eSports haben in Deutschland an Bedeutung gewonnen. Von einem Nischenphänomen, als das die digitalen Wettkämpfe vor einigen Jahren noch gesehen wurden, ist die Branche zu einem wichtigen Teil der Unterhaltungswelt gewachsen. Heute findet man nicht nur zahlreiche Wettkämpfe und Events im deutschen Raum, sondern auch eine Vielzahl an professionellen und semi-professionellen Teams, die sich der internationalen Konkurrenz stellen und dabei brillieren. Nun sind eSports sogar Teil der universitären Sportlandschaft geworden. Die Hochschule Worms zieht mit und hat einen eigenen eSport-Club gegründet!
Deutsche eSport-Branche wächst
In Deutschland sind eSports zu einer wichtigen Branche geworden, die jedes Jahr große Umsätze einbringt. 2020 wurden mit Tickets für eSport-Events, Sponsoring, Werbung, Streaming und Co. in Deutschland 85 Millionen Euro eingenommen. Zukünftige Prognosen sehen vorher, dass sich dies noch deutlich steigern wird. Bis 2025 rechnen Experten damit, dass der Umsatz auf 163 Millionen Euro ansteigen und sich damit in fünf Jahren fast verdoppeln könnte. Damit ist klar, dass eSports aus wirtschaftlicher Sicht nicht zu unterschätzen sind. eSport-Teams sind bei Sportvereinen deshalb bereits gang und gebe, die Abteilungen werden mit professionellen Trainern und hochwertigem Equipment ausgestattet. Und sogar bedeutende Fußballclubs haben bereits eigene eSport-Abteilungen gegründetund nehmen mit ihnen an großen Wettbewerben teil. Vereine wie der RB Leipzig oder Schalke 04 brillieren nicht nur bei der Virtual Bundesliga, sondern sind auch bei internationalen Wettkämpfen im eSport mit dabei. Dazu bieten immer mehr Universitäten eigene Clubs an, die sich dem digitalen Sport widmen. Die Hochschule Worms ist eine davon!
Kompetitiv zocken in der Hochschule Worms
Universitäre Sportclubs sind eine Möglichkeit für Studenten, um einen Ausgleich zum Lernen zu finden, können aber auch ein Sprungbrett in eine sportliche Karriere bieten. eSports sind erst seit wenigen Jahren teil vieler Hochschulprogramme, stoßen jedoch auf großes Interesse unter den Studierenden. Die Hochschule Worms zeigt vor, wie das aussehen kann. Das Programm fokussiert sich dabei auf zwei der wichtigsten Disziplinen im eSport: League of Legends und CS: GO. Dazu wurde das Programm kürzlich mit Rocket League erweitert. Gespielt wird nicht nur zum Spaß, sondern auch auf kompetitiver Ebene. So nehmen die Teams der Hochschule Worms an der jeweiligen Uniligader Spiele teil und konnten dabei schon Erfolge verbuchen. Gespielt wird derzeit in der 2. und 3. Uniliga. Für eSport-Interessierte bringt die Teilnahme am Club viele Vorteile. Geboten werden wöchentliches Training und eine Community aus Gleichgesinnten, dazu stellt die Hochschule die nötige Hardware zur Verfügung. Wer sich für eine Karriere im eSport interessiert, kann hier erste Erfahrungen im kompetitiven Wettkampf machen, ohne dem Druck der professionellen Umgebung ausgesetzt zu sein. Das hat für viele eSport-Laien einen besonderen Reiz. Damit Studierende auch nach ihrer Ausbildung in der Region bleiben, muss jedoch auch die eSport-Branche in Worms weiterwachsen.
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Uniliga fördert universitären eSport
Die Uniliga, ursprünglich University eSports Germany, begann 2014 als Startup und hat sich seither zum wichtigsten Player im universitären eSport Deutschlands entwickelt. Das Projekt sollte eSport-Clubs an Hochschulen und Universitäten fördern und eine Plattform für Wettkämpfe schaffen. Das Ziel ist mittlerweile erreicht und im Liga-System spielen Teams von Studierenden aus allen Teilen Deutschlands. Angeboten werden Wettkämpfe in zwölf verschiedenen Disziplinen, darunter die Klassiker wie League of Legends, CS:GO und Hearthstone, aber auch Spiele wie Overwatch, Formel 1 und Schach sind mit dabei. Neben dem Angebot an Turnieren unterstützt die Uniliga auch dabei, Uni-Teams zu bilden und im eSport aktiv zu werden. Besitzt eine Hochschule keinen eigenen Club, so stehen die erfahrenen Organisatoren mit Rat und Tat zur Hilfe. Zusätzlich sorgt der Twitch-Stream der Uniliga, auf dem alle Wettkämpfe live übertragen werden, für mehr Sichtbarkeit für die Spieler. So können erfolgreiche Gamer schon während ihrer Studienzeit für Profi-Teams gescoutet werden. Noch werden eSports in Deutschland nicht als offizieller Sport anerkannt, was den Vereinen einige Nachteile bringt. Durch Ligen wie die Uniliga werden jedoch wichtige Schritte zur Legitimierung gesetzt und deutsche Spieler gefördert.
Die Hochschule Worms hat den Schritt Richtung Zukunft gewagt und einen eigenen eSport-Club gegründet. Hier haben Gamer die Möglichkeit, ihr Lieblingshobby auf semiprofessioneller Ebene auszuführen und einen Einblick in das Leben professioneller eSportler zu erhalten. Die Teilnahme an der Uniliga bietet außerdem die Möglichkeit, sich auf kompetitiver Ebene zu beweisen und wichtige Kontakte für die Zukunft zu knüpfen.