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Di., 18. Juni 2019, 09:05 Uhr
Schulkindbetreuung in Nordheim ab August durch die Gemeinde Biblis
Im „Kuckucksnest“ bleiben die vertrauten Mitarbeiter
Jahrelang hat der Förderverein Steinerwaldschule die Schulkindbetreuung im „Kuckucksnest“ ehrenamtlich organisiert und dabei als Arbeitgeber zwölf Mitarbeiter beschäftigt. Diese Aufgabe übernimmt ab August die Gemeinde Biblis. Bürgermeister Felix Kusicka dankte den Verantwortlichen des Vereins (von links), Ramona Bersch, Andrea Paul, Nadine Nolting und Kristin Graf für ihr ehrenamtliches Engagement. Hannelore Nowacki
BIBLIS/NORDHEIM – Ab 1. August übernimmt die Gemeinde Biblis die Trägerschaft der Schulkindbetreuung der Steinerwaldschule in Nordheim. Von dieser Veränderung werden dieKinder der 1. bis 4. Klassen der Steinerwaldschule, die im früheren „Hessischen Hof“ nach dem Unterricht betreut werden, zunächst gar nichts merken, teilte Bürgermeister Felix Kusicka bei einem Pressegespräch am Montagmittag im Rathaus mit. In den Ferien werden jedoch die Öffnungszeiten erweitert und damit an die Bibliser Schulkindbetreuung angepasst. Das bedeutet, dass zukünftig die Schulkindbetreuungin den Oster- und Herbstferien zwei Wochen und im Sommer wie bisher drei Wochen geöffnet ist, erklärte Kusicka. In den Weihnachtsferien werde das „Kuckucksnest“ je nach Wochentag ab 2. Januar offen sein. Auf die Eltern kommen 15 Euro mehr im Monat zu. Der Förderverein Steinerwaldschule, der seit vielen Jahren die Schulkindbetreuung ehrenamtlich organisiert und aktuell 12 Mitarbeiter beschäftigt, hatte die Trägerschaft zum 31. Juli gekündigt, auch wegen der gestiegenen Verpflichtungen als Arbeitgeber und des erheblichen Verwaltungsaufwandes. Die Eltern wurden bereits informiert, berichtete die Leiterin der Schulkindbetreuung Andrea Paul beim Pressegespräch, an dem auch die 1. Vorsitzende des Vereins Nadine Nolting sowie die 2. Vorsitzende Kristina Graf und Kassenwartin Ramona Bersch teilnahmen. Viele Eltern seien froh über die längeren Ferienöffnungszeiten, wusste auch Nolting zu berichten. Eltern, die nicht teilnehmen konnten holten sich die Informationen telefonisch. An der Erhöhung um 15 Euro hätten sich die Eltern nicht gestört, hatte Betreuungsleiterin Paul mitbekommen. Bürgermeister Kusicka dankte dem Schulförderverein für den Aufbau der Schulkindbetreuung und die bisherige jahrelange ehrenamtliche Arbeit zum Wohle der Kinder mit zurzeit 12 Angestellten. „In dieser Dimension ist ein ehrenamtliches Engagement nicht mehr zu stemmen“, stimmte Kusicka den Verantwortlichen des Vereins zu. Nach der Kündigung habe der Kreis Bergstraße eine Neuausschreibung vorgenommen, auf die sich die Gemeinde Biblis nach konstruktiven Gesprächen mit der Vorsitzenden Nadine Nolting und der pädagogischen Fachkraft Andrea Paul beworben habe. Ziel sei der Erhalt der gewohnten hohen Betreuungsqualität und der damit verbundenen zwölf Arbeitsplätze gewesen, betonte Kusicka. Zukünftig zahlen die Eltern 105 Euro im Monat, aber nur die Hälfte ab dem zweiten Kind. Wie bisher kostet das Mittagessen 3,30 Euro extra. „Keine übermäßige Belastung“, im Vergleich zu Kosten von bis zu 240 Euro an der Bergstraße. Mit nur 18 Kindern fing sie an, erzählte Andrea Paul, heute werden in Nordheim 54 Schulkinder betreut, bei eigentlich nur 50 geplanten Plätzen. Für die insgesamt 150 Schulkindbetreuungsplätze in Biblis, Nordheim und Wattenheim sind im diesjährigen Haushalt 120.000 Euro eingestellt, ab Januar kommen 30.000 Euro durch die Trägerschaft der Gemeinde Biblis dazu, teilte Bürgermeister Kusicka mit. Die Gemeindevertretung habe der Trägerschaft in ihrer letzten Sitzung zugestimmt und am 13. Juni sei der Bescheid des Kreises Bergstraße eingetroffen, dass die Gemeinde Biblis den Zuschlag erhalten habe. „Ich denke, es ist eine gute Sache, für die Kinder, für die Eltern und unsere Gemeinde“, zeigte sich Kusicka überzeugt, „wir sind glücklich und zufrieden, dass wir diese Lösung gemeinsam zum bezahlbaren Preis erbracht haben“. Und der Schulförderverein kann sich zukünftig wieder vorrangig um Aufgaben kümmern wie Feste organisieren und Geld zur Unterstützung der Schule sammeln. Darauf freuen sich Nadine Nolting, Kristina Graf und Ramona Bersch ganz besonders.Hannelore Nowacki