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Do., 30. Juli 2015, 22:56 Uhr
Seniorenbegegnungsstätte „Alte Schule“ bot Amüsement bei Kurzfilmen
„In der Alten Schule ist was los“ – und das schon seit Jahren
Fasching ist zeitlos lustig, wenn alte Erinnerungen auf so heitere Weise aufgefrischt werden, wie es der Video- und Fotogruppe mit ihrem Film gelang. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – In der Alten Schule sind häufig Engel unterwegs, genau genommen sind es die „Blauen Engel“. Vor allem ihnen, den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, der Seniorenbegegnungsstätte Alte Schule ist es zu verdanken, wenn die Hoffeste wie am Schnürchen laufen und die Cafeteria-Nachmittage zu einem geselligen Erlebnis mit Kaffee und Kuchen werden. Aber sie können noch viel mehr, zum Beispiel in Formation synchron tanzen und gute Laune verbreiten. Am Dienstag hatte die Video- und Fotogruppe der Alten Schule zu einem unterhaltsamen Cafeteria-Nachmittag mit Kurzfilmen eingeladen. Bei Kaffee und Kuchen hatten sich zahlreiche intensive Tischgespräche entwickelt. Max Guschwa nahm zur angekündigten Zeit die Glocke zur Hilfe und läutete den Filmnachmittag ein. Die kreative Männergruppe, zu der er auch gehört, hatte den Film aus Kurzfilmen der letzten vier Jahre für diesen Anlass zusammengeschnitten. In seinen Einführungsworten klang hohe Anerkennung mit, als er dem erwartungsvollen Publikum das Werk ankündigte. „Wir waren erstaunt, als wir die Filme zusammengestellt haben, was die „Blauen Engel“ im Haus mit Elan und Freude machen“. Die Zuschauer in der leicht abgedunkelten Cafeteria erlebten dann fast eine Stunde lang Fasching in seiner schönsten Form. „In der Alten Schule ist was los“, dieses Motto stimmt immer. Neben der heiteren Unterhaltung verstehen sich die Frauen auf körperliche Ertüchtigung. Im Film gehen Monika Krings und Marianne Thomas die Treppe hinauf in das erste OG und durch die Tür – die beiden Frauen erschienen im Film unentschlossen, hinein oder hinaus? Das war hier die Frage. Eigentlich hatten sie nur die Gymnastik im Sinn, aber die Filmemacher legten mal den Rückwärtsgang ein, dann schnell wieder den Vorwärtsgang. Diese filmischen Tricks begeisterten die Zuschauer. So lustig ging es im Film weiter, als die Kamera in die fröhlichen Faschingsfeiern eintauchte. Ungewöhnliche Perspektiven hoben Details hervor, eine Filmsprache, die beim Publikum direkt im Lachzentrum ankam, während die zu den Szenen passende klassische Musik die Gesamtkomposition im Hochgenuss vollendete. Aus den „Blauen Engeln“ wurden zu Fasching einmal blaugesichtige Schlümpfe und die Männer machten als Schneewittchen und die sieben Zwerge eine gute Figur. Was für ein Bild – für den Klamauk zu Fasching hatten sich die Männer ein Gesicht auf ihre Bäuche pinseln lassen und wackelten gekonnt mit den angeklebten Ohren. So macht Fasching auch mitten im Hochsommer Spaß. Kräftiger Beifall belohnte die filmische Unterhaltung. Hannelore Nowacki