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  • Fr., 20. Februar 2015, 10:15 Uhr
    Politscher Aschermittwoch der SPD mit Heringsessen

    Humor satt mit 150 Heringsfilets und 50 Gästen

    Fraktionsvorsitzender Franz Siegl zeigte dem politischen Gegner im Ried und in Hessen die Zähne, mild gewürzt mit einigem Humor in Reimen. Foto: Hannelore Nowacki


    BOBSTADT – Die SPD Bürstadt hatte Mitglieder, Freunde und Gönner zum Heringsessen am politischen Aschermittwoch ins Foyer der Sporthalle eingeladen. Fünfzig Gäste waren gekommen - alle Plätze waren besetzt. Sechs Helfer waren in der Bewirtung im Einsatz, 15 Kilogramm frisch gekochte Pellkartoffeln dampften in den Töpfen, 150 in Mayonnaisensauce eingelegte Heringsfilets waren eingekauft und wurden mit großem Appetit verzehrt. Essen und Getränke waren frei. Parteivorsitzender Boris Wenz wies jedoch auf eine „hungrige rote Wutz“  hin, ein Sparschwein, das für die Aufnahme von Spenden bereit stand. Wenz zeigte sich mit dem politischen Aschermittwoch angesichts der großen Resonanz zufrieden: „Man merkt, dass es Tradition geworden ist“. SPD-Landratskandidat Gerald Kummer war auf Plakaten präsent und gelbe Putzschwämme auf den Tischen trugen die rote Aufschrift „Kummer kümmert sich“. Der Parteivorsitzende kommentierte  in seinen Begrüßungsworten den Zweck dieser Mitnehm-Küchenutensilie: „Unser Landtagskandidat hat sich vorgenommen, die schwarzen Krusten zu beseitigen“. Nach dem Essen hörten die Gäste der Rede des Fraktionsvorsitzenden Franz Siegl zu, der als Rentner 60plus seine politische Agenda dynamisch und schön gereimt vortrug, angereichert mit rotem Humor und etlichen Seitenhieben auf den politischen Widersachern. „Wir Rentner, wir sind eine Macht“, erklärte Siegl den Zuhörern, „bei jeder Wahl ist‘s angebracht, dass wir sozial auch an uns denken und nicht das Kreuzchen anderen schenken.“. Doch von der „Durchschnittsgage“ mit 1200 Euro bleibe nicht viel übrig. „Normal ist es auf dieser Welt, dass der bezahlt, der hat bestellt“, findet Siegl, „doch das Land Hessen ist der Dieb, gemeint ist das Konnexitätsprinzip“. Auch bei der nicht eingeführten Vergnügungssteuer, die in Bürstadt doch nicht kam, nimmt Siegl kein Blatt vor den Mund. Finanzmisere, Grundsteuererhöhung A und B, Haushaltsausgleich und Schutzschirm sind Stichwörter, die Siegl auf die Palme bringen. „Störmer, Kusicka und Schader sind das neue Sturmgeschwader in den Rathäusern im Ried“, das ihm so gar nicht gefällt. „Und jetzt kommt es dick, ihr liebe Leut‘, ab heute beginnt die Fastenzeit“, verkündete Siegl. Lachen und Applaus erhielt der 60plus-Redner auch für seine witzige Szene als Rentner an der Aldi-Kasse. Bei der nächsten Wahl ist er sicher: „Ihr macht es gut, denn ihr seid schlau, ich grüße euch zum Schluss – Helau!“. Hannelore Nowacki

    Der politische Aschermittwoch der SPD diente auch dem gemütlichen Beisammensein. Foto: Hannelore Nowacki

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