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  • Do., 07. März 2019, 15:29 Uhr
    Rhetorischer Schlagabtausch beim Politischen Aschermittwoch der CDU

    „In de Politik do muss ma sou manches ertrache“

    Der CDU-Parteivorsitzende und Landtagsabgeordnete Alexander Bauer eröffnete den politischen Aschermittwoch im Vereinsheim der Eintracht mit gereimten Worten und erklärte anschließend das Heringsbüffet für eröffnet.
    Foto: Eva Wiegand


    BÜRSTADT – Traditionell zum Ausklang der Fastnacht lud die CDU Bürstadt auch in diesem Jahr wieder zum politischen Aschermittwoch in das Vereinsheim der Eintracht zu Hering und Pellkartoffeln ein. Doch noch bevor das Büffet eröffnet wurde, begrüßte der Parteivorsitzende der CDU und Landtagsabgeordnete Alexander Bauer viele Gäste, darunter auch Bürgermeisterin Barbara Schader. Er übernahm auch wieder den rhetorischen Schlagabtausch, denn was wäre ein politischer Aschermittwoch ohne einige kritische Bemerkungen zum Geschehen vor Ort? Deshalb gab es selbstverständlich wieder einige gereimte Worte von Bauer, der zuerst auf die nur knapp gewonnene Landtagswahl, dann auf die Bürgermeisterwahl einging mit dem Fazit: „In Bäschdadd war die Bojermeeschder-Wahl ganz knapp. Doch Vorsicht - Die CDU macht jetzt erst recht net schlapp!“ Gemeinsam wolle die CDU nun die Politik besser kommunizieren, denn „Manchmal ist weniger tatsächlich mehr. Das vergisst im Saal hier keiner mehr!“. Die Stadt präsentiere sich prächtig, was gerade bei Auswärtigen für Neid sorge, doch nicht alle Bürger honorierten dies. „Des was gemacht wird, des hot des Parlament beschlosse, meischt sogar mit Zustimmung der Genosse.“ Doch alles was schlecht gelaufen sei und mit Ärger verbunden war, habe Schader abbekommen. Der schließlich von der SPD präsentierte Mitbewerber um das Bürgermeisteramt habe „nix verbroche un a nix versproche.“ So sei der Wahlkampf dann ein „Schonwaschgang der Opposition“ gewesen, der Kandidat habe nur in ganz sanftem Ton versprochen: „Ich bin net dafür, awwer a net dagege. Ich will etwas weniger hier und da etwas mehr, ich weiss es noch nicht genau, mich jetzt festzulegen fällt mir schwer.“ Auch gebe es keinen Grund über die niedrige Wahlbeteiligung zu schimpfen. In der Demokratie zähle die Mehrheit, so könne die CDU der „Bärbel nur zu Sieg gratuliere, jetzt kann sie doch weitere sechs Jahre im Rathaus regiere.“ In Bürstadt werde gerade viel getan. Über das was, wie und warum werde in den öffentlichen Sitzungen, zu denen sich selten Bürger einfinden, meist lange diskutiert und gestritten. Das Internet sei dann für die Bürger schnell für Beschwerden zur Stelle. Der Protest sei legitim, denn die CDU mache nicht immer alles richtig. Doch was gar nicht gehe: „Das Prinzip des Heiligen Florian: Beschütz mein Haus, zünds ander an. Baulücken schließen ja, aber nicht der Bauplatz vor meinem Haus, das ist doch klar!“ In prophetischer Gabe sah Bauer auch bereits die nächste Bobstädter Protestwelle kommen – und zwar noch bevor die Bagger im Bereich Langgewann anrollen. Eva Wiegand

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