So., 11. September 2016, 13:40 Uhr
Fulminanter Auftakt mit Platzkonzert, Kerberedd und Kranzaufhängung
Howwe löst den Dreitagespass für die Kerb

Mit Highheels uff die Leider: Kerbemudder Heike Hildebrand beleuchtete in ihrer Kerberede hoch oben auf der Leiter die lustigen Geschehnisse aus dem Ort. Foto: Eva Wiegand
HOFHEIM - In Howwe herrscht wieder Partystimmung - bis Montag feiern die Hofheimer ihre Kerb. Jedes Jahr setzt sich die Arbeitsgemeinschaft der Vereine an einen Tisch, jedes Jahr übernimmt ein anderer Verein das Ruder und zeichnet sich verantwortlich für die Kerb. Die Carpe Noctem Corporation (CNC) stellte nicht nur die Kerbemudder Heike Hildebrand, sondern sorgte am Samstagabend für eine gelungene Eröffnung und ließ es richtig krachen. Nach dem traditionellen Platzkonzerts des Evangelischen Posaunenchors setzte sich der Umzug mit Kerwemudder und Kerbeborsch, begleitet vom Spielmannzug der Freiwilligen Feuerwehr Bürstadt/ Hofheim in Richtung Altes Rathaus in Bewegung und wurde dort vom schattensuchenden Publikum herzlich begrüßt. Moderator und "Anheizer" Ingo Eisert vom CNC sorgte für Stimmung und so hieß es zuerst einmal, sich in einer ersten Auflockerungsrunde einem unbekannten Nachbarn vorzustellen, inklusive Umarmung und Küsschen. Dann hatte Bürgermeister Gottfried Störmer das Wort und wünschte den Kerbegästen ein gelungenes Fest bei bester Wetterlage und damit den besten Voraussetzungen. Ortsvorsteher Alexander Scholl schloss sich dann mit Grußworten an: "Wenn in Howwe uff de Stroß Musik erklingt und jeder des Howwemer Lied singt, dann is Howwe für die Kerb bereit", reimte Ortsvorsteher Alexander Scholl.
Mit Spannung wurde dann die Kerberede von Kerbemudder Heike Hildebrand erwartet. Einige Seitenhiebe in Richtung Stadt Lampertheim konnte sie sich natürlich nicht verkneifen. So monierte die Kerbemudder das monatelange Sperren der Friedrich-Ebert-Straße. "Die Leid die dort wohne sinn als mit de Mülltonne durchs Ort geirrt, wussten net wu sie parke könne und mussten mit ihre Einkaufstasche ewig weit renne". Einen großen Bogen machte sie allerdings um die Lampertheimer selbst: "Do hot doch so in Clevere in Lomberde drowwe, vom Balkon ganz bees gelästert üwwer uns in Howwe! Die Worte über uns waren alles andere als Galant, der Kerl hot den Böge mächtig überspannt". Deshalb ging es gleich mit anderen Storys weiter. Da ging es nicht nur um vergrabene Leichen im Garten von Ortsvorsteher Alexander Scholl sondern auch um andere Geschichten, die für große Belustigung sorgten. Viel Gelächter gab es für die Anekdote über Peter Bär, der als Landwirt und Feuerwehrmann bekannt ist, im Ernstfall allerdings, nämlich als sein Acker in Flammen stand, die Telefonnummer der Feuerwehr nicht mehr wusste. "Er ruft schnell die Steffi a - des is sei Fraa - die kennt die Nummer, des war doch klar. Dank der Steffi ging die Sache gut aus, der Feuerwehr un ach de Steffi Molken große Applaus." Und nachdem die Kerbemudder den Kranz am Alten Rathaus befestigt hatte, ertönte auch schon der Schlachtruf "Die Howwemer Kerb is do". Eva Wiegand