Aktion der Bürgerstiftung geht weiter / Neue Schilder erläutern Geschichte der Domkirche, der Andreaskirche und des Alten Rathauses
Historische Pfade durch Lampertheim erweitert
Die Bürgerstiftung Lampertheim präsentiert zwei neue Schilder der Aktion „Historisches Lampertheim” – eines zeigt die Geschichte der Domkirche, wenige Meter entfernt finden sich Informationen über das Alte Rathaus und die Andreaskirche. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – „Gut Ding will Weile haben – unter diesem Motto übergeben wir heute zwei weitere Schilder der Aktion Historisches Lampertheim an die Bürger unserer Stadt”, begrüßte Elzbieta Liermann von der Bürgerstiftung Lampertheim am Donnerstag vor dem ehemaligen Zollamt an der Ecke Römerstraße und Kaiserstraße. Der Ort war perfekt gewählt, hat man von hier aus doch einen wundervollen Blick auf das Alte Rathaus und die St. Andreaskirche. Und genau hier findet sich das zweite von mittlerweile drei Schildern, die anhand von historischen Bildern auf die Geschichte besonderer Gebäude Lampertheims hinweisen – in diesem Fall auf diese beiden wichtigen Gebäude im Herzen der Spargelstadt. Die dritte Tafel ist wenige Meter weiter am Domplatz mit Blick auf die Domkirche zu finden und wurde ebenfalls am Donnerstag ihrer Bestimmung übergeben.
„Die Schilder informieren nicht nur, sondern tragen auch zur Verschönerung unserer Stadt bei”, ergänzte Elzbieta Liermann. „An dieser Stelle hätten wir viel mehr Gebäude zeigen können, wir mussten uns aber für zwei entscheiden. Und wir hätten viel mehr schreiben können, aber wir hatten nur 17 Zeilen. Wir haben sorgfältig recherchiert und sind stolz nun diese beiden Schilder dank der Sponsoren, der St. Andreaskirche sowie Rosemarie und Frank-Rüdiger Kirschner, präsentieren zu können. Herzlichen Dank im Namen der Bürgerstiftung und der Bürger für diese Unterstützung.” Einen besonderen Dank richtete die Bürgerstiftung an Bärbel Jakob, die nicht nur die Bildmotive zur Verfügung gestellt, sondern gemeinsam mit Heinrich Karb den Ursprungstext für die Tafeln entworfen hat. In Zusammenarbeit mit Stadtarchivar Hubert Simon verfeinerte sie den Text, so dass dieser die 17 Zeilen mit den wichtigsten Informationen über die jeweiligen Gebäude füllt. „Man lernt hier sehr viel über Lampertheim und seine Geschichte”, ergänzten Elzbieta Liermann und Dieter Goll als Vertreter der Bürgerstiftung, nicht ohne auch den Technischen Betriebsdiensten ein Lob für deren Unterstützung bei der Aufstellung der Schilder zu zollen. „Ich bin sehr glücklich und bin sicher, dass die Bilder für viele Betrachter ein echter Hingucker werden”, betonte Elzbieta Liermann abschließend, bevor die Infotafeln eigenhändig durch die Sponsoren angebracht wurde. Über einen QR-Code auf dem Schild gelangt man auf die Internetseite der Stadt Lampertheim, um sich direkt weitere Informationen über die Spargelstadt anschauen zu können.
Der Spender des Schildes mit Blick auf das Alte Rathaus und die Domkirche ist die St. Andreasgemeinde. Stellvertretend schilderte Pfarrer Patrick Fleckenstein seine Beweggründe für diese Unterstützung. „Ich bin kein Lampertheimer. So wie mich gibt es viele Zugezogene, die hier leben. Wir weisen mit diesen Schildern auf Menschen hin, die vor uns hier gelebt haben. Die Gebäude sind sichtbare Zeichen für diese Menschen, die vergangene Zeiten lebendig werden lassen.”
„Ich wohne seit 45 Jahren in Lampertheim und es ist meiner Frau Rosemarie und mir wichtig, dass gerade auch Kinder und Jugendliche etwas über ihre Stadt lernen. Mit meinen Enkeln werde ich in den Ferien auch hierherkommen und ihnen anhand der Tafeln über die Domkirche, die Andreaskirche und das Historische Rathaus berichten”, erläuterte Frank-Rüdiger Kirschner das Engagement der beiden Eheleute, die sich für die Finanzierung der Tafel mit Blick auf die Domkirche verantwortlich zeigen.
„Vielen Dank für diese tolle Idee und deren Umsetzung. Die Bürgerstiftung bringt sich vielfältig und kreativ zum Wohl unserer Stadt ein”, lobte der Erste Stadtrat Jens Klingler das Engagement von Bürgern für Bürger. Dieses geht auch im kommenden Jahr weiter, denn dann möchte die Bürgerstiftung auch in den Stadtteilen die ersten Schilder aufstellen um auf dortige bedeutende Bauwerke hinzuweisen. Benjamin Kloos