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  • Fr., 13. November 2020, 13:17 Uhr
    VIDEOPRESSEKONFERENZ: Bitte an Eltern, bei Coronafällen an Schulen diese nicht anzurufen / Mögliche Standorte für Corona-Testzentrum werden durch KVH geprüft

    „Hoffen, dass Inzidenzwert weiter sinkt”

    KREIS BERGSTRASSE – Landrat Christian Engelhardt, die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz und der Kreisbeigeordnete Karsten Krug informierten am Freitag via Videopressekonferenz über die aktuellen Entwicklungen bezüglich der Coronavirus-Epidemie im Kreis Bergstraße. Landrat Engelhardt betonte, dass „die derzeitige Situation im Kreis Bergstraße vergleichbar mit allen Regionen in Südhessen ist.” Der Hybridunterricht ab der 8. Klasse ist in den Schulen am Laufen, hiervon hat sich Landrat Engelhardt selbst an zwei Schulen ein Bild gemacht, unter anderem an der EKS in Bürstadt: „Ich habe mit der Schulleitung gesprochen und mir angesehen, wie die Rahmenbedingungen für den Wechselunterricht umgesetzt werden. Ein Thema, das man in Wiesbaden angehen muss, ist dabei das Verhältnis von Datenschutz, insbesondere dem Recht am eigenen Bild, und der Bildübertragung via Videokonferenz, da jeder der Bildübertragung zustimmen muss”, so Landrat Engelhardt, der „ein Riesenlob an die Schulen loswerden will, die mit viel Einsatz und sehr schnell den Wechselunterricht umgesetzt haben. Dies ist eine hohe Zusatzbelastung für Lehrerinnen und Lehrer, daher vielen Dank. Wir können noch nicht sagen, wie lange wir diese Regelung beibehalten, werden uns aber nächste, spätestens übernächste Woche zusammensetzen und schauen, ob wir das bis zu den Weihnachtsferien so weitermachen.” Generell bat Landrat Engelhardt im Namen der Schulen, auf Rückfragen zu verzichten, sobald ein Fall von Corona an den Schulen kommuniziert wird. „Wenn wir mitteilen, dass es einen Fall an einer Schule gibt, heißt dass, das es wahrscheinlich wirklich nur ein Fall ist. Die Schulen sind groß und haben viele Klassen. Die Eltern können sich darauf verlassen, dass die Schulen die betroffenen Klassen informieren und bitten darum, dass die Eltern nicht anrufen, sondern auf die Informationen seitens der Schulen warten.”

    Zur Entwicklung rund um das Corona-Testzentrum und die Kassenärztliche Vereinigung Hessen erläuterte Landrat Engelhardt, dass die KVH mitgeteilt habe, dass der Umzug auf Eis gelegt ist. „Das heißt aber nicht, dass er vom Tisch ist. Ich habe die KVH gebeten, Alternativen in den Blick zu nehmen, die besser geeignet sind. Die KHV wird sich Alternativen anschauen und danach entscheiden. Es kann aber durchaus sein, dass diese die ehemalige Schule in Hofheim präferiert. Grundsätzlich werden wir aber zunächst vor Ort informieren und dann die Öffentlichkeit, die Standortwahl ist jedoch die Entscheidung der KVH.”

    Die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz erläuterte, dass wir heute eine etwas niedrigere Inzidenz von 134,90 haben. Dies ist die richtige Richtung, aber wir müssen schauen, ob es sich so fortsetzt. Ich hoffe, dass die Inzidenz weiter nach unten geht.” Das Durchschnittsalter der aktuellen Infektionsfälle liegt bei Mitte 40 und damit nochmals gestiegen – „was uns besonders beunruhigt ist die Gruppe der Älteren, knapp sieben Prozent sind über 80 Jahre alt. Dies liegt deutlich über dem Schnitt, den wir bisher hatten. Grundsätzlich haben wir leider vom Neugeborenen bis zum 100-Jährigen alle Altersgruppen dabei, und in weniger als drei Wochen hat sich Gesamtzahl der Infizierten verdoppelt.” Ein Lob richtete die Gesundheitsdezernentin an das Stammteam des Gesundheitsamtes. „Dieses Kernteam leistet seit Beginn der Pandemie außerordentliches und tut dies auch weiterhin.” Positiv sein, dass die Bundeswehr nochmals aufgestockt werden konnte. 20 Soldatinnen und Soldaten sind jetzt bei der Kontaktverfolgung im Einsatz, darüber sind wir sehr dankbar.”

    Der Kreisbeigeordnete Karsten Krug erläuterte bezüglich der Bußgeldstelle, dass es innerhalb der vergangenen zwei Wochen einen Anstieg der gemeldeten Verstöße gegeben habe – auch, weil die Kommunen um mehr Kontrollen gebeten wurden. So gibt es insgesamt 728 gemeldete Verstöße, letzt Woche waren es 680 und zuvor 644. „Wir hatten bisher immer 10 bis 20 Verstöße pro Woche, jetzt sind es 40”, erläuterte Karsten Krug. Benjamin Kloos
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