Sa., 22.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • So., 10. Februar 2019, 15:28 Uhr
    Bei Prunksitzung des HCV Hofheim jagte ein närrischer Höhepunkt den nächsten / Till bringt Saal mit spitzer Zunge zum Toben

    „Howwe ist die wahre Fastnachtshochburg von Lampertheim”

    Nahm kein Blatt vor den Mund und sorgt mit spitzer Zunge für einen der zahlreichen Höhepuntke der Prunksitzung des HCV Hofheim: Till alias Markus Scholl. Foto: Benjamin Kloos


    HOFHEIM – „Howwe helau” hallte es am Samstag begeistert durch das Bürgerhaus in Hofheim – die Aktiven des HCV brannten ein regelrechtes karnevalistisches Feuerwehr ab, mit allem, was das Narrenherz begehrt: Humorvolle Beiträge, politische Fastnacht, fantastische Tanzeinlagen und Schunkelrunden sorgten für eine ausgelassene Stimmung.

    Tänzerisch sorgten die Garden für unzählige Höhepunkte – so bereits direkt zum Auftakt, als die HCV-Wichtel mit einer bezaubernden Tanzeinlage für Begeisterung sorgten – unter anderem zu „Unter dem Meer” aus Disneys Arielle. Die HCV Flotter Powers und die Piccolos konnten mit ihrer gemeinsamen Tanzeinlage ebenso überzeugen wie die Piccolos im weiteren Verlauf mit einer gelungenen tänzerischen Darbietung zum Thema „Alice im Wunderland”. Die HCV-Garde als tänzerisches Aushängeschild begeisterte mit einer tänzerischen Höchstleistung – in der zweiten Hälfte stand ihr Showtanz dem ersten Auftritt in nichts nach. 

    Mit den Pink Ladies betrat kurz vor der Pause eine Tanzgruppe in ungewohnter Aufmachung die Bühne – als Omas verkleidet begeisterten sie mit einem Showtanz das Publikum und nahmen dieses auf eine besondere tänzerische Reise mit.  Die Wonneproppen entführten in die Welt der Augsburger Puppenkiste, bevor ein weiterer heimlicher Höhepunkt der tänzerischen Darbietungen anstand: Der Auftritt des Männerballetts, der HCV Knusperstangen. Thema war der Mauerfall und die deutsche Wiedervereinigung.  

    Für das Protokoll zeichnete sich einmal mehr Kathrin Scholl verantwortlich – mit Humor brachte sie das Geschehen in Hofheim und Lampertheim im vergangenen Jahr auf den Punkt. Ob Landtagswahl, Logo der Stadt Lampertheim oder ZAKB, die Reaktionen aus dem Publikum zeigten, dass sie genau den richtigen Nerv getroffen hatte, so beispielsweise beim Thema ZAKB. „Das Müllauto fährt durch die Stadt, auch wenn gar keine Tonnen draußen stehen”, stelle Kathrin Scholl fest – und bezüglich der Erhöhung der Gebühren rief sie den Narren zu: „Wer ist schuld? Wir Schlamper, die den Müll nicht richtig trennen! Aber stattdessen hat man uns schlichtweg verarscht und falsch kalkuliert!” Natürlich durften auch Spitzen gegen Lampertheim nicht fehlen. „In Lampertheim wird per Stellenanzeige ein Elfenrat gesucht. Wir denken darüber nach, eine Leasing-Agentur für Elfenräte auszumachen. Howwe ist einfach die Fastnachtshochburg der Stadt Lampertheim.”

    „Alice im Wunderland” wurde durch die mittlere HCV-Garde, den Piccolos, wundervoll tänzerisch präsentiert. Foto: Benjamin Kloos


    Mit einem Medley an Stimmungshits sorgten die Partysänger Edwin Stöwesand, Karlheinz Bauer, Uwe Rückert und Michael Sittauer dafür, das im Saal kräftig mitgesungen, -geklatscht und natürlich -geschunkelt wurde, besonders bei dem Fastnachtshit „Rot, rot, rot, sind die Rosen”. Gemeinsam mit Martina Bock sorgte Edwin Stöwesand für einen weiteren unterhaltsamen Programmpunkt, als Urlaubspaar sorgten sie für zahlreiche Lacher.

    Einer der absoluten Höhepunkte war der Auftritt von Markus Scholl als Till. Gewohnt pointiert nahm er das politische Geschehen mit spitzer Zunge auf die Schippe und schreckte dabei zur Begeisterung des Publikums auch vor schwierigen Themen nicht zurück. Ob CDU-Parteivorsitz, Asylanten, Donald Trump, Brexit, das Anbiedern von Messt Özil an den türkischen Präsidenten Erdogan oder der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche – kein Themenbereich war davor sicher, gekonnt karikiert zu werden. Leider lässt sich der begeisternde Vortrag, der den Saal zum Toben brachte, nicht in wenigen Zeilen wiedergeben – aber so manch Fastnachter in den Fastnachtshochburgen könnte sich hier sicher noch eine Scheibe abschneiden, zum Beispiel wenn Markus Scholl dem vermeintlichen Trend zur Liebe von Männern zu älteren Frauen auf den Zahn fühlt: „Macron, der Präsident der Franzosen, steht sichtlich auf erblühte Rosen. Das ist der Grund, wie ihr mir seht, warum er sich mit Merkel so gut versteht.”  

    Nicht einmal eine Minute dauerte der Auftritt von Volker Hildebrand als „lustloser Fastnachter” – doch gegen die Zugabe-Rufe aus dem Publikum konnte auch er sich nicht wehren und lieferte eine humorvoll Abrechnung mit der Fastnacht, die den Saal ebenfalls zum Toben brachte.

    Nach der Pause sorgte Alexander Scholl als Hit-Sänger des HCV für einen gelungenen Einstieg in die zweite Hälfte. Anke Petri-Rieger feierte als „Ein Engel” ihre Premiere in der närrischen Bütt, während es Heike Hildebrand vergönnt war, vor dem großen Finale den letzten Höhepunkt in der Bütt zu setzen. Als „Bürgermeisterkandidatin” sorgte sie noch einmal für beste Stimmung im närrischen Saal – bevor alle Aktiven gemeinsam auf der Bühne feierten und gemeinsam mit dem Publikum „Wir alle wir leben” anstimmten, natürlich nicht die Mainzer, sondern die Howwemer Version. Benjamin Kloos

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 2