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  • So., 23. März 2014, 23:14 Uhr
    Feierlicher Vorstellungsgottesdienst des Konfirmandenjahrgangs 2013 / 2014 in der Domkirche

    „Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir“

    Der Konfirmandenjahrgang 2013/2014 zeigte eine gelungene Darbietung des Vorstellungsgottesdienstes am 23. März in der Domkirche. Foto: Sigrid Samson


    LAMPERTHEIM - In der Domkirche hatten sich bereits zahlreiche Besucher versammelt, als die knapp 60 Konfirmanden/-innen unter Begleitung der Pfarrer Mario Hess-Keil, Adam Herbert und Pfarrerin Sabine Sauerwein das Gotteshaus betraten. In ihren Händen lag es, diesen Gottesdienst gemeinsam zu gestalten.

    Der Vorstellungsgottesdienst der diesjährigen Konfirmanden/-innen stand unter dem Motto des ersten der zehn Gebote Gottes: „Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“

    Was die Jugendlichen in den vergangen Monaten im Konfirmandenunterricht gelernt und erarbeitet haben, wurde in dem feierlichen Gottesdienst am Sonntagvormittag von den insgesamt drei Gruppen vorgestellt.

    Nach einem „Dankeslied“ zu Beginn der Veranstaltung hießen drei Mädchen die Besucher willkommen und baten Gott im Namen aller Konfirmanden/-innen um die Kraft, sich an Regeln und Gebote zu halten.

    Erwähnt wurde auch, dass sich die Jugendlichen im Vorfeld bereits mehrfach getroffen haben, um die zehn Gebote in roten Sandstein zu meißeln. Dieses Projekt wurde von Steinmetz Holger Schinz-Sauerwein geleitet, und so wurde von jedem der Jugendlichen jeweils ein bis zwei Buchstaben in den Sandstein gemeißelt und anschließend in der Notkirche mit Blattgold versehen. Das Ergebnis der Aktion, die allen Beteiligten viel Spaß bereitete, wurde nun stolz im Rahmen des Gottesdienstes auf dem großen Altar präsentiert. Die Konfirmanden/innen zeigten sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

    Auf eine Lesung aus dem zweiten Buch Mose zum Thema „mach uns einen Gott, der uns schützt und führt“ folgte eine Ausführung der Jugendlichen mit der Frage an die Gläubigen „woran hängt ihr Herz?“. Es wurde vorgetragen, welche unterschiedlichen Antworten es hierauf geben kann - symbolisch für die einzelnen Antworten wurden Gegenstände auf dem kleinen Altar nacheinander abgelegt. Während für den einen die Freunde wichtig sind, sind es für andere die Gesundheit, das Stammbuch stellvertretend für die Familie, ein Herzluftballon als Zeichen für die Liebe, die Freiheit oder die Blume als Symbol für das Leben. Auch das Kuscheltier, das Geborgenheit vermittelt, und das Mathebuch als Zeichen für die Bildung gehörten mit zu den vielfältigen Antworten der Konfirmanden/-innen.

    Zwischen den Beiträgen wurden von der Anwesenden gemeinsam bekannte Kirchenlieder gesungen. Mit ihren modernen musikalischen Einlagen sorgte auch die Jugendband ENAMINE für eine gelungene Veranstaltung.

    Ein interessanter, aber auch humorvoller „Götterwettstreit“ wurde anschließend dargeboten, in dem es darum ging, welcher der drei erwähnten Götter den Vorrang genießen: der christliche Gott, der „Gott des Sports“ oder der „Gott der Freundschaft“ – wie die Mädchen und Jungen sie benannten. Es wurde geworben und kritisiert. Während der christliche Gott Vertrauen und Geborgenheit vermittle, waren es für den anderen Spaß und Fitness. Hervorgehoben für den Gott der Freundschaft wurde der geringe Zeitaufwand, den man für die Freundschaft investieren muss. Als Fazit des Wettstreits konnten die Konfirmanden/innen herausstellen, dass der christliche Gott immer im Mittelpunkt stehen sollte. Diese Ausarbeitung trug zur Betonung des Mottos der Veranstaltung bei.

    Auf dem Altar präsentierten die Konfirmanden/-innen stolz das Ergebnis ihrer Projektarbeit. Foto: Sigrid Samson


    Nach dem Glaubensbekenntnis, vorgetragen von Vikar Jan Scheunemann, wurde von den Schülerinnen und Schülern auf alle zehn Gebote hingewiesen. Auf eine eigene Prüfung nach der Rangfolge in Bezug auf die Wichtigkeit in unserer heutigen Zeit stellten sie heraus, dass das sechste Gebot „du sollst nicht töten“ das derzeit bedeutendste von allen sei, da dies in der heutigen Gesellschaft leider zu oft missachtet werde. Knapp gefolgt sei es von dem siebten Gebot „du sollst nicht ehebrechen“, da die häufigen Scheidungen heutzutage oftmals schlimme Folgen für die Kinder habe. Darauf folgt das erste Gebot Gottes.

    Es wurden Anmerkungen über die zehn Gebote vorgetragen und festgestellt, dass diese leider in den Hintergrund gerutscht seien, und viele Menschen diese Gebote brechen.

    „Du sollst Vater und Mutter ehren“ – die notwendige Achtung, der Respekt und die Toleranz solle den Eltern entgegengebracht werden - stellten die Mitwirkenden weiter fest.

    „Sollte man sich an die Gebote oder nach dem Herzen richten?“ lautete eine Fragestellung, die zum Nachdenken anregte. „Wir finden, man sollte nach den Geboten handeln, aber auch nach dem Herzen, auch wenn hierbei mal ein Gebot gebrochen wird“ taten die Jugendlichen ihre persönliche Meinung zu dieser Frage kund.

    „Wir danken Gott für die zehn Gebote, die uns den Weg zeigen“ – mit diesen Worten und der Bitte um Sanftmut, Gütigkeit und Mitgefühl gegenüber den Mitmenschen schlossen die Mitwirkenden den Gottesdienst und beteten gemeinsam mit den Gläubigen um Gottes Segen, und dass er allen Frieden spende.

    Pfarrerin Sauerwein bedankte sich auch im Namen ihrer Kollegen bei allen Mitwirkenden, organisatorisch Beteiligten und den zahlreich erschienenen Gästen.

    Für ihre Darbietung ernteten alle Beteiligten viel Applaus von den Besuchern in der voll besetzten Domkirche.

    Termine für die bevorstehende Konfirmation in der Domkirche sind: Sonntag, 4. Mai 2014: Konfirmation um 9.30 Uhr und um 13.30 Uhr – eine Dankandacht der Konfirmanden/-innen ist für den 6. Mai, 17 Uhr, vorgesehen. Sigrid Samson

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