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  • Mo., 30. November 2020, 19:22 Uhr
    NABU BÜRSTADT: Nistkästen kontrolliert und gereinigt 

    Höhlen für Vögel und Fledermäuse

    Aufgegebenes Trauerschnäpper-Nest mit unausgebrüteten Eiern. Foto: oh


    BÜRSTADT – Über 200 Nistkästen im Bürstädter Wald gilt es jedes Jahr zu kontrollieren und zu reinigen. Dieser Aufgabe nimmt sich der Naturschutzbund (NABU) Bürstadt jedes Jahr an. Im vergangenen Jahr konnte das noch als gemeinschaftsstiftende Aktion von Kindern und Erwachsenen durchgeführt werden mit gemeinsamer Einführung zu Beginn und geselligem Ausklang. Coronabedingt gestaltete sich die Kontrolle und Reinigung der Nistkästen in diesem Jahr als Arbeitseinsatz, bei dem immer zwei NABU-Aktive einen Teil der Kästen übernahmen. Die Kontrollaktion fand wie in jedem Jahr in reibungsloser und unkomplizierter Absprache mit dem Forstamt Lampertheim statt. In gut der Hälfte der kontrollierten Nisthilfen fanden die Naturfreunde Nester. Neben Kohl- und Blaumeisennestern aus Moos wurden auch viele Nester des Trauerschnäppers gefunden, der sein Nest mit Pflanzenfasern und Blättern fertigt. Leider waren einige der Trauerschnäppergelege unausgebrütet, wofür sich kein offensichtlicher Grund fand. Erfreulicher waren Nachweise weiterer Arten, etwa ein Starennest und eines des Kleibers. Auch zwei Mäuschen konnten die NABU-Mitglieder in einem der Nistkästen überraschen. Doch nicht nur an die Vögel wurde gedacht, auch die erst vor drei Jahren aufgehängten Quartierkästen für Fledermäuse wurden durchgesehen und erbrachten erstmals eindeutige Nachweise für die Belegung durch Fledermäuse im vergangenen Sommer. Nun sind die Naturschützer gespannt, ob im nächsten Jahr wieder die gleichen Fledermauskästen belegt sein werden, oder vielleicht sogar weitere. Jetzt sind die Fledermäuse im Winterschlaf und die Trauerschnäpper in ihren Winterquartieren im tropischen Afrika. Doch Meisen, Finken und Kleiber bleiben auch in der kalten Jahreszeit bei uns und freuen sich über Zufütterung. Auch darum kümmert sich der Naturschutzbund und wird im Laufe des Winters einhundert Kilogramm Sonnenblumenkerne im Wald verfüttern und zusätzlich selbst gegossene Fettfuttertafeln als Ergänzung anbieten. So dürften die Meisen und andere gefiederte Waldbewohner gut durch den Winter kommen, um dann im Frühjahr aufs Neue zum Brüten die Nistkästen oder aber natürliche Baumhöhlen aufzusuchen. zg

     

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