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  • Fr., 01. Dezember 2023, 12:19 Uhr
    MENSCHENRECHTE: „Keine mehr“ – ein dokumentarisches Theaterstück über Solidarität 

    Hinterherpfeifen oder plumpe Sprüche keinesfalls ein Kompliment

    Auch in Lampertheim wurde die UN-Kampagne „Orange The World“ unterstützt, die vom Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, auf Gewalt aufmerksam macht. Foto: Stadt Lampertheim


    LAMPERTHEIM – Am 24. November wurde von Bürgermeister Störmer und den Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten aus Lampertheim und Bürstadt, Sonja Niederhöfer und Gerasimoula Grigoraki, am Lessing Gymnasium Lampertheim die orangene Fahne gegen Gewalt an Frauen gehisst. In der Aula des Gymnasiums wurden die Gäste von der Schulleitung Silke Weimar-Ekdur und Bürgermeister Gottfried Störmer begrüßt und die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Sonja Niederhöfer und Gerasimoula Grigoraki informierten über die Entstehung des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen. Dieser wurde am 17. Dezember 1999 von der UN-Generalversammlung bestimmt, um die Menschenrechte auch für Frauen in vollem Umfang zu sichern.

    Aktivismus und ihre Solidarität 

    In dem folgenden dokumentarischen Theaterstück „Keine mehr“ von der Bühne für Menschenrechte aus Berlin wurde nicht von „der Frau“ oder „über“ Frauen gesprochen, sondern es wurde mit betroffenen Frauen entwickelt und deren Apelle vereint. Die Schauspielerinnen gaben diesen Frauen sozusagen ihre Stimme und sprachen offen über ihr Leben, ihre Erfahrungen in den unterschiedlichsten Gewaltformen, aber auch über ihren Aktivismus und ihre Solidarität untereinander. Es war bezeichnend wie diese Frauen durch Gestik, Mimik, Lautstärke und Geschwindigkeit des Sprechens das Thema sehr deutlich und emotional dem Publikum nähergebracht haben. Danach folgte ein Publikumsgespräch mit Expertinnen von der Polizei, dem Frauenhaus und der Integrationsbeauftragten welches von einer Mitarbeiterin des AdiNets (Antidiskriminierungsnetzwerk Südhessen) moderiert wurde. Als Fazit kann „frau“ sagen, dass sich jeder mehr Solidarität, Respekt und Aufmerksamkeit untereinander wünscht. Die Schülerinnen und Schüler wünschen sich mehr Aufklärung über das Thema Gewalt, vor allem für die Jungs. Sie machten deutlich, dass Hinterherpfeifen oder plumpe Sprüche keinesfalls als Kompliment aufgefasst werden, sondern eher unangenehm sind und zur Verunsicherung führen können. zg

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