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  • Do., 05. Mai 2022, 15:20 Uhr
    DIAKONIE STIFTUNG LAMPERTHEIM: 10-jähriges Jubiläum / Festgottesdienst am 15. Mai in der Domkirche

    Im Sinne der Menschlichkeit und Nächstenliebe wirken

    Laden anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Diakoniestiftung zum Festgottesdienst ein: Stiftungsvorsitzende Martina Seelinger, Werner Hahl, Uta Herwig von der Ökumenischen Diakoniestation und Pfarrerin Sabine Sauerwein (v.l.). Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Seit zehn Jahren wirkt die Diakonie Stiftung Lampertheim im Sinne der tätigen Nächstenliebe und bringt so ein Stück mehr Menschlichkeit zu den Menschen, die diese Unterstützung am dringendsten benötigen. Anlässlich dieses Jubiläums lädt die Stiftung am Sonntag, 15. Mai, um 10 Uhr zu einem Festgottesdienst in die Domkirche ein, zu dem jeder herzlich willkommen ist. Damit kehrt die Diakoniestiftung zu dem Ort zurück, an dem vor zehn Jahren mit der Amtseinführung des Vorstandes durch den damaligen Dekan Karl-Heinz Geil alles seinen Anfang nahm. 

    Ihren Ursprung hat die Stiftung in der diakonischen Idee, sich für die Nöte hilfsbedürftiger Menschen einzusetzen. Herta Albrecht war Patientin in der Ökumenischen Diakoniestation und es mag die Erinnerung an ihre Tante, die Diakonissin Gretel Kling, gewesen sein, die sie dazu bewegte, ihre Immobilie im Sandtorfer Weg an die Ökumenische Diakoniestation zu vererben. Der Erlös sollte nicht in den Wirtschaftsplan einfließen sondern als dauerhafte Erinnerung sichtbar sein. So entstand die Idee, unter dem Dach der Kirche die Stiftung zu gründen, mit einem Startkapital von 220.000 Euro, welches aus dem Verkauf der vererbten Immobilie stammt, betonten Uta Herwig für die Ökumenische Diakoniestation sowie Martina Seelinger, Werner Hahl und Pfarrerin Sabine Sauerwein im Gespräch mit dem TIP.

    Die Diakoniestiftung ist dabei eine der wenigen Stiftungen in diesem Bereich, wobei das Geld mit einem Zinssatz von 3 Prozent über die Kirche angelegt ist. Aktuell liegt das Stiftungskapital bei rund 700.000 Euro, so dass pro Jahr über die Zinsen 21.000 Euro zur Verfügung stehen.

    Das Geld kommt genau dorthin, wo es wirklich gebraucht wird – dies ist garantiert. Dabei ist in den letzten zehn Jahren viel passiert. Das erste große Projekt der Stiftung war dabei die Tagesbetreuung „Meine Zeit”. Mit viel Engagement wurde hier innerhalb von fünf Jahren eine wichtige Einrichtung aufgebaut, die als Dauerprojekt weiter begleitet wird. 

    Neben der Betreuung und Förderung dementer Menschen ist auch hier ganz im Sinne der Diakoniestation, die pflegenden Angehörigen zu entlasten, zu unterstützen und ihnen etwas freie Zeit zu verschaffen. Auch das Team wird regelmäßig unterstützt, bei Weiterbildungen oder durch ein Fahrzeug, welches Raum für drei Rollstühle bietet. Derzeit hat die Tagesbetreuung nur nachmittags geöffnet, daneben wird auch die wichtige Betreuung im häuslichen Bereich angeboten. Hierfür wurden durch die Stiftung Tablets finanziert, um beispielsweise mit den Menschen bei ihnen zuhause singen oder ihnen bildhafte Erinnerungen an früher bieten zu können. Dabei ist für alle Beteiligten wichtig, die Menschen genau dort abzuholen, wo sie sich geistig befinden. Vor Corona hatte sich die Tagesbetreuung bereits selbst getragen, nun wurden wieder große Löcher gerissen, welche durch die Diakoniestiftung aufgefangen werden. „Die Stiftung hat dafür gesorgt, dass wir die Durststrecke überwunden haben und ‚Meine Zeit‘ nicht schließen mussten”, verdeutliche Uta Herwig die Bedeutung der Arbeit der Stiftung.

    Ein weiteres wichtiges Projekt ist der Stifterbaum, der dauerhaft sichtbar an die Zustifter erinnern soll, ohne die das Wirken der Stiftung nicht möglich wäre. Da dieser vor der Ökumenischen Diakoniestation in der Hospitalstraße fest verankert ist, wurde für den Festgottesdienst eine eigene Karte gestaltet, die dort am 25. Mai ausgeteilt wird. 

    Und natürlich erhält auch die Ökumenische Diakoniestation regelmäßig Unterstützung – sei es durch Fahrzeuge, die Weiterbildung von Mitarbeitern oder weiteren Hilfsmitteln wie T-Shirts oder aber auch Desinfektionsmitteln wie zu Beginn der Pandemie. Künftig soll im Sinne der Klimafreundlichkeit verstärkt auf E-Fahrzeuge gesetzt werden – auch hier wird die Diakoniestiftung einen wichtigen Beitrag leisten und bringt neben der Finanzierung auch die Organisation mit ein. 

    „Zustiftungen und Spenden sind jederzeit möglich, wobei Spenden zeitnah eingesetzt werden müssen. Daher kommt es vor, dass wir auch andere andere caritative Einrichtungen wie die Tafel, die Lebenshilfe oder im vergangenen Jahr auch die Caritasstation im Ahrtal unterstützen” erläuterten Martina Seelinger, Sabine Sauerwein und Werner Hahl für den Vorstand, dem zudem Sibylle Fath und Andreas Förster angehören. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, mit dem uns anvertrauten Geld spar- und sorgsam umzugehen.” Über weitere Zustiftungen und Spenden würde sich die Diakoniestiftung sehr freuen. 

    „Es ist ein tolles Engagement seitens aller Beteiligten in der Diakoniestiftung und gelebte Kirche – schön dass es es so etwas noch gibt”, freut sich Uta Herwig.

    Zum Festgottesdienst, den Pfarrerin Sabine Sauerwein am 15. Mai in der Domkirche halten wird, sind alle herzlich eingeladen. Im Anschluss wird es einen Umtrunk und die Übergabe der neuen Stifterurkunden geben. „Unser Ziel war es, zum zehnjährigen Jubiläum zehn neue Zustifter zu finden – bisher sind es bereits sechs und vielleicht kommt ja noch der ein oder andere dazu?” Benjamin Kloos

     

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