Do., 20.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mi., 22. Juli 2015, 08:26 Uhr
    Gelungene Aufführung des Kinder-Mitmachmusicals „Bleib einfach anders“ der Theater-AG der Goetheschule

    „Ich find‘ mich gut, so wie ich bin“

    Um die Einzigartigkeit jedes Menschen ging es in der Aufführung des Musicals von den Dritt- und Viertklässlern der Theater-AG der Goetheschule. Foto: Sigrid Samson


    LAMPERTHEIM ­– „Der eine hat ‘nen langen Zopf, der andere ‘nen Wuschelkopf“, sangen die Kinder der Klassenstufen 3 und 4 der Theater-AG der Goetheschule zu Beginn der Aufführung des Kinder-Mitmachmusicals „Bleib einfach anders“ der Theater-AG der Goetheschule im Jugendheim Mariä Verkündigung und zeigten damit auf, dass jeder Mensch anders und einzigartig ist. Seit Januar dieses Jahres probten die Schüler gemeinsam mit Kathrin Schaberick für das Stück von Liedermacher Bernhard Strassel, das am Dienstagnachmittag den Familienangehörigen und weiteren Interessenten präsentiert wurde. Am Vortag fand bereits eine Aufführung in der Goetheschule für alle Mitschüler statt.

    Das beliebte Kindermusical handelt von der Einzigartigkeit jedes Menschen und zeigt die zahlreichen Facetten und Probleme des Kinder- und Jugendalltags auf. In der heutigen Welt voller Stars und Sternchen werden Äußerlichkeiten immer wichtiger: gut aussehen, Markenkleidung tragen, cool sein und am besten beim nächsten Casting entdeckt und berühmt werden. Auch Rolf Rabe, die Hauptfigur des Musicals, hat mit diesen Problemen zu kämpfen. Er findet sein Leben total langweilig, bis er dann auf den Zauberer trifft, der ihm drei Wünsche erfüllt. Er möchte sprechen lernen, schön sein und ein richtiger Star werden. Bald jedoch erkennt er, dass das Leben als Star gar nicht so toll ist und wünscht sich sein Leben als ganz normaler Rabe zurück.

    Nach dem flotten Begrüßungslied der Kinder wurde die Geschichte von Rolf Rabe, dargestellt von Pia Ruben, erzählt. „Wir fahren mit dem Bus“, stellten die Kinder eine lustige Busfahrt dar. Als die Raben kamen, die üblicherweise auf dem Feld in der Sonne sitzen, merkten die Kinder an, dass diese witzig aussehen und komische Geräusche von sich geben. Rolf Rabe hatte schon vieles erlebt und sein Leben war ihm im Laufe der Zeit langweilig geworden. Als der Zauberer erschien, der ihm anbot, drei Wünsche zu erfüllen, überlegt er: „Was ist eigentlich wichtig für mich?“. Bei der Rabenlehrerin in der Schule stellte er fest, dass sprechen lernen gar nicht so schwer ist. Als zweiten Wunsch wollte der Rabe „schön sein wie Sarah Connor oder Rihanna“. Nachdem er geschminkt und frisiert war, durfte auch ein Tatoo nicht fehlen. „Ich kann sprechen und sehe spitze aus“ fühlte er sich stolz und hatte auch noch einen dritten Wunsche parat, nämlich so berühmt zu sein wie Justin Bieber – eben wie ein richtiger Superstar. Danach fühlte er sich einfach wunderbar, ein Star zu sein, den alle bewunderten. „Hipp hipp hurra, endlich hab‘ ich es geschafft – ich bin ein Star“, trällerte er fröhlich. Doch mit der Zeit lernte er auch die Schattenseiten des Berühmtseins kennen und es wurde ihm langweilig, immer die gleichen Lieder zu singen, und auch lästig, immer gut gelaunt zu wirken. Das alles machte ihn trotz seines Ruhms traurig und alleine. Erinnerungen an alte Zeiten kamen auf, als er mit seinen Freunden im Wald Wettrennen veranstaltet hatte. „Ich habe zwar tausend Fans, aber keinen einzigen Freund“, war das Fazit, das er schließlich ziehen konnte und er wollte endlich nur noch eins: wieder ein ganz gewöhnlicher Rabe sein. Er flog wieder zurück auf den Acker, um sein Lieblingslied singen zu hören. Mit „Ich find mich gut, so wie ich bin“ hatte er erkannt, worauf es im Leben wirklich ankommt. „Berühmt zu sein, ist nicht so toll“, war sein Fazit und es ging ihm gut, endlich wieder zuhause bei seinen Freunden angekommen zu sein, die ihn so liebten, wie er war.

    Eifrig wurde zwischen den einzelnen Szenen das Bühnenbild umgebaut und der Spaß an der Aufführung war den Kindern trotz der großen Hitze anzumerken. Die anwesenden Besucher hatten sichtlich Freude daran und wurden von Mitgliedern des Fördervereins mit kaltem Wasser versorgt. Im Anschluss bedankte sich Schabarek bei allen Kindern und eifrigen Helfern und rief die Anwesenden zu einer Spende auf „für Kinder, denen es nicht so gut geht wie euch“. Ein Eis versprach sie den jungen Schauspielern am darauffolgenden Tag als Belohnung. Sigrid Samson

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige TicketshopAnzeige 3 Anzeige - 1