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  • Mo., 15. Dezember 2014, 13:20 Uhr
    Sängerbund Hüttenfeld stimmte auf Weihnachten ein

    Ihr Menschen freut euch all

    HÜTTENFELD - „Ist es noch weit nach Bethlehem“ - mit dieser Frage eröffneten die „Young Voices“ des MGV 1892 Sängerbund Hüttenfeld das diesjähriges Advents- und Weihnachtskonzert in der prall gefüllten Herz-Jesu-Kirche. Der Verein verfügt mittlerweile schon über vier Chorsparten, die allesamt beeindruckende weihnachtliche Klänge in das Gotteshaus mit seiner hervorragenden Akkustik zauberten. Neben dem traditionellen Männerchor, dem Kinder- und Jugendchor (Young voices) und dem Frauenchor ist in diesem Jahr noch ein gemischter Chor hinzugekommen, der damit die Bandbreite des Chorgesanges beim Sängerbund komplettiert.

    Die Kinder begeisterten mit ihren schwungvollen Liedern „Der Bratapfel“ und „Kinderfragen sind die schwersten“ von Winfreid Heurich. Die 20 Mädchen und Buben stehen unter der Leitung von Ronald Ehret und erklärten dann noch musikalisch, wie der Weihnachtsbaum in anderen Ländern aussieht. In Afrika hängen daran beispielsweise Lianen und Bananen. Auch der Jugendchor wird von Ehret geleitet und überzeugte stimmlich mit modernem und auch klassischem Liedgut. Das „Gegrüßet seist du Maria“ ist wohl selten so schwungvoll in der Herz-Jesu-Kirche erklungen. Und gar vierstimmig setzten die 20 jungen Frauen und Männer mit John Rutters „A claire Benediction“ oder dem „Tröstet mein Volk“ von Georg Rabe berührende Akzente. Bewährter Begleiter auf dem Keyboard war einmal mehr Bruno Ehret.

    Willi Moos wählte für seinen Männerchor altbekannte Weisen aus. Das Weihachtsglöcklein von Ludwig Baumann war neu im Programm und verfehlte dabei ebesowenig die stimmungsvolle Wirkung, wie der bewährte Praetoriussatz „Es ist ein Ros` entsprungen“. Und beim „Trommellied“, dem Ohrwurm aus Amerika, liefen die 26 Männer zu Höchstform auf und bewiesen einmal mehr, dass man wohl quantitativ Einbußen hinnehmen musste, aber stimmlich unverwechselbar als der Hüttenfelder Männerchor zu erkennen war.

    Marc Bugert setzte dann eindrucksvoll zunächst seinen Frauenchor musikalisch in Szene. Und die 19 Damen setzten internationale Akzente. Alpin kam der Adventsjodler des derzeit wohl bekanntesten zeitgenössischen Chor-Komponisten Lorenz Maierhofer oder das „Es wird schon glei‘ dumper“  daher und setzte den Kontrapunkt zum „Christmas Lullaby“ des Engländers John Rutter. Maierhofers „Advent ist ein Leuchten“ und „Das Licht kommt in die Welt“ rundeten ein ausgewogenes Programm, das mit klaren Stimmen vorgetragen wurde, ab. Sonja Zintl und Susanne Ergler traten bei den Vorträgen solistisch in Erscheinung.

    Mit Spannung wartete man dann auf den Auftritt des ebenfalls von Bugert geleiteten gemischten Chores. Und dieser konnte bei seinem ersten weihnachtlichen Auftritt das Publikum überzeugen, dass der gemischte Chorgesang die Krone der Vokalmusik ist. Bugert setzte auch beim Auftritt des „jüngsten“ Chores dieses Abends auf Werke Maierhofers, die sowohl stilistisch, als auch international vielfältig sind. „Masithi, he’s born“, begleitet von Jimmy Chestnut auf den Kongas, entführte das Publikum nach Afrika und „Good news“ bediente das Genre des Gospels. Die  34  Sängerinnen und Sänger fühlten sich aber auch klassischen Klängen in deutscher Sprache wohl, was sie mit Gregor Linßens „Ein Licht in dir geboren“ und „Hör‘ in den Klang der Stille“ – einmal mehr von Maierhofer – eindrücklich unter Beweis stellten.

    Bevor der Weihnachtsmann dann die Kinder bescherte, beschlossen die Chöre der „Young Voices“ gemeinsam mit „Zeige uns den Weg“ ein begeisterndes Konzert. ehr

    Der Männerchor des Sängerbund Hüttenfeld erfreute die Konzertbesucher mit altbekannten Weisen. Foto: ehr

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