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  • So., 26. Februar 2017, 20:36 Uhr
    CGT brannte närrisches Feuerwerk an Tanz, Humor und Politik ab

    „Helauwood” hielt in Lampertheim Einzug

    Die Bänkelsänger machen das SchillerCafé wieder „schee”: Als Ort der Begebung – morgens als Moschee, mittags als Café und abends als SchillerCherié im Schein von Rotlicht. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Beste Stimmung in der voll besetzten Jahnhalle beim diesjährigen Fastnachtsevent des CGT des TV Lampertheim am Samstag: Die Aktiven auf der Bühne zündeten unter dem Motto „Helauwood” ein wahres Feuerwerk und die Zuschauer im Saal quittierten dies mit begeisternden Helau-Rufen, Mitschunkeln und -singen sowie anhaltendem Applaus.

    Dabei hatten sich die Gäste des CGT traditionell fastnachtlich gekleidet – von Elvis Presley und Marylin Monroe über Schneewittchen und Hollywoodlegenden bis hin zu königlichen Hoheiten konnte sich das Auge an vielfältiger Kreativität erfreuen. 

    Gleiches galt sowohl für die Augen als auch die Ohren für das, was auch der Bühne geboten wurde.  Und so wurde bereits die Eröffnung zu einem wahren Highlight, wobei sich ein roter Faden an Höhepunkten durch den gesamten Abend bis hin zum gemeinsamen Finale zog. Zu „Atemlos” und weiteren Hits von Helene Fischer, dargeboten durch Tatjana Kohl, zog die versammelte CGT-Familie auf der Bühne ein und stimmte auf den Abend ein – gefolgt durch den Elferrat und den Funken.

    „Helauwood steht für Offenheit und Toleranz”, ließ Sitzungspräsident Dr. Lutz Strubel zur Begrüßung keinen Zweifel daran, dass man gemeinsam ein fröhliches Fest feiern wolle. „Lasst uns trotz Trump fröhlich sein”, rief er den Narren im Saal zu, die sich im Anschluss an der äußerst gelungenen tänzerischen Darbietung der Funken erfreuen durften. Überhaupt bot sich tänzerisch ein wahrer Reigen an ausgezeichneten Auftritten, ob durch Spirit, die HCV-Garde oder Reloaded. 

    Auch an der Politik wurde nicht gespart: Protokoller Steffen Götz brachte sowohl Welt- als auch Lokalpolitik gekonnt auf den Punkt. Von Trump über Erdogan und der AfD, die ein „Angebot für Dumme” darstelle, ließ er den Blick Richtung Lampertheim wandern – und dort zunächst auf die „Waldfriedhofgießkannenproblematik”. Anschließend erkannte er ein Problem in der ständigen gemeinsamen Präsenz von Bürgermeister Gottfried Störmer und seiner Bürstädter Amtskollegin Barbara Schader in den Medien. Hier riet er Gottfried Störmer, wieder mehr in Lampertheim zu sein – „denn Bürstadt ist Bürstadt und Lampertheim ist Lampertheim.” 

    Musikalisch brachten die Bänkelsänger politisches humorvoll gesanglich auf den Punkt und sorgte für Begeisterung: Neben dem Brexit und Donald Trump – mit dem diesjährigen Klassiker „Trump vun de Palz” – stand auch hier der Lokalkolorit im Fokus. Besonders die Entwicklung der Innenstadt machte Sorgen, doch gleichzeitig präsentierten die Bänkelsänger humorvoll Lösungsvorschläge. So solle man in der Kaiserstraße aus „IhrPlatz” einen „BierPlatz” machen, einem neuen Lokal, in dem sich ganz Lampertheim treffen würde und „Die Hände zum Himmel” recken würde. 

    Dass Fastnacht viel mit Humor zu tun hat, bewies unter anderem Andreas Kirsch als „de Käsch vun de Römerstroß” mit seinem Bericht vom letzten Kinobesuch – und dem ein oder anderen Seitenhieb auf das benachbarte Bürstadt. Nina Brockmann entführte in die „Jukas Filmstudios” und Philipp Seelinger sowie Ann-Katrin Götz glänzten als Donald Trump und Angela Merkel – inklusive passendem Einmarschlied „Es ist geil, ein Arschloch zu sein”.

    Den Saal zum Toben brachten zudem die vielfältigen Gesangseinlagen, so wie Reiner Ihrig als Ernst Neger mit einer auf Lampertheim umgedichteten Version von „Heile, heile Gänsje” oder „Am Rosenmontag bin ich geboren”. Spätestens bei „Humba, humba, humba täterä” und „Rucki Zucki” hielt es dann niemanden mehr auf den Stühlen. Ebenso wie bei den Interpretationen von „Movie Star” von „Harpo” Matthias Braun, „Can't stop the feeling” von Kristina Ohl, „Hulapalu” von Tatjana Kohl oder „Human” von den „Roads to Rome”.

    Den Höhepunkt bildete das Finale mit „Fastnacht ist nur einmal im Jahr” – und weil dies eben genau so ist, feierten die CGT-Familie und Gäste noch lange in närrischer Eintracht. Benjamin Kloos

     

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