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  • Do., 08. Juli 2021, 09:07 Uhr
    NIBELUNGENSTRASSE OST: Bürger informierten sich über Planungsstand

    Ideen und Anregungen der Bürger gefragt

    Nach Vortrag und Diskussion über die Entwurfsplanung schauten sich die Teilnehmer der  Bürgerinformationsveranstaltung die Schautafeln genauer an und ließen sich Details erklären. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Die Umbaumaßnahmen starten 2022, vorgesehen sind drei Bauabschnitte mit einer Bauzeit von insgesamt 15 bis 18 Monaten. Schöner und grüner soll es im östlichen Bereich der Nibelungenstraße zwischen Dammstraße und der östlichen Ortsdurchfahrtsgrenze Richtung Riedrode werden, mehr Sicherheit für Radfahrer und breitere Gehwege werden eingeplant, verbunden mit der Entschleunigung des Autoverkehrs und versetzten Parkflächen, die Beleuchtung und der Straßenbelag werden optimiert, die Bushaltestellen werden ohne Buchten barrierefrei gestaltet, die beiden verkehrsreichen Knotenpunkte Forsthausstraße und Wasserwerkstraße werden optimiert und entschärft. Zu diesen Zielen gibt es Planungen, die aus dem Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) resultieren, in das die Vorschläge der  Bürger für die östliche Kernstadt eingeflossen sind. Um die Beteiligung der Bürger an den weiteren Planungen ging es auch bei der Bürgerinformationsveranstaltung am Dienstagabend auf dem Beethovenplatz unter freiem Himmel, zu der die Stadt Bürstadt in Zusammenarbeit mit der ProjektStadt, dem Quartiersbüro und dem Ingenieurbüro Mailänder Consult eingeladen hatte. Auf einem „Beteiligungsbogen“ zum Mitnehmen oder zum Ausfüllen vor Ort konnten die Bürger ihre Meinung aufschreiben, Ideen, Anregungen, Fragen und Impulse mitteilen. Diese Bögen können auch im Quartiersbüro am Beethovenplatz in der Bürgermeister-Siegler-Straße 29 eingeworfen werden. Rege Diskussionen entwickelten sich schon vor Beginn der Veranstaltung an den Stellwänden mit großformatigen Plänen. Wegen der Corona-Regeln war die Teilnehmerzahl begrenzt, eine Anmeldung erforderlich. Am ersten Termin nahmen fünfzig Bürger teil, auch zahlreiche Stadtverordnete waren gekommen. Eine Stunde später beim zweiten Termin erschienen nur halb so viele Teilnehmer. Bürgermeister Barbara Schader begrüßte die Veranstaltungsteilnehmer und erinnerte an den Beginn des Stadtentwicklungsprojekts mit Stadtspaziergang und Workshops. Dieser ersten Infoveranstaltung würde weitere folgen. Die Pläne seien im Quartiersbüro und auf der Homepage der Stadt Bürstadt (www.buerstadt.de) einzusehen. Nach der Sommerpause werden die Stadtverordneten die Beschlüsse fassen, teilte Schader mit. Diplom-Ingenieur Christian Müller, Mitglied der Geschäftsleitung von Mailänder Consult, stellte den aktuellen Planungsstand der Umbaumaßnahmen vor und ging auf die zahlreichen Fragen der Zuhörer ein, die nach seinem Vortrag anhand der Schautafeln noch etwa zwanzig Minuten lang vertieft werden konnten. Als Gesprächspartner standen auch Jürgen Schmitt und Christian Schwarzer vom Projektteam und die Mitarbeiter des Quartiersmanagements bereit. Müller betonte, dass es sich zurzeit um eine Entwurfsplanung handele und weitere Informationsveranstaltungen entsprechend der Bauabschnitte erfolgen werden. Während der Bauzeit werde es Beeinträchtigungen geben, daraus machte er keinen Hehl. Bürgermeisterin Schader wies darauf hin, dass die Anwohner während der Bauzeit Ansprechpartner der Firmen vor Ort hätten. Im Fokus der Diskussion standen vor allem der Kreuzungsbereich Forsthausstraße und die verringerte Durchfahrtsbreite der Nibelungenstraße durch Querungshilfen sowie der geplante Kreisel an der Wasserwerkstraße. Breite landwirtschaftliche Fahrzeuge, beispielsweise Mähdrescher und Vollernter brauchen mehr Platz als vorgesehen, gab Ortslandwirt Richard Schöcker zu bedenken. Diesen Hinweis wollte Müller aufnehmen. Zum Bahnübergang Forsthaushausstraße, der optimiert werden soll, stellte Müller die Überlegung vor, diesen zukünftig nur noch für Radfahrer und Fußgänger zu öffnen. Autos und der Schwerlastverkehr würden dann über Riedrode umgeleitet, das Stadtgebiet solle nicht belastet werden. Bei einer Verkehrsschau seien Rückstau und Räumzeiten des Gleisbereichs gemessen worden. Eine Überlegung, die Ratlosigkeit zurückließ. Weitere Fragen hatten die „Raserei“ zum Thema - soll es weiter bei Tempo 50 bleiben und könnten nicht Hindernisse eingebaut werden? Das sei nicht umsetzbar, machte Müller deutlich, weil es hier um öffentliche Verkehrsmittel gehe. „Das hat noch Hänger“, meinte Annemarie Lausecker zu den Plänen, die sie gemeinsam mit anderen Teilnehmern angeschaut und diskutiert hatte. Nicht klar sei, wie der Verkehr mit einem geschlossenen Bahnübergang zu realisieren sei. Aber das stehe noch nicht fest. Schnell waren die zwanzig Minuten vorbei. Die nächste Schicht wartete schon vor dem Einlass. Die Planung wird aus Mitteln des Städtebauförderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ gefördert. Für die Baukosten sind Mittel der Verkehrsinfrastrukturförderung angemeldet. Hannelore Nowacki

     

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