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Mi., 13. Dezember 2017, 13:40 Uhr
Außergewöhnliches Pilotprojekt angesichts des wachsenden Verkehrs
Hofheimer Luisenweg jetzt verkehrsberuhigter Bereich
Im Luisenweg in Hofheim startet ein neues Pilotprojekt zum besseren Verkehrsfluss: Alle Verkehrsteilnehmer nutzen die gleiche Fläche – gegenseitige Rücksichtnahme ist dabei besonders wichtig. Foto: oh
HOFHEIM – Seit vergangener Woche ist im Luisenweg in Hofheim im Rahmen eines Versuches ein „Verkehrsberuhigter Bereich“ (VB) eingerichtet worden. Bei der letzten Verkehrsschau wurde dieser Vorschlag erörtert, denn im Bereich des Luisenweges „kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen mit der Durchfahrtsbreite für Rettungsfahrzeuge oder der Müllabfuhr, aber gleichzeitig zu Behinderungen der Fußgänger durch die zu schmalen Gehwege”, erläuterte Bürgermeister Gottfried Störmer am Mittwoch im Rahmen eines Magistratspressegesprächs. „Auch für die Anwohner war die bisherige Situation sehr schwierig.” Daher habe man diese ebenso wie den Ortsbeirat Hofheim mit eingebunden – gemeinsam sei man so zur Überzeugung gekommen, „hier ein besonderes Pilotprojekt durchzuführen und einen verkehrsberuhigten Bereich zu gestalten.”
Normalerweise sind verkehrsberuhigte Bereiche nur im Zusammenhang mit einem niveaugleichen Ausbau möglich. Im Luisenweg gehen die Verantwortlichen jedoch neue Wege, hier werden die Bürgersteige und die Straße trotz unterschiedlicher Höhe gleichgesetzt: Das Parken entlang der Gebäude wird neu geregelt, die PKW parken nun direkt an der Hauswand. Gleichzeitig wird so in der Mitte des Straßenzuges eine breitere Mischfläche für alle Verkehrsteilnehmer geschaffen – für PKW, LKW aber auch für Fußgänger. „Somit gibt es kein Problem mehr für größere Fahrzeuge wie beispielsweise die Feuerwehr, die Luisenstraße zu durchfahren”, ergänzte Bürgermeister Störmer, der darauf hinwies, dass hierfür jedoch „gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer von höchster Bedeutung ist.” Ab sofort gilt daher im gesamten Bereich der Luisenstraße „Schrittgeschwindigkeit“.
Der Fachbereich Verkehr, Sicherheit und Ordnung möchte durch diese Maßnahme eine kurzfristige Lösung ohne einen hohen Kostenaufwand erreichen. Sollte der jetzt gestartete Test im Bereich des Luisenweges positiv verlaufen, könnte dies für weitere besonders enge Straßen in Lampertheim und den Stadtteilen Vorbildcharakter haben. Dazu werden während und im Anschluss an das Projekt die Anwohner befragt, ob sich das Konzept als sinnvoll erwiesen hat. Benjamin Kloos