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  • Di., 12. November 2013, 17:56 Uhr
    Lampertheimer Karnevalverein eröffnete Session mit Hexentaufe und freiem Büffet

    Im Hexenkessel reines Wasser – Schokolade fürs Gesicht

    Gruppenfoto nach der Hexentaufe - da bebten die Bühnenbretter und die Zuschauer hatten ihren Spaß. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Das „Närrische Bayrische Buffet“ dampfte in den Töpfen und verwöhnte mit Köstlichkeiten wie Prager Schinken, Leberknödeln, Fleischkäse und Weißwürsten die eingeladenen Gäste aus nah und fern. Eingeladen waren tatsächlich jeder und jede, also alle, die gerne feiern und die Fastnacht lieben. Der besondere Anlass: Der Lampertheimer Karnevalverein 2008 (LKV) feierte am 11.11. zur närrischen Zeit ab 19.11 sein fünfjähriges Jubiläum und die Sessioneröffnung im Schwanensaal. Die Purzelgarde wirbelte zur Eröffnung mit einem flotten Rock’n Roll und Twist über die Bühnenbretter. Zum Abschluss des offiziellen Teils brachten die L.A. Girls bei ihrem Tanz magisches Leuchten in den dunklen Saal. Ohne Zugabe ließ das begeisterte Publikum sie nicht von der Bühne.

    Auch als Hexen sind die Girls aktiv. Vereinsvorsitzender und LKV-Präsident Lutz Krieger begrüßte Abordnungen mehrerer befreundeter Karnevalvereine, darunter auch der 1. Carneval-Club Rot-Weiß aus Lampertheim und die KG Schlotte aus Schifferstadt, und verlieh die Jahresorden. Das Publikum wurde mit den elf närrischen Paragrafen bekannt gemacht und der Narrengruß „Helau“ hallte durch den Schwanensaal. Spargelkönigin Sabrina I. und die  Kerweborscht Markus Gutschalk und Stefan Gutschalk waren Sieger beim diesjährigen Maßkrugschieben des LKV bei der Kerwe - den erstmalig verliehenen Wanderpokal nahmen die strahlenden Sieger nun auf der Bühne entgegen. Die Biedensandhexen, die netten Wesen mit den urigen Masken, eroberten die Bühne zur Hexentaufe. Die „alten Hexen“ führten sechs Novizen und Anwärterinnen in ihren Kreis ein, mit den neuen Hexen sind die Biedensandhexen nun auf stolze 28 Hexen angewachsen. Von ihnen geht keinerlei Gefahr aus, da können die Lampertheimer ganz beruhigt sein, auch wenn  die Hexenmasken und das Aufstampfen recht martialisch wirken.

    Laut 13-teiligem Ehrenkodex, den Owwerhex Petra Demski zur Hexentaufe verlas, dürfen die Masken in der Öffentlichkeit nicht nach Belieben abgelegt werden. Auch müssen die neuen Hexen stets darauf achten, dass die alten Hexen volle Gläser haben. Zur Taufzeremonie wurden Hexe Wanda und Hexenhelfer Igorina hinzugezogen, der in Ketten gelegt und in brauner Kapuzenkutte gekleidet auf die Bühne kam. Mit jedem Griff in den Schokoladentopf  wurden die Gesichter der neuen Hexen süßer, am Ende flogen ihnen bei geschlossenen Augen bunte Federn ins Gesicht. Im kupfernen Hexenkessel, um den die Hexen vergnügt tanzten, war reines Wasser, wie Oberhexe Petra im Gespräch mit dem TIP versicherte. Ein Rinnsal floss bei der Hexentaufe aus der Schöpfkelle ins Haar der tapferen neuen Hexen.

    Hannelore Nowacki

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