Ambulanter Hospizdienst, Trauerbegleitung und Familien, Kinder und Jugendliche im Fokus
Hospiz-Initiative im Ried e.V. blickt ins Jahr 2017
Auch 2017 eine wichtige Stütze für schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen: Die Hospizbegleiter der Hospiz-Initiative im Ried. Foto: oh
RIED – Die Hospiz-Initiative im Ried e.V. startet ins neue Jahr 2017 mit 33 Hospizbegleitern. Elf neue Begleiter wurden 2016 ausgebildet bzw. beenden im Februar ihre Ausbildung und engagieren sich ehrenamtlich in der Hospizarbeit.
Der Bedarf an Begleitungen ist steigend. Dies ist nicht zuletzt der relativ kurzen Belegzeiten in den Krankenhäusern geschuldet Die Diagnose und Alltagsveränderungen sind für Betroffene schwer zu erfassen. Bis die ganze Veränderung begreiflich wird, sind sie bereits entlassen und mit der neuen Situation erstmal überfordert.
Hierbei sind die Begleiter der Hospiz-Initiative eine wertvolle Stütze. Sie entlasten schwerstkranke Menschen und Ihre Angehörigen, indem sie Ihnen Zeit schenken, zuhören und durch ihr Fachwissen und ihre Fähigkeiten wertvolle Begleiter in einer schweren Zeit sind.
Den ambulanten Hospizdienst gibt es nun bereits seit 19 Jahren und die Möglichkeit um die ambulante Hospizarbeit erfährt einen zunehmenden Bekanntheitsgrad. Oftmals weisen mittlerweile Krankenhäuser, Ärzte und Pflegedienste auf die Möglichkeit einer Hospizbegleitung und Palliativberatung durch den ambulanten Hospizdienst hin.
Doch wer meint, die Hospiz-Initiative im Ried e.V. ruht sich nun aus, der hat sich getäuscht. Dank der Mitglieder und der Spender hat die Initiative die Möglichkeit, weitere Angebote auszuarbeiten.
So werden 2017 vier weitere Trauerbegleiter ausgebildet, um so auch den Bedarf der steigenden Trauerbegleitungen zu decken.
Ein weiterer Schwerpunkt ist in diesem Jahr wieder das Angebot, das sich an Familien, Kinder und Jugendliche richtet. So wird die Hospiz-Initiative in Zusammenarbeit mit der HAGE (Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.) und dem DHPV (Deutscher Hospiz- und Palliativverband) ab September 2017 Grundschulen sowie den weiterführenden Schulen Unterrichtshilfen und Vorstellungen zum Thema Tod, Trauer und Hospizarbeit anbieten. Hierzu wurde von allen Beteiligten ein Konzept sowie Unterrichtsmaterialien erarbeitet.
Was auch 2017 bleibt, wie auch all die 18 Jahre vorher: Alle Angebote der Hospiz-Initiative sind für die betroffenen Menschen kostenfrei und unverbindlich. zg