Kerweborscht bei Kerwerede im London Pub in „Bombenstimmung” / Nur Langeweile in Lambada
„Horscht” geht an „Schlappi”
Fritz Götz, der im letzten Jahr ausgezeichnet wurde, übergab den „Horscht” der Lampertheimer Kerweborscht, am Sonntag im London Pub an Trainerlegende Klaus Schlappner. Foto: Steffen Heumann
LAMPERTHEIM – Die Langeweile in der Spargelstadt und die Fußball-WM hatten die Kerweborscht Andreas Veltman und Andreas Kirsch bei ihrer diesjährigen im London Pub im Visier. Man müsse schon froh sein, wenn aus Richtung Mannheim eine Leiche in den Altrhein gespült werde oder eine im benachbarten Rheinland-Pfalz entdeckte Fliegerbombe auf Lampertheimer Terrain zur Explosion gebracht wird, meinten die Borscht. Selbst für den Ausläufer eines Tornados von der anderen Rheinseite sei man dankbar, denn ansonsten sei in der Stadt „nix los”, und „die im Rathaus schlofen sowieso es ganze Johr”.
Außer bei der Fußball-WM. Da waren auch die Lampertheimer hellwach. Maßgeblich verantwortlich für den Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft im London Pub zeichnete neben dem Inhaber der Trainingsstätte, Friedrich Hackstein, vor allem Kult-Trainer Klaus Schlappner verantwortlich, der dem Stammtisch die richtige Taktik verordnete, um den Titel unter Dach und Fach zu bringen.
Trotz aller Entbehrungen während der intensiven „Trainingsphase” im Pub, setzten die Kerweborscht ihrem Erfolgstrainer ein Denkmal. Nach Fritz Götz erhielt am Sonntagmittag Klaus Schlappner nicht nur einen legendären Pepita-Hut mit Kerwebändern überreicht, sondern wurde mit dem „Horscht”, dem Lampertheimer Oscar für besondere Verdienste, ausgezeichnet. Der Geehrte reihte sich anschließend als stolzer Besitzer des Wanderpokals in die Riege der Kerweredner ein. „Ich bin schon ein bisschen ergriffen”, scherzte „Schlappi”. „Lieber Fritz, liebe Borscht, ich freue mich über den Horscht”, versprach Klaus Schlappner in Reimform, mit Pokal auch in China Werbung für die Kerwe in Lambada zu machen.
Zum Abschluss gabs sogar eine gelbe Karte und Elfmeter: „11 Meter Bier natürlich”, lautete die Forderung, ganz nach dem Geschmack der beiden Kerweborscht mit Andreas Häuser als „dritten Mann” im Bunde, der den Kerwekranz abshcließend mit Bier taufte. „Ein Trio, aber eigentlich nur ein Duo”, brillierte Klaus Schlappner mit Blick auf die drei Borscht in seiner unnachahmlichen Art mit Wortwitz. Natürlich gibt es auch einen 4. Mann: der heißt Marcel Maurus und begleitete den Auftritt musikalisch. Die Kerwerede stammt aus der Feder von Heiner Veltman.