Mi., 18. Februar 2015, 23:12 Uhr
Runder Tisch zur Unterstützung der Groß-Rohrheimer Asylbewerber am 4. März
Hilfe zur Selbsthilfe bieten
GROSS-ROHRHEIM - Flucht und Vertreibung gehören auch zur deutschen Geschichte. Millionen Menschen haben als Folgen des 2. Weltkrieges ihre Heimat verloren. Auch heute flieht niemand freiwillig. Menschen flüchten, um ihr Leben und das ihrer Kinder zu schützen und zu retten. Flüchtlinge erfuhren Hass und Gewalt am eigenen Leib oder mussten miterleben, wie ihre Familie bedroht wurde. Vertreibung, Verfolgung, Folter und Vergewaltigung hinterlassen dabei ihre Spuren.
Auch in Groß-Rohrheim gibt es circa 20 Asylbewerber und der Kreis Bergstraße hat mitgeteilt, dass es noch weitere Zuteilungen geben wird.
Sicherlich gibt es auf Kreisebene viele Anlaufstellen und Hilfen, aber auch in Groß-Rohrheim soll den Menschen geholfen werden, anzukommen und in eine Gesellschaft voller Solidarität, Frieden und gegenseitigen Respekt hineinzuwachsen. Das ist aber nur zu schaffen, wenn die Unterstützung auf viele Schultern verteilt werden kann, weiß das Team des Ökumeneausschusses Groß-Rohrheim.
Hier macht es Sinn, wenn man nur Geld- und Sachspenden sammelt und sie dann den Asylbewerbern zukommen lässt. Abhängigkeit vom Mitleid anderer Menschen schafft Unzufriedenheit und Unfreiheit. Hilfe zur Selbsthilfe ist unser Ziel.
Ein erstes Treffen zum Austausch, zur Ideensammlung und zur Information soll am Mittwoch, 4. März, um 19 Uhr im katholischen Pfarrheim in Groß-Rohrheim stattfinden. Kommen Sie ganz unverbindlich vorbei. Auch wenn jemand nur sporadisch Zeit findet, sich im Arbeitskreis zu engagieren, ist es eine große Hilfe und für ihn sicher eine Bereicherung, Menschen aus allen Teilen der Welt kennen und verstehen zu lernen. Alle sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen gibt es beim Team des Ökumeneausschuss Groß-Rohrheim, Frau Ursula Schmitt, telefonisch unter 905273. zg