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Fr., 27. September 2019, 10:22 Uhr
3. Lampertheimer Schreibwettbewerb – mitmachen ab sofort bis 31. Januar
„Heimat“ – ein vielseitiges Thema für interessante Kurzgeschichten
Die Vorfreude auf viele Teilnehmer und interessante Beiträge zum 3. Lampertheimer Schreibwettbewerb kam bei der Auftaktveranstaltung zum Ausdruck. Im Bild (von links): Fachbereichsleiter Kultur Rolf Hecher, Autor und Mitorganisator Roland Kirsch, ENERGIERIED-Geschäftsführer Frank Kaus. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – „Heimat“. Ein Wort, ein Gefühl und viel mehr. Und das Thema des 3. Lampertheimer Schreibwettbewerbs, an dem jeder aus Lampertheim und der Metropolregion ab sofort teilnehmen kann, um ganz nach eigener Vorstellung eine Kurzgeschichte zu erzählen. Die Stadt Lampertheim veranstaltet den Schreibwettbewerb zum dritten Mal, unterstützt vom Organisationsteam um den Bürstädter Autor Roland Kirsch, der die ursprüngliche Idee zu dieser Erfolgsgeschichte hatte und das Projekt fachlich begleitet sowie ENERGIERIED als Hauptsponsor und auch ideeller Unterstützer. Maßgeblich ist der Fachbereich Bildung, Kultur und Ehrenamt bei der Stadt Lampertheim beteiligt - mit dem Leiter Rolf Hecher und Fachdienstleiter Ludwig Baumgartner als Ansprechpartner bei Rückfragen (ludwig.baumgartner@lampertheim.de) wie auch Roland Kirsch (roland.kirsch@online). Bei der Auftaktveranstaltung bei ENERGIERIED am Mittwochvormittag begrüßte Geschäftsführer Frank Kaus die Vertreter der Stadt Lampertheim, den fachlichen Begleiter Kirsch, einen Autor der Wort-Initiative Lampertheim und einen regionalen Radiovertreter, der aus Geschichten Podcasts machen will. Die besten Beiträge des Schreibwettbewerbs werden in einer Anthologie wie bei den vorherigen Schreibwettbewerben veröffentlicht. Natürlich sind für die drei Sieger, die von der kompetenten Jury anonymisiertermittelt werden, Preise ausgelobt. Im Vordergrund steht die Freude am Schreiben, zu der Fachbereichsleiter Hecher animieren möchte. Alle Informationen zum Wettbewerb sind auf der Homepage der Stadt Lampertheim zu finden (www.lampertheim.de/freizeit-kultur/kultur/schreibwettbewerb/). Worauf kommt es beim Thema Heimat an, nach welchen Kriterien wird bewertet? Die eigene Idee steht am Anfang, die Leser sollen mitfühlen können, eine überraschende Wendung könnte zum Nachdenken anregen. „Nehmen Sie den Leser bei der Hand und führen ihn durch die Handlung, damit er Ihnen gerne zuhört“, ist der Rat der Organisatoren. Eingeladen sind alle schreibbegeisterten Mitbürgerinnen und Mitbürger, dieses vielschichtige Thema Heimat mit Leben zu füllen. Beim Autoren-Plausch mit Roland Kirsch in der Stadtbücherei können Erstschreiber und Erfahrene im konstruktiven Austausch über ihr Vorhaben sprechen. „Erstschreiber“ sind beim Wettbewerb sogar ausdrücklich erwünscht. Wer sein Talent weiter entwickeln möchte, kann am begleitenden VHS-Kurs „Kurzgeschichten schreiben“ teilnehmen (Anmeldung bei der vhs Lampertheim, Telefon 06206/935207 oder E-Mail vhs@lampertheim.de). Einsendeschluss ist am 31. Januar 2020. Ludwig Baumgartner weiß aus Erfahrung der ersten beiden Schreibwettbewerbe, dass viele Beiträge erst in den letzten Tagen bei ihm eintreffen. Die feierliche Abschlussveranstaltung, ausgerichtet vom Hauptsponsor ENERGIERIED, wird voraussichtlich im Mai nächsten Jahres stattfinden.
Gedanken in Worte fassen und damit Menschen bewegen – dies ist eine der Aufgaben des 2. Lampertheimer Schreibwettbewerbes. Foto: pixabay.de
In seiner Begrüßungsrede bewies ENERGIE-Geschäftsführer Frank Kaus, wie sehr das Thema Heimat berührt. „Ist Heimat ein Ort? Eine Landschaft? Oder handelt es sich bei ‚Heimat‘ vielmehr um ein Gefühl? Und falls ja, wie entsteht es? Kann mir meine Heimat weggenommen werden? Und wieso kann ich zugleich Heim- und Fernweh haben? Kann ich mir die Heimat selbst auswählen? Oder gilt die, wo ich geboren wurde?“ Diese und weitere Überlegungen zum Thema „Heimat“ waren ihm eingefallen, mit seinem Fazit, dass die Zahl der Heimatfragen schier unbegrenzt sei und die passenden Antworten ebenfalls. Ebenso haltedie Weltliteratur einen unerschöpflichen Schatz mit Heimatbezug bereit. Kaus zitierte einige eindrucksvolle Aussagen wie vom russischen Schriftsteller Dostojewski, der meinte, „ohne Heimat sein, heißt leiden“. Eine andere Aussage, die Kaus zitierte, klingt moderner: „Home is, where my computer is“. Auf jeden Fall freue er sich auf die vielen Einsendungen zu diesem 3. Schreibwettbewerb. Fachbereichsleiter Hecher betonte, ein kleines Kulturamt wie in Lampertheim könne einen solchen Wettbewerb nur mit einem starken Partner wie ENERGIERIED stemmen. Auch die Teilnehmerzahlen sprechen für den bisherigen Erfolg – 21 Einsendungen waren es 2015 und zwei Jahre später beteiligten sich 41 Autoren. Mit einer weiteren Steigerung ist nun zu rechnen.Hannelore Nowacki