer hatte einen ganz besonderen Grund zur Freude, da in der Stadt Lampertheim sensationelle 41 Projekte an diesem Tag stattfanden, an denen sich die zahlreichen Mitwirkenden ehrenamtlich engagierten. Damit war Lampertheim mit Abstand Spitzenreiter in der gesamten Region. Zahlreiche Vereine, Privatpersonen, Schulen, Kirchen, Verbände und weitere Organisationen zeigten hohes Engagement, gemeinsam etwas Gutes zu tun. Dieser Tag sollte besonders denjenigen die Gelegenheit geben, sich ehrenamtlich zu betätigen, die aufgrund beruflicher und familiärer Verpflichtungen nicht regelmäßig dazu in der Lage sind, dies zu tun.

    Die großartige Beteiligung Lampertheims gab auch Matthias Wilkes, Landrat des Kreises Bergstraße, den Anlass, eines der vielen Projekte in Lampertheim im Dietrich-Bonhoeffer-Haus zu besuchen. Die Rheuma-Liga Selbsthilfegruppe Lampertheim verbrachte – wie bereits im Jahr 2012 – beim Freiwilligentag viel Zeit mit den Senioren des Bonhoeffer-Hauses. Ziel dieses Projektes war es, den älteren und kranken Menschen dort Aufmerksamkeit zu schenken. So wurde am Veranstaltungstag viel Zeit damit verbracht, gemeinsam mit den Senioren Gruppenspiele zu machen, zu singen, vorzulesen oder einfach nur zu erzählen. Die Metzgerei Blüm spendete zu diesem Anlass zum Mittagessen etliche Kilogramm Fleischkäse für die beteiligten Helfer. Wilkes beglückwünschte Störmer für die lobenswerte Beteiligung Lampertheims an dieser Aktion und ernannte die Stadt zur „Hauptstadt des Ehrenamtes“. „Es ist beachtlich, wie viele Mitwirkende heute menschliche Nähe und Aufmerksamkeit schenken“, führte Wilkes an.

    Die insgesamt 13 Frauen – davon 11 Mitglieder der Selbsthilfegruppe und zwei Freiwillige, die sich über’s Internet hinzufanden – begleiteten die Senioren am Vormittag zum Wochenmarkt, machten einen Abstecher ins Wollgeschäft und ließen sich bei Oberfeld ein Eis schmecken. Auch Spaziergänge durch den Stadtpark standen auf dem Tagesprogramm. Anschließend gab es im Bonhoeffer-Haus ein gemütliches Beisammensein mit Kaffee und Kuchen. Die Kuchenspenden stammten ebenfalls von den Mitgliedern der Selbsthilfegruppe. Monika Görling und Ilonka Halkenhäuser, Leitungsteam der Gruppe, freuten sich, gemeinsam mit den weiteren Gruppenzugehörigen einen schönen Tag mit den Senioren zu verbringen und ihnen helfen zu können - auch wenn es mitunter recht anstrengend für die Frauen war. „Die Menschen hier bekommen teilweise wenig Besuch und man bekommt viel Herzlichkeit von ihnen zurück“, erwähnte Görling und ergänzte „wir ziehen den Hut vor allen, die diese Arbeit tagtäglich verrichten“.

    Störmer bedankte sich herzlich bei allen Mitwirkenden für die geleistete Arbeit und überreichte den ehrenamtlichen Helfern als Dankeschön ein kleines Präsent – eine Tüte mit Schlüsselanhänger, Pfefferminzbonbons und Kaffeetassen, selbstverständlich versehen mit dem Logo des Freiwilligentages.  Weitere Informationen zu den Aktionen am Freiwilligentag erhalten Sie unter www.wir-schaffen-das.de.

    Sigrid Samson



    Auch die Osteoporose-Gruppe leistete ihren Beitrag mit einer ‚Stuhlgymnastik‘ auf dem Europaplatz, angeleitet von Margit Selb, unter dem Motto „Wer Sport treibt, altert gesünder!“. Foto: Sigrid Samson

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