
LAMPERTHEIM – Im November 2026 werden nördlich der gesicherten Altablagerung „Sandgruben“ im Stadtwald bei Neuschloß Holzerntearbeiten durchgeführt. Ziel der Maßnahme ist es, abgestorbene und geschädigte Kiefern zu entnehmen und dadurch Schäden am Wildschutzzaun, an der Rekultivierungsschicht der Altablagerung sowie an der dortigen Beregnungsanlage zu verhindern. Im oben genannten Bereich befindet sich ein rund 0,4 ha großer Streifen aus absterbenden Kiefern. Die Kiefern standen bis zur Sanierung/Sicherung der Altablagerung „Sandgruben“ in einem geschlossenen Waldbestand. Durch die Sanierungsarbeiten hat sich die Situation jedoch grundlegend verändert: Die Kiefern wurden im Zuge der Sanierung innerhalb eines kurzen Zeitfensters freigestellt und sind seither der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Diese abrupte Veränderung der Standortbedingungen im Zusammenhang mit den Trockenjahren seit 2018 sowie den extrem hohen Temperaturen und geringen Niederschlägen in 2026 hat den Bäumen zugesetzt. Inzwischen zeigen zahlreiche Kiefern deutliche Absterbeerscheinungen. Bereits in der Vergangenheit kam es durch umstürzende Bäume immer wieder zu Schäden am angrenzenden Wildschutzzaun.
Sichere Fällung erfordert besondere Vorbereitung
Die anstehende Holzernte ist aufgrund der besonderen örtlichen Gegebenheiten mit erhöhtem Aufwand verbunden. Durch die exponierte Lage am südlichen Waldrand sind bereits immer wieder abgestorbene Bäume gefällt worden. Da die geschädigten Kiefern bisher nicht entnommen werden konnten, haben sie sich in dem Kiefernbestand zu einem Verhau gebildet und eine sichere Fällung der verbleibenden Kiefern ist daher unter den aktuellen Bedingungen nicht möglich. Um das Sicherungsbauwerk der angrenzenden „Sandgruben“ und den Wildschutzzaun zu schützen, werden die bereits gefällten und die noch stehenden Kiefern nun gezielt entnommen/gefällt und für die Vermarktung vorbereitet. Die Arbeiten werden durch die eigenen Forstwirte der Stadt Lampertheim durchgeführt.
Nach der Holzernte folgt die Pflege
Mit der Fällung der Kiefern ist die Maßnahme nicht abgeschlossen. Im Anschluss wird die bereits aufkommende Verjüngung im Rahmen der sogenannten Schlagpflege von verbliebenen Kronenteilen befreit und für die weitere Entwicklung vorbereitet. Entstehen durch die Entnahmen Lücken im Bestand, wird geprüft, ob eine Ergänzung durch weitere Pflanzen sinnvoll und erforderlich ist. Sollte eine Pflanzung notwendig sein, wird diese in der passenden Jahreszeit umgesetzt und mit standortgerechten Baumarten durchgeführt.
Vorübergehende Einschränkungen möglich
Während der Holzernte wird es zeitweise zu Einschränkungen und Sperrungen im Bereich nördlich der „Sandgruben“ kommen. Die Stadtverwaltung bittet Bürgerinnen und Bürger, die entsprechenden Absperrungen und Hinweise vor Ort unbedingt zu beachten und den Arbeitsbereich nicht zu betreten. Die Fällung von Bäumen ist mit besonderen Gefahren verbunden – insbesondere dann, wenn abgestorbene Bäume und bereits liegendes Holz vorhanden sind. Mit der Maßnahme wird ein notwendiger Beitrag zur Sicherheit und zur nachhaltigen Pflege des kommunalen Waldbestandes geleistet. Gleichzeitig sollen weitere Schäden an den Einrichtungen der gesicherten Altablagerung „Sandgruben“ vermieden werden. zg
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