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  • Do., 16. Oktober 2014, 10:13 Uhr
    Muslimisches Grabfeld: Bislang kein Bedarf an Bestattungen auf dem Waldfriedhof

    Hausinterne Planungen laufen weiter

    LAMPERTHEIM – Eine Versachlichung der Thematik wünscht sich Bürgermeister Gottfried Störmer in der Diskussion um ein mögliches Grabfeld für Muslime auf dem Waldfriedhof. Bislang sei noch nichts konkret, so das Stadtoberhaupt und ergänzte, dass die hausinternen Planungen weiter laufen. „Wir bleiben gesprächsbereit”, betonte Störmer. Allerdings habe es bislang noch kein Ersuchen gegeben. Grundsätzlich könne er sich durchaus vorstellen, dass ein Interesse daran bestehe, wohnortnah bestattet zu werden. Im benachbarten Bensheim seien die Voraussetzungen für ein muslimisches Grabfeld bereits geschaffen worden. Lediglich in Rüsselsheim wurden seiner Kenntnis nach bereits Bestattungen von Muslimen durchgeführt. „Gerne würde wir mit Vertretern der Religion in Dialog treten”, erklärte Magistratsdirektor Stefan Nickel. Anfragen seien bislang jedoch unbeantwortet geblieben, weshalb auch kein dringender Handlungsbedarf gegeben sei. Nach der Modifizierung des Hessischen Friedhofs- und Bestattungsgesetzes aus dem Jahre 2013 besteht die Möglichkeit, Leichen nach muslimischer Tradition auch ohne Sarg zu bestatten.

    Steffen Heumann

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