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Di., 23. Juni 2015, 13:31 Uhr
WSV-Kanute überzeugt mit taktischer und kämpferischer Stärke
Heinz Pfitzenreuter Deutscher Vizemeistermeister im Kanu-Marathon
LAMPERTHEIM - Langstreckenfahrer sind im Kanurennsport ganz besondere Typen: Um im Kanumarathon oder auf der Langstrecke bestehen zu können, braucht man das Kämpfergen. Schon im Training braucht es große Überwindung, Trainingseinheiten über zwei Stunden abzuleisten, im Wettkampf wird es noch härter. Heinz Pfitzenreuter vom Wassersportverein Lampertheim ist so ein Sportler, der in noch so aussichtslosen Situationen im Sport immer noch an sich glaubt und sich nie geschlagen gibt. Bei den Deutschen Meisterschaften in Kanu-Marathon in Rheine stellte er seine Kämpferqualitäten wieder unter Beweis: 21 Kilometer war die Wettkampfstrecke lang, und das große Starterfeld machte von Beginn an ein hohes Tempo. Es war erstmal nicht das Rennen von Heinz Pfitzenreuter, er musste sich in den Wellen der anderen Sportler herumquälen bis er seinen Rhythmus fand und sich wieder in Richtung Spitze vorarbeiten konnte.
Heinz Pfitzenreuter vom WSV Lampertheim sicherte sich den Deutschen Vizemeistertitel im Kanu-Marathon. Foto: oh
Im Kanumarathon gibt es Laufpassagen: Das heißt raus aus dem Boot, 200 bis 300 Meter mit dem Boot laufen und wieder rein ins Boot - anschließend muss der Paddelrhythmus erst wieder gefunden werden. Kein Problem für Heinz Pfitzenreuter, oft genug hat er diesen Wechsel geübt und er findet sich schnell wieder im Boot zurecht. So konnte er sich bei der Deutschen Meisterschaft auch wieder an die Spitze kämpfen und errang überraschend den Vizemeistertitel.
Danach erholte er sich einige Tage, um die Form für die Masterrennen über die 5000 Meter aufzubauen. Die Masterrennen sind die Deutsche Meisterschaften der Alterklasse ab 32 Jahre, in diesem Jahr fanden sie im Kanumekka in Duisburg statt. Heinz Pfitzenreuter konzentrierte sich bei den Masterrennen ganz auf den Start über die 5000 Meter. Dieses Rennen wird ganz anders gefahren als ein Marathon: Nicht nur das Grundtempo ist höher, auch viele Zwischensprints vor den Wenden und auch auf der Strecken können ganz schön zermürbend sein. Aus dem Wissen heraus, dass diese Sprints nicht seine Stärken sind, rechnete sich Heinz Pfitzenreuter nicht so große Chancen aus. Im Rennverlauf sah es lange danach aus, als sollte er recht behalten, aber immer wieder half ihm auch in diesem Rennen sein Kampfgeist. Im Ziel angekommen war es ein umjubelter dritte Platz. zg