CDU informierte Bürger vor Ort über Ziele für Hofheim
Hofheim West im Blick behalten
In Hofheim West gehen der Politik die Aufgaben nicht aus, wie die CDU Hofheim und Spitzenkandidat für den Ortsbeirat Alexander Scholl im Gespräch mit den Bürgern erfuhren. Foto: Hannelore Nowacki
HOFHEIM – Die CDU Hofheim hatte die Bürger am Montagnachmittag zum Treffpunkt auf der Westseite des Hofheimer Bahnhofs eingeladen, um über die Themen Hofheim West, Neubaugebiet und den Bahnhofsvorplatz zu sprechen – mit überraschend großer Resonanz, wie der Spitzenkandidat für den Ortsbeirat Alexander Scholl feststellte. Frischer Wind fegte über das Bahngelände, da half es die lebhafte Diskussion ein paar Schritte weiter auf der Wind geschützten Treppe der Unterführung fortzuführen. Unter dem Motto „Unsere Ziele für Hofheim – CDU informiert vor Ort“ erklärte Scholl, was die CDU in den nächsten fünf Jahren gerne umsetzen will. Drei Themen stehen für Hofheim West im Vordergrund. Scholl nannte die Infrastruktur, die Buslinie Hofheim/Worms und die Einkaufsmöglichkeiten. Parkplätze und Fahrradständer werden gebraucht, diskutiert wurde das Thema im Ortsbeirat schon mehrfach, das Geld war sogar schon im Haushaltsplan vorgesehen – aber weder der Platz noch die Grundstücksfrage konnte geklärt werden, erläuterte Scholl. Die CDU will weiter am Ball bleiben, Gespräche führen, auch die fehlenden Einkaufsmöglichkeiten und die fehlende Busanbindung in Hofheim West im Blick behalten. Allerdings hatte sich bislang noch kein Investor gefunden, der für nur 1.500 Einwohner ein Risiko eingeht. Spitzenkandidat Scholl und die teilnehmenden Bürger waren sich letztlich einig: Das Einkaufsverhalten der Einwohner, besonders auch der mobilen Leute bestimmt das Angebot. Der Bäcker habe sich nicht halten können, weil zu wenige Hofheimer dort einkauften. Dann kam ein Thema auf, das die Gemüter der am Rande von Hofheim West wohnenden Bürger auf die Palme brachte: Eine drei Meter hohe Lärmschutzwand wolle die Bahn errichten, und das, obwohl sie keinen brauchen, da sie sich noch nie durch Bahnlärm gestört fühlten. Ein komplexes Thema, dem Scholl in Unterlagen nachgehen will. Die Chancen stehen wohl nicht gut für die Lärmschutzwandgegner, denn die Bahn habe Zugriff auf Fördertöpfe und die Mehrheit der angeschriebenen Anwohner habe sich für die Lärmschutzwand ausgesprochen. Der Lärm sei jedenfalls gemessen worden, wusste Scholl zu berichten. Völlig unverständlich fanden die Gesprächsteilnehmer und Scholl die Weigerung des Kreises Bergstraße Hofheim West mit dem Bus anzubinden, das wäre eine kleine Verzögerung von etwa sechs Minuten, während die Busse früher am Bahnübergang oft viel länger warten mussten. Mit dem Neubaugebiet Rheinlüssen II sei Erfolgsgeschichte geschrieben worden, meinte Scholl, in Rheinlüssen III und IV wurden schon 50 Grundstücke verkauft. Nahtlos soll es nach dem vierten Bauabschnitt an geeigneter Stelle weitergehen. Langfristig will die CDU den unansehnlichen Bahnhofsvorplatz attraktiver machen. Die aktuelle Situation sei nicht vorzeigbar, eine Tatsache, die hier ins Auge springt und die Hofheimer Bürger am Montag in Rage brachte. Da die Bahn Eigentümerin der betreffenden Flächen ist, werde es nicht einfach werden. Auch der Wunsch ein Wartehäuschen an der Bushaltestelle am Bahnhof zu haben, wird nicht leicht zu erfüllen sein: Die CDU hofft, dass es gelingen wird. Den Platz umzugestalten und den Dieulouard Park zu integrieren würde Hofheim aufwerten, meinte Scholl. „Wir haben die richtigen Rezepte für Hofheim“ ist der Titel der Broschüre zur Ortsbeiratswahl, die Scholl den Zuhörern erklärte. Wie sich im weiteren Diskussionsverlauf andeutete, werden der CDU in Hofheim die Themen nicht ausgehen. Hannelore Nowacki