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  • Mo., 01. März 2021, 11:58 Uhr
    FDP-KOMMUNALWAHLKAMPF: Großes Lob von Vizepräsidentin des Europaparlaments Nicola Beer 

    „Ihr packt an und macht was für die Bürger“

    Gute Stimmung bei der Lampertheimer FDP und Nicola Beer, die am Pressegespräch und am Videodreh teilnahm (im Bild mit Gernot Diehl, links, und Fritz Röhrenbeck). Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Wahlkampf in Corona-Zeiten ist nicht einfach, weil der persönliche Kontakt zu den Wählern nicht wie gewohnt zustande kommt. Ein Dilemma für Parteien, Kandidaten und die Wähler. Über ihr Programm zur Kommunalwahl am 14. März informierten die Lampertheimer Liberalen die TIP-Leser in der Samstagsausgabe und in den nächsten Tagen werden auf der FDP-Homepage, in YouTube und Facebook Videoclips zu sehen sein, die am Freitagnachmittag in „Hummels Scheier“ aufgenommen wurden. Zu Gast war Nicola Beer, die seit 2019 für die Liberalen Mitglied des Europaparlaments ist und dort zur Vizepräsidentin gewählt wurde. In Hessen war sie vor Jahren  Kultusministerin , eine von vielen Karrierestationen, und in Frankfurt hat sie als einstige Stadtverordnete Erfahrung in der Lokalpolitik gesammelt. Im Pressegespräch im Anschluss an das Videoprojekt sparte Nicola Beer nicht mit Anerkennung für die Lampertheimer FDP-Politiker. Nur wenige Parteifreunde konnten wegen der Corona-Regeln teilnehmen, in Vertretung für die Fraktion waren der FDP-Spitzenkandidat für die Stadtverordnetenversammlung Fritz Röhrenbeck und Gernot Diehlmann sowie Helmut Hummel anwesend. Beer gefiel die gute Stimmung trotz Corona-Bedingungen, wenngleich sie gerne mit Menschen in Kultureinrichtungen diskutiert hätte und an den Altrhein gegangen wäre. „Ein Freidemokrat lässt sich nicht ausbremsen“, sagte sie entschlossen. Ihren Gastgebern bescheinigte sie zu wissen, wovon sie reden und für jedes Problem die Lösung zu suchen. Der Lampertheimer FDP gehe es um den Menschen und das Umsetzen von Politik, das fand Beer beeindruckend. „Ihr packt an und macht was für die Bürger“. Röhrenbeck erzählte, dass es mit der Umsetzung nicht immer leicht sei. „Wir müssen die Verwaltung ein Stück antreiben“. Ein paar gute Tipps habe ihnen  Beer für die Arbeit als ehrenamtliche Politiker gegeben, freute sich Röhrenbeck. Für das Projekt Altrhein-Entschlammung hatte sie die Idee, die als Olympiasiegerin bekannt gewordene Nicole Reinhardt zur Sonderbotschafterin zu machen. Sind Umwelt und Soziales  typische FDP-Themen, für die sich die Lampertheimer FDP einsetzt? Eine Frage, die Röhrenbeck in den Raum stellte, um dann von Beer die erwartete Unterstützung zu bekommen. Nicht mit Verboten will Beer umweltschonende Ressourcen schaffen, am Markt solle sich das bessere Produkt durchsetzen. Doch auch in Brüssel müsse man für mehr Offenheit in Sachen Technologie kämpfen. „Wir sind keine Ideologen“, bestätigte Diehlmann diese Haltung, „wir wollen pragmatische Lösungen“. Was er für Lampertheim als Teil der Metropolregion Rhein-Neckar und „logistisch extrem gut gelegen“ wichtig findet, fasste Röhrenbeck zusammen. Andere Städte wie Lorsch und Bensheim könnten Lampertheim den Rang ablaufen, wenn hier, wie geschehen, neue Gewerbegebiete ohne Versorgungsrohre für Glasfaser erschlossen werden. Auch Beer findet das beschämend, in Deutschland werde Zeit verschlafen. In Europa müssten mit Blick auf USA und China Kräfte gebündelt werden, die „Rückrunde in der digitalen Wirtschaft“ sei zu gewinnen, zeigte sich Beer überzeugt. „Für mich ist flächendeckende Glasfaser Chancengleichheit“, betonte sie, „daran hängen Arbeits- und Ausbildungsplätze“. Für die Mobilität in Deutschland wünscht sich Röhrenbeck Synergien auf Bundes- und Europaebene, man sollte auch an kleinere Städte denken. Beer pflichtete ihm bei, sie setze auf autonomes, vernetztes Fahren, um Menschen mobil zu machen, die es sonst nicht mehr wären. Am besten sei es, die Bürger zu fragen. „Wir denken vom Individuum aus, von den Möglichkeiten des Einzelnen. Freiheit und Verantwortung seien zwei Seiten einer Medaille. In Lampertheim und im Kreis Bergstraße hatte Beer an diesem Tag noch weitere Termine. Hannelore Nowacki

     

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