Ökumenischer Wortgottesdienst am Pfingstmontag / Mariä Verkündigung und Martin-Luther-Gemeinde feierten zusammen
Heiter, aber ohne Sonne
Pfarrer Erhard Schmitt hielt den ökumenischen Wortgottesdienst gemeinsam mit seinem evangelischen Amtskollegen Ralf Kröger in der katholischen Kirche Mariä Verkündigung. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Kein Open-Air-Gottesdienst, stattdessen waren Winterjacke und Regenschirm am Pfingstmontag angesagt. Die Temperatur hatte sich am Vormittag auf neun Grad hochgearbeitet, ganz ohne Sonnenschein und viel zu ungemütlich für den Aufenthalt im Grünen, wie es für den ökumenischen Wortgottesdienst bei Mariä Verkündigung zusammen mit der benachbarten evangelischen Martin-Luther-Gemeinde eigentlich geplant war. In die hell erleuchtete Kirche Mariä Verkündigung waren dennoch zahlreiche Gottesdienstbesucher gekommen, begrüßt von Pfarrer Erhard Schmitt, an seiner Seite der evangelische Amtskollege Pfarrer Ralf Kröger. Hoffende Blicke kurz vor Gottesdienstbeginn aus der Sakristei heraus, trafen noch auf weniger gut gefüllte Kirchenbänke. Im ersten gemeinsam gesungenen Lied strahlte die „Sonne der Gerechtigkeit“ und auch im weiteren Verlauf des ökumenischen Gottesdienstes war die Stimmung heiter, wie es dem göttlichen Pfingstgeschenk entspricht. In der ersten Lesung berichtete Andrea Krüger aus dem 1. Korintherbrief, in der zweiten Lesung zitierte Rita Reimers aus dem Johannesevangelium. Kurzweilig und auf heitere Weise lehrreich, wie man es von einer guten Quiz-Show im Fernsehen gewohnt ist, hatten Pfarrer Schmitt und Pfarrer Kröger ihr heiteres Ratespiel zum Thema Pfingsten aufgezogen. Auf Kandidatensuche schritten sie die Bankreihen ab. Ein ökumenisch gemischtes Ehepaar meldete sich sogleich, zwei weitere Kandidaten kamen wenig später in den Blick. Die Themenkategorien standen angeschlagen weithin lesbar fest.
Die heitere Quiz-Show brachte viele interessante Erkenntnisse über Pfingsten und die beiden christlichen Kirchen ans Licht. Foto: Hannelore Nowacki
Was könnte wohl ein „Grund zur Freude“ sein? Vier Antworten von „a“ bis „d“ standen zur Auswahl wie auch bei den anderen Kategorien. Wie lautet eigentlich die „Übersetzung“ von Pfingsten? Ganz erstaunlich: „Fünfzig“ ist die Lösung. Viele Antworten waren richtig, bei Fragen, die gar nicht immer leicht waren. Unter dem Stichwort „Abgefahren“ ging es darum, was mit den Aposteln passierte, als sie mit dem Heiligen Geist erfüllt waren. Bauten sie vielleicht eine große Kirche? Nein, sie begannen in unbekannten Sprachen zu sprechen. Für die richtige Antwort erhielt das Rateteam Applaus. Eine andere Aufgabe handelte vom „Pfingstgeschenk“. Und wie wird der Heilige Geist bildlich dargestellt? Zwei der vier Alternativen waren Feuerflamme oder Wolkensäule. Am Ende hatte ein Team die meisten richtigen Antworten gewusst, belohnt mit CDs mit Liedern von Taizee. Während der Quiz-Show und danach erhielten die Teilnehmer viel Applaus. Die beiden Pfarrer machten deutlich: Pfingsten ist Energie und Lebenskraft zu schenken, gemeinsam etwas zu bewegen. Wie Pfarrer Schmitt sagte, sei die Arbeit „im Garten Gottes“ auch harte Arbeit. Doch „Gottes Heiliger Geist ist immer dabei“. Nach dem Schlussgebet und Nachspiel an der Orgel von Maria Karb endete der gemeinsame Gottesdienst. Die anschließende gesellige Begegnung fand beim Mittagessen im Jugendheim statt, mit Schnitzel und Kartoffelsalat. Hannelore Nowacki