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  • Di., 28. Februar 2017, 09:18 Uhr
    NCV-Prunksitzung zur Feier des 11-jährigen Jubiläums

    Hochstimmung im vollen Saal in gemütlicher Atmosphäre



    Zum Finale bat der Elferrat alle Mitwirkenden auf die Bühne, um noch einmal ausgiebig mit Musik und Gesang auf Hochtouren zu kommen. Foto: Hannelore NowackiLAMPERTHEIM – Die Nubbelaner wissen zu Fastnacht zu feiern. Das hat sich in den 11 Jahren ihres Bestehens herumgesprochen. Die närrischen Tollitäten aus Bürstadt, Stadtprinzessin Ann-Cathrin I., närrische Tollität aus Bürstadt, und die Lampertheimer  Stadtprinzessin Christiane II., machten dem Verein zur Jubiläumsprunksitzung am Freitag ihre  Aufwartung und überbrachten ihre gereimten Grußworte zur fröhlichen Fastnacht. Als katholischer Nubbelaner Carneval-Verein (NCV) haben die Fastnachter im Jugendheim von Mariä Verkündigung einen Hausherrn, seit acht Jahren besucht Pfarrer Erhard Schmitt die Prunksitzungen. Für die aktiven Vereinsmitglieder  hatte Pfarrer Schmitt eine Überraschung, die er auf der Bühne verkündete, aber in ein Rätsel gehüllt hatte. In aller Ruhe will der Elferrat nachrechnen, wann genau das gemeinsame Eisessen bei Oberfeld stattfinden wird, auf jeden Fall am 111. Tag im Jahr 2017 um 11.11 Uhr. Pfarrer Claus Peter Stockh und weitere Ehrengäste begrüßte der Sitzungspräsident, die „liebreizenden Damen“ hob er hervor und rief zu einem dreifach donnernden Helau auf die Herren auf. Die Nubbelaner haben zuverlässige Stützen im Karneval, die für ihre Büttenreden bekannt sind und wie Christine Weppelmann die versammelte Narrenschar gesanglich in Schwung und Hochstimmung bringt. Die Hofband „Tornschlabbe“ brachte den Saal zum Schunkeln, völlig unaufdringlich, aber wirksam drehten sie an der Stimmungsschraube, bis der Saal kochte und glücklicherweise ein paar geöffnete Oberlichter Dampf abließen. Im gemütlichen Bademantel und eigenwilliger Duschhaube mischte die fünfköpfige Band mit Ralf Müller (Gitarre), Johannes Niebler (Keyboard), Markus Niebler (Schlagzeug), Stefan Weis (Bass) und Markus Will (Gitarre) eine bunte Palette mit Stimmungsmusik und Fastnachtshits und ließen es prächtig krachen. Und weil während einer mehr als vierstündigen Prunksitzung eine Stärkung nötig sein kann, widmete sich die Frauengemeinschaft der Bewirtung, verkaufte Brezeln, Weck mit Fisch und in der Pause Kasseler Braten mit Kartoffelsalat. Die Getränkekarte bot mit Sekt und vielen weiteren Getränken eine Auswahl, die der guten Stimmung gerecht wurde. Florian Weppelmann ist seit 11 Jahren als Sitzungspräsident im Elferrat aktiv, neben dem NCV-Jubiläum auch ein ganz persönliches. Der Elferrat dankte ihm mit einer feierlichen Ansprache und einer handlichen Glasskulptur. In seiner gereimten Begrüßung stellte der Sitzungspräsident die Akteure und das Programm der Prunksitzung vor, die unter dem Motto „Zum elften Mal, es ist kein Scherz – erfreut der NCV das Narrenherz!“ das närrische Publikum in seinen Bann zog. In munteren Reimen führte Weppelmann durch die Prunksitzung, der Elferrat zu beiden Seiten zeigte sich in närrischer Hochstimmung, wie es der Sitzungspräsident beschrieben hatte: Schunkeln und Klatschen sei des Elferrats erste Pflicht. Im Rückblick auf die 11 NCV-Jahre nannte Weppelmann unter anderem die Teilnahme an der Straßennarretei und die Katholische Kirchenmusik als ständige Begleitung. Während die Funkengarde mit ihren fünf Tanzbeiträgen zugleich einen tänzerischen Rückblick zeigten, mischte die „Ranzengarde“, das vereinseigene achtköpfige und leichtfüßige Männerballett, den Saal auf. Kesse Szenen spielten sich auf der Bühne ab, gewürzt mit tänzerischem Humor. Ausdauernde Zugaberufe brachten die sportlichen jungen Männer zu einer weiteren Tanzleistung. Den Ranzen trugen sie nach Schülerart auf dem Rücken, nicht nach alter Herrensitte als Fettpolster am wohlgewölbten Bauch. Heiner Weppelmann sprach als Rentner in der Bütt und erinnerte sich an die Jugendzeit, in der sich ein Schwank mit einem Mädchen im Biedensand zugetragen hatte. Die Nachtigallen hatten gesungen und die Liebesinsel war ganz nah, doch Handkäs mit Musik machten der Idylle ein vorläufiges Ende. Bildhaft vorgetragen in heiteren Reimen, brachte der Schwank das Publikum zum Lachen.

    In ausgelassener Stimmung wurde die NCV-Prunksitzung im Jugendheim Mariä Verkündigung gefeiert, eine Jubiläumsfeier mit viel Humor. Foto: Hannelore Nowacki


    Claudia Fischer und Steffi Gutschalk sinnierten über gesunden Lebensstil, weshalb sie ihre Yoga-Matten ausrollten und auch die Männergesundheit kritisch beleuchteten. Matthias Rothmund verriet in seinem närrischen Beitrag, dass er Flugschüler sei und Drachen fliege, Schuld habe die Midlife-Crises. Ein Blick zu den Tischreihen machte ihn sicher, dass einige Besucher ihren Drachen dabei hatten. In der Büttenrede von Alexander Rothmund und Markus Schüßler ging es um das Lied von Elute mit dem beklagenden Refrain „Er hat nie das Licht der Sonne gesehen“. Christine Weppelmann animierte mit ihren Liedern zum Schunkeln und setzte mit klarer Stimme durch ihre Liedauswahl unterhaltsame Akzente. Tanzbeiträge, Büttenreden und Stimmungslieder machten die NCV-Prunksitzung zum abendfüllenden Vergnügen, das mit einer Polonaise, Luftschlangenwerfen und Luftballonregen endete, um sogleich mit der Party unter der musikalischen Regie der Band „Tornschlabbe“ bis in die frühen Morgenstunden fortgesetzt zu werden. Hannelore Nowacki

     

     

     

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