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Do., 05. März 2020, 09:36 Uhr
Informationen aus dem Magistrat von Bürgermeisterin Barbara Schader
In Bürstadt kann man alt werden – die Stadt ist wieder gewachsen
Im Vorzimmer ein neues Gesicht und am Telefon eine neue Stimme - seit 17. Februar ist die 53-jährige Carmen Wasser die persönliche Referentin von Bürgermeisterin Barbara Schader in Vertretung von Nadja Winkler, die ihre Elternzeit angetreten hat. Die auf zwei Jahre befristete Stelle kann optional in eine feste Stelle umgewandelt werden, was sich aus der altersbedingten Personalsituation im Rathaus ergeben könne, teilte Bürgermeisterin Schader mit. Seit fünf Jahren wohnt Wasser in Bürstadt, zuvor war sie bei der Stadtverwaltung Worms und in der Schulverwaltung tätig und ist nun froh, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. „Ein ganz tolles Arbeitsfeld“ ist ihr Eindruck. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Das Einwohneramt hat im Vergleich von 2018 zu 2019 wieder ein Wachstum registriert. Wie Bürgermeisterin Barbara Schader bei der Magistratspressekonferenz am Mittwoch berichtete, ist Bürstadt um 53 Einwohner auf 17.083 Einwohner mit Erst- oder Zweitwohnsitz gewachsen. Gestiegen ist auch die Zahl der ausländischen Mitbürger – um 110 auf 2.812, wobei 357 ausländische Einwohner unter 18 Jahre alt sind. Nach der Statistik stellen Einwohner aus Polen die größte Gruppe (518). Damit haben sie die Griechen mit 346 Einwohnern überholt, die früher die größte Gruppe waren. Die Türkei mit 330 und Rumänien mit 332 Personen folgen, aus Syrien sind 171, aus Kroatien 115 Einwohner in Bürstadt. 172 Geburten hat das Standesamt verzeichnet, 39 Neugeborene mehr als im Vorjahr. „Erfreulich“ sagte die Bürgermeisterin, aber es müsse dann an die Kita-Betreuung und Schule gedacht werden. Amtsleiter Peter Jakob hat zusammengestellt, welche Vornamen in Bürstadt mehr alszweimal vergeben wurden: Maria und Emilia, Jakob und Noah lagen im vergangenen Jahr vorne. In Bürstadt lebt man länger – die zehn ältesten Bürger sind zwischen 96 und 101 Jahre alt, sieben Frauen und drei Männer. Gesunken ist die Zahl der Sterbefälle um 17 auf 178. Es gab auch 23 weniger Eheschließungen beim Standesamt Bürstadt. 88 Paare schlossen den Bund fürs Leben, im Vorjahr 111 Paare. Die jüngste Braut war 18 Jahre, der jüngste Bräutigam 20 Jahre alt. Die ältesten Brautleute waren 72 Jahre alt.
Auftragsvergaben und Kostenübernahmen
Nachdem der Haushalt 2020 genehmigt ist, kann die Auftragsvergabe anlaufen, teilte Bürgermeisterin Schader mit. Der Fahrstuhl im Rathaus wird nach 40 Jahren Betriebsdauer mit Kosten von brutto 34.765,85 Euro von der Herstellerfirma Otis modernisiert.
In der Kita Regenbogen wurde die betagte Kücheneinrichtung erneuert, die Pfarrgruppe stellte den Antrag auf einen Zuschuss. Im Gegensatz zur notwendigen Erneuerung des Bodens durch das Bauamt mit 24.000 Euro, gehört die Küche nicht zur baulichen Unterhaltung durch die Stadt Bürstadt. Die Bodenerneuerung wurde auf den Haushalt 2020 verlegt, der Zuschuss für die Küche beträgt laut Kostenvoranschlag 11.865 Euro.
Das Außengelände der Kita Sonnenkäfer wird im zweiten Bauabschnitt für 25.000 Euro brutto vom günstigsten Anbieter umgestaltet.
Am Stützpunkt der Feuerwehr Bürstadt ist ein Plattenweg abgerutscht und nicht mehr begehbar, die Wasserabläufe nicht funktionsfähig. Ein Gartenbaubetrieb übernimmt nach Ausschreibung die Sanierung für rund 18.900 Euro brutto, einiges führt die Feuerwehr in Eigenregie aus.
Der 10 Hektar große Stadtwald wird vom Forstamt Lampertheim betreut und bewirtschaftet, wobei der Wald die Funktion als Trittstein für Flora und Fauna hat und eine Klima- und Grundwasserschutzfunktion übernimmt. Ziel ist nicht die Holzproduktion. Im Waldwirtschaftsplan des Forstamtes, der dem Magistrat zur Genehmigung vorliegt, ist 2019 ein von der Stadt Bürstadt zu tragendes negatives Gesamtergebnis von 8.925 Euro entstanden. Den Aufwendungen von 10.824 Euro stehen Erträge von 18.899 Euro gegenüber. „Wir sind dankbar, dass das Forstamt diese Arbeit macht“, erklärte Bürgermeisterin Schader, da die Verwaltung nicht über die Fachkräfte verfüge. Archivfoto: Hannelore Nowacki
Information des Magistrats Bürstadt zur Brut- und Setzzeit
Der Magistrat informiert, dass vom 1. März bis 30. September sind Rodungen und größere Gehölzschnittmaßnahmen nicht erlaubt sind. Unter besonderer Rücksicht auf brütende Vögel dürfen nur schonende Form- und Pflegeschnitte im Garten „zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen“ durchgeführt werden. Hundehalter werden gebeten ihre Hunde in der freien Natur zum Schutz von brütenden Vögeln, trächtigen Tieren und deren Nachwuchs anzuleinen.
Empfang der 50-Jährigen
Die Stadt Bürstadt plant wieder den Empfang der 50-Jährigen. In diesem Jahr werden die Jahrgänge 1969/70 eingeladen. Üblicherweise setzen sich die Organisatoren mit der Stadt Bürstadt für die Terminabstimmung und Einladung in Verbindung. Auch Auswärtige können teilnehmen, die Adressen sind der Stadt Bürstadt jedoch nicht bekannt. Kontakt: Carmen Wasser, Vorzimmer Bürgermeisterin, Telefon 06206/701-210 oder carmen.wasser@buerstadt.de.Hannelore Nowacki